Zitat:Nur nochmal zur Konkretisierung zum Eingangspost: wenn Du dich in der Welt eines christlichen Gottes befindest ist es Deine Pflicht, so gut wie Dir möglich daran mitzuwirken, das Sterben von Kindern weniger werden zu lassen und in der Zukunft zu verhindern. Das kann je nach Möglichkeit vom Beten ("Fürbitten" wären das dann), über Spenden, ehrenamtliche Arbeit in Entwicklungshilfeprojekten, bis hin zum Studium der Theologie gehen, um in Dritte-Welt-Ländern christliche Gemeinden mit ihren sozialen Einrichtungen zu leiten - von Armenküche über Wohn- und Arbeitsprojekte zur Gesundheitsversorgung - oder andersherum. Je nachdem, wer Du bist. Die grossen christlichen Kirchen bieten da in allen Bereichen Möglichkeiten an.
Das Christentum sucht heutzutage, glaube ich, was die grossen Konfessionen angeht, weniger spirituelle Erklärungen für weltliche Probleme. (Aber da hab ich bestimmt grad nen Brett vor dem Kopf und jemand wird mir diese Aussage wiederlegen - danke dann dafür.)
Hallo Trixi
Grundsätzlich ist es in der Natur so, dass sich die Population so lange erhöht, bis irgendetwas auf sie einwirkt, dass sie reduziert. Weniger widerstandsfähige Jungtiere sind dann am häufigsten betroffen.
Prinzipiell kann das auch dem Menschen passieren und es geschieht auch tatsächlich.
Allerdings gibt es einige Möglichkeiten das durch den Intellekt zu vermeiden.
Auf der einen Seite können wir unter anderem die Erträge aus der Landwirtschaft steigern und Gesundheitssysteme verbessern (Kapazitäten schaffen). Verteilung gehört auch dazu. Auf der anderen Seite können wir aber auch bewusst dafür sorgen, dass nicht so viele Kinder geboren werden, dass die Kapazitäten überschritten werden.
Insofern denke ich aber, dass das Christentum da bestenfalls einen Bärendienst leistet, wenn sie sich in solchen Regionen engagieren, weil sie durch Verhütungs- und Abtreibungsverbot (auch wenn ich eher gegen Abtreibung bin, obwohl es erlaubt bleiben soll, ist eine Hungerproblematik ein klarer Grund dafür) und "Glorifizierung" des Kinderreichtums eine solche Situation noch weiter verschärfen. Das Christentum fördert das Sterben von Kindern indem es dafür sorgt, dass zu viele Kinder existieren, die nicht ernährt werden können.
Vernünftige Entwicklungs- und Bildungspolitik hingegen führt dazu, dass die Leute von selbst zu einer vernünftigeren Familienplanung übergehen.
LG PsiSnake