Sinnfrage/Sterben eines Kindes

  • Ersteller Ersteller Zimtgeflüster
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Es ist keine spirituelle Frage, daß der Mensch erkennt, daß kein Kind Hunger haben soll. Spirituell weiß der Mensch das längst. Und wenn er sich sein Versagen nicht sehr deutlich macht und nicht schleunigst weiter und vermehrt dafür sorgt, daß im arabischen und im afrikanischen Raum Frieden einkehrt, jeder Mensch was zu essen hat und Bildung erhalten kann, um an der Weltwirtschaft teilzunehmen, dann geschehen weiterhin all diese Tragödien.

hhhmm, reicht da nicht auch nur einfach Akzeptanz, was hier wohl Mangelware scheint zu sein.

Oder via Hammer, wir haben es in Afrika zu akzeptieren und nicht hier zu lamentieren

was erdreisten sich hier einige
 
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Zimtgeflüster;4670675 schrieb:
Was, wenn ich mich in dem Modell eines christlichen Gottes bewege.
Nur nochmal zur Konkretisierung zum Eingangspost: wenn Du dich in der Welt eines christlichen Gottes befindest ist es Deine Pflicht, so gut wie Dir möglich daran mitzuwirken, das Sterben von Kindern weniger werden zu lassen und in der Zukunft zu verhindern. Das kann je nach Möglichkeit vom Beten ("Fürbitten" wären das dann), über Spenden, ehrenamtliche Arbeit in Entwicklungshilfeprojekten, bis hin zum Studium der Theologie gehen, um in Dritte-Welt-Ländern christliche Gemeinden mit ihren sozialen Einrichtungen zu leiten - von Armenküche über Wohn- und Arbeitsprojekte zur Gesundheitsversorgung - oder andersherum. Je nachdem, wer Du bist. Die grossen christlichen Kirchen bieten da in allen Bereichen Möglichkeiten an.

Das Christentum sucht heutzutage, glaube ich, was die grossen Konfessionen angeht, weniger spirituelle Erklärungen für weltliche Probleme. (Aber da hab ich bestimmt grad nen Brett vor dem Kopf und jemand wird mir diese Aussage wiederlegen - danke dann dafür.)
 
Das Christentum sucht heutzutage, glaube ich, was die grossen Konfessionen angeht, weniger spirituelle Erklärungen für weltliche Probleme. (Aber da hab ich bestimmt grad nen Brett vor dem Kopf und jemand wird mir diese Aussage wiederlegen - danke dann dafür.)

Och die Esoterik hier ist einfach ...... Vermehrungsrate eindämmen
 
Och die Esoterik hier ist einfach ...... Vermehrungsrate eindämmen
Aha. Ich hab den Thread nicht gelesen und mir fehlt die rechte Lust. Aufgrund der geschilderten Einstellung.

Wenngleich natürlich eine christliche Forderung der christlichen westlichen Kulturen die Aufklärung und die Empfängnisverhütung zu Recht ist. Und die christlichen Staaten tun das im Rahmen von Entwicklungshilfe.

Es ist halt die Frage, ob Entwicklungshilfe Sinn macht, wenn man eh die Einstellung hat, daß sich die Seele das ja ausgesucht hat und daher arm und reich auf der Erde natürlicherweise eben so verteilt ist.

Wir hatten das hier meines Schulwissens nach zur Zeit des Calvinismus, das wir so dachten: wir hier leben gottgefälliger und daher sind wir reicher. Wenig später dachte man übrigens: wir hier sind weiß, daher sind wir die echten Menschen. Und wieder später dachte man: wir hier sind Arier, wir sind Obermenschen.

Tja. Zu den obigen Gedanken komme ich leider, wenn ich mir den Zusammenhang "Schicksal" versuche im Zusammenhang mit Seelenwiedergeburt zu erklären. Es ist eine gute Basis für Herrenrassenlehren - siehe Indien. Keine gute Idee. Nicht umsonst ist die Swastika, das Symbol des Nationalsozialismus in Deutschland, ein indisches Symbol.
 
Wir hatten das hier meines Schulwissens nach zur Zeit des Calvinismus, das wir so dachten: wir hier leben gottgefälliger und daher sind wir reicher. Wenig später dachte man übrigens: wir hier sind weiß, daher sind wir die echten Menschen. Und wieder später dachte man: wir hier sind Arier, wir sind Obermenschen.

Das meinte ich, ich kenne dieses Gedankengut auch aus meiner Familiengeschichte heraus.

Daher hasse ich auch jede Beurteilung, denn es ist eine Verurteilung gleichzeitig, speziell gegenüber andere Länder, andere Sitten, da man weiß ...... aber bewusst verdrängt.

Ich hasse das. Kinder sind Kinder und jedes genauso viel wert, ob aus Bonzenkreisen, oder das afrikanische Kind aus dem Slum. Die Abartigkeit fängt da an, das eine abzutun und das andere zu hätscheln.
 
Hallo
Die Antworten eines Geistwesens auf die Frage : "Warum musste mein Kind schon sterben?" Zu lesen in dem Buch: "Brücken ins Jenseits"

"Sie mussten nicht sterben, sie durften sterben!"
"Sie mußten nur noch einmal Mensch werden!"
"Es war nur eine kurze Zeit nötig!"


"Es ist für Menschen sehr schwer zu verstehen,
aber der Mensch hat sein Karma.
Das Karma bestimmt sein Erdendasein,
nicht nur das Jetzige, nein, auch das Dasein was noch kommt, und das was war.
Es sind Schiksale die geschehen sind, die man erleben soll und muß.
Ein nicht erfülltes Karma sollte sich im nächsten Leben erfüllen.
Nicht nur soll, es auch will und es auch darf.
Es ist aber nicht immer ein Vergehen, dass man noch einmal erleben soll, Nein!
Man darf auch Erfahrungen sammeln, wenn man möchte.
Man hat dann ein kürzeres Leben,
weil man seine Erfahrungen hinter sich hat."


Wir Menschen fragen immer wieder"Warum mußte er, sie, es, sterben, sie waren noch so jung.
Das Sterben ist aber keine Strafe, wir dürfen sterben, weil wir unser Karma erledigt haben.
Nur dafür sind wir auf der Erde, und Kinder die früh sterben haben es nicht
nötig länger auf der Erde zu leben, ihnen steht das Himmelreich offen.
In Liebe Gida
 
Unser 2. Sohn starb mit 3 Monaten am plötzlichen Kindstod, es war damals das schlimmste Erlebnis, was ich hatte.
Heute weiß ich, dass er nur bei uns zu Besuch war, um unser Leben zu ändern. Ohne diese Erfahrung wäre ich heute nicht so, wie ich geworden bin.
Ich kann mich ohne Traurigkeit an die Zeit zurück erinnern. Heute bin ich ein sehr spiritueller Mensch und wär ohne mein Kind da wohl nicht hingekommen.
Ich bin dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten.

Imara
 
Zitat:Nur nochmal zur Konkretisierung zum Eingangspost: wenn Du dich in der Welt eines christlichen Gottes befindest ist es Deine Pflicht, so gut wie Dir möglich daran mitzuwirken, das Sterben von Kindern weniger werden zu lassen und in der Zukunft zu verhindern. Das kann je nach Möglichkeit vom Beten ("Fürbitten" wären das dann), über Spenden, ehrenamtliche Arbeit in Entwicklungshilfeprojekten, bis hin zum Studium der Theologie gehen, um in Dritte-Welt-Ländern christliche Gemeinden mit ihren sozialen Einrichtungen zu leiten - von Armenküche über Wohn- und Arbeitsprojekte zur Gesundheitsversorgung - oder andersherum. Je nachdem, wer Du bist. Die grossen christlichen Kirchen bieten da in allen Bereichen Möglichkeiten an.

Das Christentum sucht heutzutage, glaube ich, was die grossen Konfessionen angeht, weniger spirituelle Erklärungen für weltliche Probleme. (Aber da hab ich bestimmt grad nen Brett vor dem Kopf und jemand wird mir diese Aussage wiederlegen - danke dann dafür.)


Hallo Trixi

Grundsätzlich ist es in der Natur so, dass sich die Population so lange erhöht, bis irgendetwas auf sie einwirkt, dass sie reduziert. Weniger widerstandsfähige Jungtiere sind dann am häufigsten betroffen.

Prinzipiell kann das auch dem Menschen passieren und es geschieht auch tatsächlich.

Allerdings gibt es einige Möglichkeiten das durch den Intellekt zu vermeiden.
Auf der einen Seite können wir unter anderem die Erträge aus der Landwirtschaft steigern und Gesundheitssysteme verbessern (Kapazitäten schaffen). Verteilung gehört auch dazu. Auf der anderen Seite können wir aber auch bewusst dafür sorgen, dass nicht so viele Kinder geboren werden, dass die Kapazitäten überschritten werden.

Insofern denke ich aber, dass das Christentum da bestenfalls einen Bärendienst leistet, wenn sie sich in solchen Regionen engagieren, weil sie durch Verhütungs- und Abtreibungsverbot (auch wenn ich eher gegen Abtreibung bin, obwohl es erlaubt bleiben soll, ist eine Hungerproblematik ein klarer Grund dafür) und "Glorifizierung" des Kinderreichtums eine solche Situation noch weiter verschärfen. Das Christentum fördert das Sterben von Kindern indem es dafür sorgt, dass zu viele Kinder existieren, die nicht ernährt werden können.

Vernünftige Entwicklungs- und Bildungspolitik hingegen führt dazu, dass die Leute von selbst zu einer vernünftigeren Familienplanung übergehen.

LG PsiSnake
 
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Unser 2. Sohn starb mit 3 Monaten am plötzlichen Kindstod, es war damals das schlimmste Erlebnis, was ich hatte.
Heute weiß ich, dass er nur bei uns zu Besuch war, um unser Leben zu ändern. Ohne diese Erfahrung wäre ich heute nicht so, wie ich geworden bin.
Ich kann mich ohne Traurigkeit an die Zeit zurück erinnern. Heute bin ich ein sehr spiritueller Mensch und wär ohne mein Kind da wohl nicht hingekommen.
Ich bin dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten.

Imara
Danke Dir für dieses Posting, welches mich gerade sehr berührt.:umarmen:
Ich habe zwar kein Kind, aber vor Jahren meinen Liebsten verloren.
Daher kenne ich den Schmerz des Verlustes, & denke mir, daß der Schmerz durch den Du gegangen bist, wesentlich schwerer zu ertragen war.

Ich freue mich gerade sehr darüber, daß Du nicht an ihm zerbrochen bist,
sondern an Stärke gewonnen hast.

Du hast mein allerhöchsten Respekt.:umarmen:
 
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