Transsexualität wirft spirituelle fragen auf

Zitat: Du hattest noch keine wirkliche Erfahrung mit einer Frau, hast du geschrieben - ist schwierig, dass dann so zu sagen, also überhaupt was das Thema angeht, find ich.

Denke schon, dass das geht, es sei denn man hat überhaupt keine erotischen Fantasien. Dann ist man entweder asexuell oder hat schwerwiegende Probleme mit Sexualität. Ich bin ja auch sozialphobisch, und habe deshalb keine sexuellen Erfahrungen mit Frauen (von Teleempathie abgeshen), aber es ist trotzdem klar, weil ich mich nur sinnvoll selbstbefriedigen kann, wenn ich an sexuelle Handlungen in Zusammenhang mit Frauen denke (das gleiche gilt auch für erotische Bilder)
 
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Wenn ich dich richtig verstehe, geht es dir nicht um eine Brandmarkung der Homosexualität als "Krankheit".

Nein, mir geht es um sehr viel mehr - in erster Linie darum dass die Leute mehr denken und sich weniger aufregen. :)
Denn dann werden sie feststellen dass es völlig irrelevant ist, ob man Homosexualität als Krankheit bezeichnet oder nicht.

Krankheit ist allerdings ein hochinteressanter Begriff, mit dem man einige Dinge machen kann.
Bezeichnenderweise ist es der Arzt, der den Patienten krank schreibt. Der Arzt hat also die Entscheidungshoheit, den Patienten für krank zu erklären - woraus man folgern kann dass ein Patient erst dann krank ist wenn er beim Arzt war, oder anders gesagt, der Patient wird erst dadurch krank dass er zum Arzt geht!

Vielleicht hast Du jetzt schon einen Knoten im Kopf? - wenn nicht dann lass uns weitersehen:

Man kann dieses Spiel umdrehen - ich hab das getan, indem ich vor zwanzig Jahren beschlossen hab, dass ich nicht mehr an Krankheit glaube - damit ist die Entscheidungshoheit des Arztes für mich irrelevant, weil das, worüber entschieden wird, keine Bedeutung mehr hat.
Folglich bin ich seitdem nicht mehr krank geworden - was auch logisch ist, weil man durch diesen Schritt den Selbstheilungskräften die Ermächtigung gibt, aktiv zu werden - man legt die Verantwortung für das eigene Gesundsein nicht mehr in die Hände eines anderen!
Ich bin nicht der einzige der das getan hat, es gibt Berichte von verschiedenen anderen Leuten, die genauso vorgegangen sind, mit demselben Erfolg.

Daraus folgt nun aber: es ist völlig irrelevant ob irgendjemand anderes irgendetwas als Krankheit bezeichnet oder nicht - man muss es selber tun!

Soweit für Dich logisch und nachvollziehbar?


Es geht aber noch weiter:
in einer der faszinierenden Erzählungen von Ursula Kröber-leGuin wird die Frage gestellt: Würden sie einen Sänger von seiner Stimme heilen?

Ich finde das einen äußerst interessanten Punkt, der da aufgeworfen wird, denn er kratzt elementar am Verständnis dessen was als Psychotherapie verstanden wird, indem die Frage aufscheint: was von den Dingen, die sich aus uns heraus ausdrücken wollen (oft als "Seelenregungen" bezeichnet), ist überhaupt "heilungsbedürftig"?

Darüber bitte mal nachdenken.

Wenn ich dich richtig verstehe, geht es dir nicht um eine Brandmarkung der Homosexualität als "Krankheit".

Sorry, falsche Frage, denn: mir ist völlig egal, was "Homosexualität" ist. Ich kann mit einem Mann vögeln wenn er und ich lust da zu haben, oder mit einer Frau vögeln wenn sie und ich lust dazu haben, und der einzige Unterschied ist dass ich gut 100x so viel Frauen sehe wo ich lust hätte, als Männer - und ich sehe keinen Grund daraus irgendwie ein theoretisches Thema zu machen oder eine theoretische Diskussion zu führen.

Was mich allerdings massiv stört, das ist die ständige Propaganda pro Homosexualität!
Wenn ich zB in meine Company komme (ein Computerkonzern), dann steht da schon in der Eingangshalle ein Plakat, dass die Company Schwule und Lesben und Transgenders aktiv fördert! Und dann frage ich mich: gehen die an die Arbeit um da zu fi*en?
Ich jedenfalls gehe an die Arbeit um da zu arbeiten - und es geht dort gar niemand etwas an ob ich schwul oder lesbisch oder sonstwas bin - und ebensowenig interessiert mich das von meinen Kollegen.
Und dann muss ich mich fragen was die Company da "fördert" - offenbar haben Schwule und Lesben und Transgenders das Vorrecht, ihre Arbeitszeit zur sexuellen Selbstentfaltung zu nutzen, während Stinos - eben arbeiten müssen. Das finde ich ungerecht.

Also: was mich stört ist dieser Kult, der um Homosexualität gemacht wird: dass Homosexuelle etwas ganz besonderes seien und deshalb allerlei Vor- und Sonderrechte geniessen müssten.

Dagegen würde ich mich nämlich ganz vehement zur Wehr setzen.

Sorry, liebe Kinny, aber das ist mir zu wenig. ;)

Dieser Kult, dass Homosexuelle etwas ganz besonderes sind und irgendwie sakrosankt und dass man nur ja nix gegen sie sagen darf, der wird uns seit Jahrzehnten gepredigt.
Wenn Du Dich also da gegen irgendwas "zur Wehr setzen" möchtest, dann schwimmst Du auch nur im Strom einer von den Medien gepredigten Meinungsmache, und tust nicht mehr als eine vorgegebene Gesinnungskonformität abzuprüfen. Das finde ich falsch, und zu wenig.

Was ich mir stattdessen wünschen würde, wäre eine Wertschätzung von Vielfalt in ihrer ganzen Bandbreite. Also nicht nur Wertschätzung gegenüber Homosexuellen (weil die nunmal überall gepredigt wird und zum "guten Ton" gehört), sondern Wertschätzung des Unterschiedlichen insgesamt!

Das ist nämlich das woran es fehlt.

So wie ich deine Worte lese, geht es dir darum, daß es eben homosexuell veranlagte Männer/Frauen gibt, die mit dieser Veranlagung ganz und gar nicht glücklich sind. Denen dann - deinem Verständnis nach - geholfen werden soll und kann.

Nein. Es gibt auch heterosexuell veranlagte Menschen die damit gar nicht glücklich sind und lieber homosexuell wären. Ich zum Beispiel.

Es geht darum dass jeder Mensch sich frei aussuchen können soll ob er lieber homosexuell oder heterosexuell sein mag, und dann auch die Techniken nutzen kann um sein Bewusstsein entsprechend "umzuprogrammieren".
Einiges deutet darauf hin, dass solche Techniken möglich sind. Nur müssten sie eben erforscht und erprobt werden. Das aber wurde verboten. :(

Ich bin also selber sozusagen ein "Opfer" der Demagogie, die da behauptet, Homo- oder Heterosexualität müsse etwas unveränderlich feststehendes und mithin unheilbar sein.

Umgekehrt gibt es aber welche, die damit komplett im Reinen sind. Bei denen gibt es auch nichts zu "heilen". Weil Veranlagung a priori keine Krankheit ist...

Zu Krankheit und heilen hab ich oben schon was gesagt.
Weiter: Die Frage, ob etwas heilbar ist, ist allgemeiner Natur und unabhängig davon, ob jemand damit im Reinen ist oder nicht - denn da ist nur gefragt ob es entsprechende Techniken gibt. Solange die Techniken nicht bekannt oder nicht zugänglich sind, bleibt das ganze akademisch, denn es kann sowieso niemandem damit geholfen werden.
Deswegen ist die oben zitierte Frage auch genial gestellt: "würden sie einen Sänger von seiner Stimme heilen?" Damit ist impliziert, dass das durchaus möglich wäre; die Frage ist dann nur noch ob es sinnvoll ist.

Und das ist eben eine ganz andere Frage: ob ich das will - ob ich mich so wohlfühle wie ich bin, oder ob ich mich verändern möchte. Das setzt dann aber die Verfügbarkeit der entsprechenden Techniken bereits voraus!

Mir ist wichtig, daß hier ganz klar davon abgesehen wird, ein Talent als Krankheit hinzustellen. Ich kenne homoerotische Menschen beiderlei Geschlechts, deren ST\xc3\x84RKE es ist, beide Seiten der Medaille zu vereinen... Weibliches und Männliches gleichermaßen ausstrahlen zu können, kann durchaus auch als göttliches Geschenk gesehen werden... und wurde es in alten Kulturen auch.

In dieser hier aber leider nicht. Da wird Vielfalt verteufelt und eifrig schubladisiert.
Und wenn irgendjemand daherkommt und erklärt, Homosexualität wäre genau so wertvoll wie Heterosexualität (was ja eigentlich selbstverständlich ist), dann wird daraus wiederum nur ein Dogma gemacht, und die Leute versuchen dann ihre Gesinnungskonformität unter Beweis zu stellen indem sie sich eifrigst für Homosexuelle engagieren. Und merken gar nicht dass sie damit nur ne neue Schublade aufgemacht haben, anstatt mal das Schubladisieren aufzugeben. :(
 
Auweia, hier sitzen ja einige auf so hohen Rössern, daß man eine Leiter braucht, um ihnen noch ins Gesicht sehen können.
Irgentwie hat sich hier ein Haufen Menschen versammelt, in dem jeder einem Glauben hinterherjagt, den er Wahrheit nennt....schon seltsam hier zu lesen...

@Psisnake
Ich kann das schon nachvollziehen, was Caroline schreibt. Sicher merkt man, wodurch man erregt wird. Ich weiß zwar jetzt nicht, wie das bei dir ist, aber die Punkte nach denen man einen Partner sucht, hab ich jetzt immer weitreichender empfunden, als das reine Sexuelle.
Ich zum Beispiel hab mich nie in einen Mann verliebt, aber dennoch hatte ich lange Zeit Phasen in denen ich geschwankt habe, welches Etikett ich mir nun aufkleben soll, lesbisch oder bisexuell. Daß Frauen und Männer Paare bilden sollen ist im gesellschaftlichen Denken so verankert und manchmal schwingt man da drin so mit und denkt, wenn man einen Mann jetzt gern hat, dann muss das ja so sein, daß man auch in verliebt ist. Und viele machen sich dann 1a selbst was vor, bis sie ich dann das erste mal wirklich verlieben.

Ach mich nervt das so, daß kaum geht es um Homosexualität, nur über den rein sexuellen Bereich gesprochen wird, als wäre bei uns die Gefühlsebene ausgeschaltet. Aber ich hab keine Lust mehr, da weiter drauf einzugehen.

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Und eigentlich hatte der Thread ja auch ein anderes Thema. Ich hab an anderer Stelle schonmal irgentwo geschrieben, daß wir, die wir uns in unserem Körper mehr oder minder zuhause fühlen uns das nicht vorstellen könne, was ein Transsexueller wirklich empfindet. Und weil wir nicht die gleiche Empfindung haben, können wir darüber auch nicht urteilen.
Und da hilft es auch wenig eine hochesoterische Wissenschaft, oder eine hochwissenschaftliche Esoterik auszukramen, weil man damit dann nämlich wieder richtig schön über das reale Leben hinwegschwebt. :tomate:
 
das problem ist viel grundlegender, etwas was noch nicht einmal von der wissenschaft anerkannt wird und zwar, deswegen schreibe ich hier so gerne meinen senf, das wir alle "eins" sind. eine wahrheit hat nicht nur 2 seiten, eine wahrheit hat x-trillionen seiten,

Volle Zustimmung.

deswegen würde ich ein "frequenzwechsel" so wie du das stasimäßig durchziehen willst, nicht als verbesserung betrachten.

Wo steht etwas von stasimäßig? Da hast Du offenbar irgendwas ganz arg mißverstanden.
Und - es spielt ja keine Rolle ob Du es als Verbesserung betrachtest, es genügt ja wenn der jeweilige Betroffene es als Verbesserung betrachtet.
Und ich persönlich hätte es als Verbesserung betrachtet.

aber das ist wiederrum etwas, was du nie verstehen wirst.

Ah so. Schön dass Du mir das sagst. :/
 
Zitat:Ich kann das schon nachvollziehen, was Caroline schreibt. Sicher merkt man, wodurch man erregt wird. Ich weiß zwar jetzt nicht, wie das bei dir ist, aber die Punkte nach denen man einen Partner sucht, hab ich jetzt immer weitreichender empfunden, als das reine Sexuelle.


Es geht sicher nicht nur um das Sexuelle, aber wenn dort nichts geht, dann ist es schon von Anfang an zum scheitern verurteilt. Daher finde ich es sehr richtig, wenn man nicht versucht Homosexuelle zu therapieren. Eben weil
die sexuelle Komponente zu wichtig ist, und weil es keine eigene bewusste Entscheidung ist, wen man erotisch findet und wen nicht.

Zitat:Ich zum Beispiel hab mich nie in einen Mann verliebt, aber dennoch hatte ich lange Zeit Phasen in denen ich geschwankt habe, welches Etikett ich mir nun aufkleben soll, lesbisch oder bisexuell. Daß Frauen und Männer Paare bilden sollen ist im gesellschaftlichen Denken so verankert und manchmal schwingt man da drin so mit und denkt, wenn man einen Mann jetzt gern hat, dann muss das ja so sein, daß man auch in verliebt ist. Und viele machen sich dann 1a selbst was vor, bis sie ich dann das erste mal wirklich verlieben.


Gut, verstehe, die waren also dann deiner Meinung nach nicht wirklich verliebt, es sei denn sie sind tatsächlich bisexuell. Aber ich nehme die Leute halt einfach beim Wort, und wenn jemand davon redet, dass er/sie verliebt ist, dann stelle ich mir halt darunter vor, dass man sich zumindest auch nach einer Zweisamkeit sehnt (egal ob man es auch wirklich tut oder nicht), welche über Freundschaft hinausgeht.

LG PsiSnake
 
Ich wollte damit nicht zum Ausdruck bringen, dass die Pille sozusagen was an der sexuellen Orientierung ändert oder geändert hat oder ändern könnte, auch wenn sich das evtl. so gelesen haben könnte. Du hattest noch keine wirkliche Erfahrung mit einer Frau, hast du geschrieben - ist schwierig, dass dann so zu sagen, also überhaupt was das Thema angeht, find ich.

Wo fangen Erfahrungen bei dir an? Ich heule jetzt noch ab und zu, wenn ich an die eine denke, die einfach abgehaut ist. Ich hab keine SEXUELLE Erfahrung. Aber ich weiß, was mich erregt und was nicht. Ja ich war in Männer verliebt, aber eine Beziehung hatte ich noch nicht mit einem Mann und ich konnte mir obwohl ich verliebt war keine vorstellen. Im Bett war es langweilig und ich wusste damals nicht wieso. Erst als ich mit 26 zufällig in eine Frau verliebt war, wusste ich, was Sache ist. Verliebt war ich meistens in solche Männer die Unerreichbar waren. Und der letze, der erreichbar war, war sehr weiblich innerlich gesehen. Und ich hab immer die Beschützerin gespielt. Er war Beziehungsunfähig, ich hab ab und zu versucht zu visualisieren, wie wir eine Beziehung haben. Aber es ging nicht. Ich konnte mir das nicht einmal vorstellen. Nicht einmal so banale Dinge, wie Einkaufen gehen. Da war immer eine Blockade. Bei den Frauen war mir einfach klar, DAS IST ES.

Heterosexuelle brauchen auch keine Erfahrung zu haben, um zu wissen, dass sie heterosexuell sind. Was denkt ihr, was wir sind? Manche Gefühle und Vorlieben erkennt man aber erst später, weil es wie man sieht ja in der Gesellschaft immer noch ein Tabu Thema ist.
 
Und das ist eben eine ganz andere Frage: ob ich das will - ob ich mich so wohlfühle wie ich bin, oder ob ich mich verändern möchte. Das setzt dann aber die Verfügbarkeit der entsprechenden Techniken bereits voraus!

Das wirft dann aber wiederum die Frage nach dem Wissen auf......m.E. Und weshalb fühle ich, was und wie ich mich fühle...?


In dieser hier aber leider nicht. Da wird Vielfalt verteufelt und eifrig schubladisiert.
Und wenn irgendjemand daherkommt und erklärt, Homosexualität wäre genau so wertvoll wie Heterosexualität (was ja eigentlich selbstverständlich ist), dann wird daraus wiederum nur ein Dogma gemacht, und die Leute versuchen dann ihre Gesinnungskonformität unter Beweis zu stellen indem sie sich eifrigst für Homosexuelle engagieren. Und merken gar nicht dass sie damit nur ne neue Schublade aufgemacht haben, anstatt mal das Schubladisieren aufzugeben. :(

Sein zu lassen, eher.
 
Werbung:
Es geht sicher nicht nur um das Sexuelle, aber wenn dort nichts geht, dann ist es schon von Anfang an zum scheitern verurteilt.

Wer sagt das denn? Ich hatte über viele Jahre hinweg eine ganz wunderbare Liebesbeziehung mit einem Mann. Und keiner von uns beiden war irgendwie homosexuell.
Es ist bestimmt noch schöner wenn beides zusammenkommt - aber das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun.
 
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