Oh, doch das würde ich schon sagen - denn die Religion als Vorgabe von aussen ist das gleiche wie Kultur und Erziehung und dies ist das, was einen Menschen "böse" machen kann, wenn er zum Selbsthass erzogen wurde, weil ihm natürliches als "böse" bezeichnet wurde, dadurch entstehen die entsprechenden Gedanken und Taten. Es hat alles seine Daseinsberechtigung. Danke.
Liebe
@athanasis, bitte ... leg dieses Vorurteil ab, indem Du Dich fragst, wie Du zu so einem Bild über die Menschen der "Steinzeit" gekommen bist. Danke schön.
Vermutlich mag ich das Bild, das der Mensch an sich gut ist, nicht aufgeben.
Was ich aber sage, ist, das keiner besser ist, welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht auch immer. Und keiner aus dem heraus sich über andere stellen soll.
Glaube (wie auch ‘Liebe’*) ist essentiell, dringt tief in den Menschen ein und kann dadurch als Manipulationswerkzeug missbraucht werden. Wird missbraucht. Was wurde und wird nicht im Namen des Glaubens gemetzelt?
Das ‘Böse’ hat eine Daseinsberechtigung - da möchte ich erst ‘Nein!’ rufen! Ich wünsche mir eine ‘Heile Welt’; diese Welt empfinde ich als so bedrohlich, oder eher bedroht durch die Menschen. Mir fällt es schwer dabei zuzusehen, da mein Weltbild, oder mein Wunsch/Weltbild sich dagegen sträubt.
Mir ist klar, das ich das bin, meine Angst, die Angst um meine Kinder; und ich bin vielleicht nicht reif genug, diese Angst abzustreifen und mich darüber zu erheben. Es ist mein mitfühlen, mein dummes, kleines Herz, das naiv an diesem Wunsch festhält, dass alle gut haben.
Wahrscheinlich war die Steinzeit weitaus friedlicher und glücklicher als unsere ach so zivilisierte Welt. Es ist eine abgedroschene Redewendung, die auf der Idee unsere ach do sozialisierten und technisierten Überlegenheit basiert. Was ist in dieser kurzen Zeitspanne passiert, seit der es uns gibt?
Weil in allen Buch-Religionen die Spiritualität der Frauen, der Bezug zur Erde und zum Sternenhimmel negiert wurde. Wo sind die Mondpriesterinnen? Wo die Tempel der Venus? Wer weiss heute noch, dass das Wort "Koran" mit der griechischen Kore wie auch Corona verwandt ist, phonetisch sogar ein Anagramm: Kooran ... soll übersetzt angeblich "Prüfung" heissen, und "Islam" bedeutet "dem Frieden ergeben" - doch ein Frieden ist etwas bereits eingefriedetes, was anderes auszugrenzen versucht. Danke.
Wie könnte es ein "gegengöttliches Prinzip" geben, wenn das "Göttliche" das Ganze ist. Innerhalb des Ganzen gibt es "Gegenspieler", die für Ausgleich und Harmonie, ewiges Gleichgewicht durch Bewegung sorgen. Die Negierung oder Dämonisierung eines dieser Spielers ist das, was ich oben über das sogenannte "Böse" geschrieben habe. Polarität ist Leben ... Danke.
Gandhi hat zuhause seine Ehefrau geschlagen, und hat sich junge Mädchen ins Bett legen lassen, um von ihrer Lebensenergie aufzuladen. Gandhi ist damit ein Beispiel für den pervertierten Aggressionstrieb, wenn einer immer einen auf Frieden macht - das ist überhaupt nicht natürlich - Aggression ist wichtig, um sich überhaupt ernähren zu können, um sich zu verteidigen, den Körper wie die Würde und einfach übersetzt bedeutet aggressare einfach heranschreiten. So what. Frauen wurde das noch viel mehr aberzogen, aggressiv sein zu dürfen, doch die Re-Integration ist in vollem Gange ... wie schön. Danke.
*LOVE*
Freedoms just another word for nothing left to loose…
Die Buchreligionen basieren auf mündliche Überlieferung, die sich vermutlich über die Jahrhunderte dem Zeitgeist angepasst haben, und dem, der des Schreibens kundig war, und sie aufschrieb.
Und um ein patriarchalisches Weltbild zu zementieren und aufrechtzuerhalten, sind weibliche Gottheiten und Riten wohl nicht erwünscht gewesen.
Aber es ist beides, männlich und weiblich, nicht entweder oder. Es ist beides zusammen.
Und ich verstehe auch, was du über gut und böse schreibst (um bei dieser Terminologie zu bleiben), der Dualität, dem Ausgleich, dem Gleichgewicht der Kräfte. Aber ich wünsche mir dennoch ein bisschen weniger ‘böses’ und ein klein wenig mehr ‘gutes’.
Bedeutet selbstlose Liebe Selbstauflösung? sich dem Kräftegleichgewicht zu ergeben, ohne den Wunsch zu haben darin einzugreifen?