Sozialschmarotzer

Manche Aussagen finde ich hier sehr angriffslustig und in negativer Hinsicht auf die sogenannten Sozialschmarotzer.Halt emotional.Und wir reden hier schliesslich um ein Vielfaches und nicht um eine Person,da frage ich mich wo die Statistiken bleiben?
Zum Anderen finde ich,sollten wir das ja nun offenkundbare Problem des Nicht Arbeitenwollen nicht so kleinmachen,denn es ist ein grosses problem und beginnt ja heutzutage schon bei der Schulausbildung.
Und dann fehlen mir einfach noch gute Vorschlage,keine Strafen oder Sanktionen.Wo bleibt die Prevention?
Ich glaube nicht,das es noch so viel Schwarzarbeit gibt.Allerdings sehe ich in meinen Umkreis Einige die neben ihren Hauptjob wohlgemerkt angemeldet nebenher arbeiten.
Lg Beate
Hallo Beate,
warum sollte es nicht emotional sein? Diejenigen, die arbeiten gehen, zahlen dafür. Diejenigen, die arbeiten werden dafür bestraft, wir zahlen Steuern und Versicherungen und sparen uns einen Urlaub vom Mund ab. Diejenigen, die arbeiten bekommen lange nicht so viele Vergünstigungen (Kindergarten, Krippe, Eintritte in städtische Anlagen) wie diejenigen, die nicht arbeiten. Am Ende des Monats haben sie/wir weniger über, als die anderen - ist das gerecht? Soll ich da nicht emotional werden?
Noch einmal - es geht mir um die, die es ausnutzen und zu dem schwarz arbeiten gehen. Vorschläge habe ich gemacht: nicht für Dumpinglöhne arbeiten, Schwarzarbeit nicht unterstützen.
Ich kenne viele, die neben ihrem Vollzeitjob noch einen 400-€ Job haben, alles angemeldet, aber das geht irgendwann einmal an die Substanz.
Ich kenne auch einige, die neben der Sozialhilfe (oder wie immer das jetzt heißt) schwarz arbeiten, manche haben nicht nur einen Job nebenbei und das finde ich übel. Schuld sind auch die, die denen die Arbeit geben...
In Statistiken tauchen die meist nicht auf - wozu willst du eine Statistik? Die sind meist eh manipuliert und haben mit der Realität nicht viel zu tun.
Außerdem schaden diese Sozialschmarotzer denen, die wirklich bedürftig sind. Sie leben nicht nur auf Kosten der Arbeitenden sondern auch auf Kosten, derer, die ohne diese Hilfe nicht leben könnten. Und das macht mich extrem traurig und wütend.
Wir alle sind da gefragt. Wir müssen schauen aus welchen Betrieben/von welchen Firmen wir kaufen. Selber keine Schwarzarbeiter beschäftigen.
Eberesche
 
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Hallo Eberesche,naturlich kann da jeder emotional reagieren...
Ich bin mit Dir einer Meinung,was das Nebenherarbeiten angeht-das das an die Substanz irgendwann geht-ganz klar!
Aber,das wir so wenig verdienen-dafür können auch nicht die Sozialschmarotzer was-oder?Und so viele Vergünstigungen im Gegensatz zu den Arbeitenden gibt es lange nicht mehr.Ich sehe Menschen,die ihr halbes Leben gearbeitet haben und verzweifelt nach einen Job suchen-den sie nicht bekommen.Es gibt nicht mehr so viele Arbeitsplätze.Überall wird eingespart,in jeder Branche.Sicherlich giubt es auch diejenigen,die sich durch jede Behörde schlagen und genau wissen,was sie tun müssen-um an das Geld des Staates zu kommen.Leider liegt das auch-so meine ich an strukturellen Problemen,nähmlich das Sozialämter überfordert sind,teilweise auch die Mitarbeiter ausgebrannt sind.Es ist eine Zweiklassengesellschaft und der Egoismus ist das eines der Hauptmerkmale-meine Meinung.
Ich meine,das es nichts bringt Sanktionen oder Gelderkürzungen (was ja schon auch teilweise willkürlich passiert)den Menschen aufzubringen.Damit spalten wir das Volk und bringen es irgendwann selbst gegen uns auf.Vielmehr sollte überlegt werden,ob es strukturell und wirtschaftlich Veränderungen geben könnte.So wie es inmomment läuft,sind doch sehr viele unzufrieden.
Lg Beate
 
Hallo,

es läuft alles darauf hinaus, dass, die, die arbeiten, solange geschröpft werden bis sie genauso wenig haben wie die die niemals gearbeitet haben. Die Frage ist nur, wie geht es dann weiter, wenn das Geld alle ist?

Vielmehr sollte überlegt werden, ob es strukturell und wirtschaftlich Veränderungen geben könnte.
Wie könnten die aussehen?
 
Wie könnten die aussehen?

keine ahnung.

...vllt wirklich mal damit anfangen das zinssystem abzulösen?
...vllt streik ??
...

...grundeinkommen?
Viele Gründe sprechen für Grundgehalt
Wenn Kapitalisten ohne Arbeit vom Kapital leben können, warum sollten nicht auch alle anderen Anspruch auf ein arbeitsunabhängiges Einkommen haben? Ein Kongress in Wien diskutiert über die Idee des Grundeinkommens
www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2005/10/10/a0138

(...)

Schon im 18. Jahrhundert beschäftigten sich Vordenker wie Thomas Paine, einer der Gründerväter der USA, mit dem Thema.
Und spätestens der englische Philosoph Bertrand Russell lieferte die moralische Rechtfertigung für ein universelles Grundeinkommen.


(...)


Bleibt die Frage der Finanzierung.
Philipp van Parijs sieht den internationalen Emissionshandel als eine Möglichkeit, ein Grundeinkommen für alle zu sichern.
Die konkretesten Zahlen konnte Ralf Welter von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in Aachen vorlegen. Der gelernte Ökonom hat ausgerechnet, dass in Deutschland jede Person über 18 Jahre ein Einkommen von 636 Euro monatlich plus Wohngeld bekommen könne.
Neugeborenen stünden 292 Euro zu.
Dafür müssten lediglich 500 Milliarden Euro oder 20 Prozent des Bruttonationalprodukts umverteilt werden.

wegen schwarzarbeit:
Noch einmal - es geht mir um die, die es ausnutzen und zu dem schwarz arbeiten gehen.
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,536522,00.html
SPIEGEL ONLINE:
Aber es macht volkswirtschaftlich einen Unterschied, ob jemand sein Geld nach Liechtenstein schmuggelt oder schwarz arbeitet.


Schneider:
Einen enormen Unterschied.
Von dem Geld, etwa durch Schwarzarbeit verdient, werden zwei Drittel sofort wieder ausgegeben - für Urlaub, das Zweitauto, Nachhilfe.
Wer schwarz arbeitet, tut das nicht für sein Sparbuch, das Geld kommt dem Staat wieder zugute.
Deshalb kostet diese Art der Steuerhinterziehung den Staat letzten Endes nur die verhältnismäßig moderate Summe von 12 bis 15 Milliarden - obwohl die unmittelbare Wertschöpfung sich zunächst auf 340 Milliarden Euro summiert.


Vorschläge habe ich gemacht: nicht für Dumpinglöhne arbeiten,
...also..? bleibt ?...nicht arbeiten = streik.

gesundheitswesen = wirtschaftswesen?
vollständige gesundheit ist nicht wirtschaftlich.
mit vollbeschäftigung funktioniert der kapitalismus nicht.
wenn die arbeitsplätze knapp sind, ist die konkurrenz entsprechend.

behaupte ich mal - keine ahnung ob es so ist.
 
vergleich: gesundheitswesen = wirtschaftswesen?
vollständige gesundheit ist nicht wirtschaftlich - da wird die pharmaaktie xy nicht steigen und keine rendite einbringen ..., es sei denn durch mitarbeiterentlassungen und verlagerung von arbeitsplätzen ins ausland.

mit vollbeschäftigung/voller gesundheit funktioniert der kapitalismus nicht.
wenn die arbeitsplätze knapp sind, ist die konkurrenz entsprechend....und das ist natürlich gut für das geschäft.

behaupte ich mal so plakativ - keine ahnung ob es so ist.
 
Hätte ich in der Politik etwas zu sagen (hab ich aber nicht :weihna1) würde ich in meiner ersten "Amtshandlung" sofort alle Jobs, welche unter dem Pseudonym "Geringfügige Beschäftigung" angeboten werden, streichen! Denn sie schaden nicht nur dem Stellenangebot am Arbeitsmarkt, sondern auch den Menschen, welche in einem derartigen Arbeitsverhältnis stehen! Soviel ich weiss, sind Minder-Beschäftigte zwar kranken-jedoch nicht pensionsversichert, was sich spätestens bei Pensionsantritt verheerend auswirken kann!
 
Soviel ich weiss, sind Minder-Beschäftigte zwar kranken-jedoch nicht pensionsversichert, was sich spätestens bei Pensionsantritt verheerend auswirken kann!

wenn das "system" beibehalten wird wohl auf jedenfall...., naja..., und so weiter; auch hier kommt der hochmut vor dem fall.
brauch man nur mal die suchmaschine mit "altersarmut" zu füttern.
 
Hätte ich in der Politik etwas zu sagen (hab ich aber nicht :weihna1) würde ich in meiner ersten "Amtshandlung" sofort alle Jobs, welche unter dem Pseudonym "Geringfügige Beschäftigung" angeboten werden, streichen! Denn sie schaden nicht nur dem Stellenangebot am Arbeitsmarkt, sondern auch den Menschen, welche in einem derartigen Arbeitsverhältnis stehen! Soviel ich weiss, sind Minder-Beschäftigte zwar kranken-jedoch nicht pensionsversichert, was sich spätestens bei Pensionsantritt verheerend auswirken kann!
Da würde ich Dich unterstützen! :liebe1:
 
Hätte ich in der Politik etwas zu sagen (hab ich aber nicht :weihna1) würde ich in meiner ersten "Amtshandlung" sofort alle Jobs, welche unter dem Pseudonym "Geringfügige Beschäftigung" angeboten werden, streichen! Denn sie schaden nicht nur dem Stellenangebot am Arbeitsmarkt, sondern auch den Menschen, welche in einem derartigen Arbeitsverhältnis stehen! Soviel ich weiss, sind Minder-Beschäftigte zwar kranken-jedoch nicht pensionsversichert, was sich spätestens bei Pensionsantritt verheerend auswirken kann!

Eine Firma, die ihren Mitarbeitern weniger als 8€ die Stunde zahlt ist keine Firma sondern ein Bettelorden und gehört als solcher registriert.
 
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