Spiritismus

Regina

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Auch auf die Gefahr hin nun von ursprünglichen Thema abzukommen, muss ich sagen, dass ich denke: es ist Angst.
Mündig zu werden, kann Angst machen, fragen zu stellen auch. Wenn man das Gefühl hat, das das woran man glaubt verletzt oder beschädigt oder beleidigt werden könnte, ist das ein ängstigender Gedanke, denn es macht einen schuldig.
Aber genau das lehrt dieser Glaube.
Da gibt es einen Gott der Angst macht,
weil er (Macht-)Ansprüche zeigt
und Bedürfnisse
und Forderungen
und Kämpfe führt
und offensichtlich etwas un-vollkommenes erschaffen hat.
Man muss das zuerst als etwas erkennen, dass Fragen aufwirft und die Neugierde oder die Wahrheitsliebe dieser Angst entgegenhalten.
Der Angst schuldig zu werden, weil man fragt oder Fragen zuläßt.
LG
 
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Namo

Guest
Regina.Svoboda schrieb:
Auch auf die Gefahr hin nun von ursprünglichen Thema abzukommen, muss ich sagen, dass ich denke: es ist Angst.
Mündig zu werden, kann Angst machen, fragen zu stellen auch. Wenn man das Gefühl hat, das das woran man glaubt verletzt oder beschädigt oder beleidigt werden könnte, ist das ein ängstigender Gedanke, denn es macht einen schuldig.
Aber genau das lehrt dieser Glaube.
Da gibt es einen Gott der Angst macht,
weil er (Macht-)Ansprüche zeigt
und Bedürfnisse
und Forderungen
und Kämpfe führt
und offensichtlich etwas un-vollkommenes erschaffen hat.
Man muss das zuerst als etwas erkennen, dass Fragen aufwirft und die Neugierde oder die Wahrheitsliebe dieser Angst entgegenhalten.
Der Angst schuldig zu werden, weil man fragt oder Fragen zuläßt.
LG
Liebe Regina,
es ist mir schon bewußt, daß es diese Angst ist, die die innere Seele schützen will und 'muß' vor den vermeintlich gottlosen Attacken auf das Selbst. Aber ich denke, wenn ein Mensch sich hier im Forum, in dem wir offen über alles sprechen können und wollen, das uns bewegt, als Schüler und Nachfolger von Jesus als Christ bekennt, wissend, was von diesem Mann alles in den Evangelien zitiert ist, dann nehme ich an, dass der Mensch auch die Kraft besitzt, das auch zu leisten.

Es sind ja gerade die 'knallharten Bedingungen', die Jesus in Gleichnissen den Menschen - unbarmherzig und unabdingbar - an den Kopf geworfen hat, die es deutlich machen sollen, daß niemand der Angst hat um seine Seele, sich ihr je bewußt werden kann.

Jesus hat einmal einem Wirt Geld gegeben, dass der einen kranken Samariter Herberge gibt, mir ist nicht bekannt, daß er sonst in irgend einer Weise dieser sozialen Welt diente. Und die Begebenheit, in denen das Helfen in den Evangelien dramatisiert wurde sind Gleichnisse oder Parabeln, wie z.B. das, in dem er einen Blinden 'sehend macht', was bedeutet, dass er ihn spirituell 'sehend' macht, die Sichtweise der unsterblichen Seele einzunehmen.

Ich denke, es ist wunderbar, das wir das hier im Forum frei diskutieren können (Hi Walter, Danke!) auch mit den Menschen die sich Christen nennen, in Frage stellen können, oder erkennen können, wenn wir es denn auch in der Sache tun.

Natürlich steht hinter allem, was Jesus so unbarmherzig parabelisierte die Liebe, - aber eben auch die Wahrheit, - und sie ist oft nicht so angenehm, wie die Liebe. Aber, wie es bei John gesagt ist, macht (nur) die Wahrheit frei, ohne das Anerkennen, der Wahrheit - und das ist die Wahrheit des eigene Selbst' in all seiner Unvolkommenheit, Mangelhaftigkeit und Widerspüchlichkeit so zu sehen wie es ist - ist die Liebe nur ein warmer, aber sehr dunkler Ort.

Ich denke, wenn Menschen die sich als Christen bezeichnen hier nur den Aspekt der Liebe lehren, und nicht bereit sind auch den Schmerz anzunehmen, der mit dem Erkennen des eigenen Selbst unabdingbar verbunden ist, dann wäre das bereits eine Erkenntnis, welche dem, der erkennt, es schmerzlich bewusst macht, dass er nur geliebt werden will aber nicht erkennen will. Aber niemand derer, die hier nur über die Liebe lehren, hat je gezeigt, das er auch - das, was wahr ist - erkennen will. (?)

Jene, die das noch lehrten, waren die Gnostiker. Sie sind von Christen verfolgt worden. Seitdem ist es dunkel in der Welt des Christentums. Ich denke wie Paolo, dass jene, die - hier - nicht bereit sind darüber in Dialogen (!) zu sprechen, müssen es auch ertragen, dass sie dann in Antworten konfrontiert werden mit der gesamten Lehre des Jesus und nicht nur mit der Liebe, so wunderbar sie auch ist.

Lieber Gruss

Namo
 
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