Sexualmagie.

Werbung:
Tut mir Leid Peter, aber wenn das so ist, dann hast du ganz grundsätzlich da etwas einfach falsch verstanden.

Ja natürlich, das ist doch eh klar! - das sollte man vielleicht immer gleich mit in den Abspann aufnehmen...
Und es tut Dir auch nicht leid.

Dein Geschichtchen - nunja, es hat zwar nur wenig mit dem zu tun was ich geschrieben hab, schlüsselt aber in mehreren Zusammenhängen. Vom Stil erinnert es mich an verschiedene ähnliche Literatur, die in der ersten hälfte des letzten JH verbreitet war.

Tantra ist so ziemlich das Gegenteil davon sich klein zu machen,

Das mag ja auch irgendwo sein - aber was hier (und nicht in Tibet von vor hundert Jahren) an Schulen etc. verbreitet ist, bietet i.W. Zufluchtnahme an.
Das betrifft freilich nicht nur den Buddhismus, sondern ist bei anderen Schulen/Orden/etc sinngemäß nicht viel anders.

Viele Menschen sind gekommen, teils von sehr weit angereist, um im Rahmen der Feierlichkeit den Dalai Lama zu sehen und seinen Segen zu empfangen.

Das ist was ich sage: bei religiösen Celebrities gibt es einen Segen, bei den künstlerischen gibts halt Autogramme+Händedruck oder Küsschen. Wo ist der Unterschied?

Naja es herrscht also riesiger Betrieb, als dem schildernden reisenden eine Person auffällt, die völlig ohne Anteilnahme, ehr sogar mit spottendem Blick etwas Abseits sitzt und sich das Spektakel betrachtet.
Die Person ist an dem zerfledderten Zen (eine Art Umhang) klar als tibetischer Buddhist erkennbar, allerdings wirkt ehr schmutzig und trägt, ähnlich wie einige indische Yogis die langen zotteligen Haare zu einem Kneuel um bzw. auf dem Kopf.
[...]
Wie es der Zufall so will traf unser Reisender genau diesen Menschen, der da, so arrogant dagesessen hatte in der Gastwirtschaft wieder, in der auch dieser kurzzeitig Unterschlupf gefunden hatte, um sich "Mundvorräte" zusammenzusammeln und es ergab sich mittels Übersetzer ein Gespräch, in dem sich der komische Kauz sehr herablassend sowohl über die Menschen in der Menge, als auch über ihr Idol den Dalai Lama äußerte.

Alterius non sit, qui suus esse potest.

Sehr typisch, machte sich die Person selber klein, wenn sie etwas konkretes zu seiner Praxis gefragt worden ist, nachdem er sich so herablassend geäußert hatte, allerdings nicht ohne zweideutigen Unterton, der keine ZWeifel daran ließ, wie es zu verstehen gewesen ist. Der Spott beruht unter anderem auf fehlenden "magischen" Fähigkeiten, im Gegensatz zu NAropa.

Ah so, klar.

Es gibt sicher die sehr philosophischen aber auch kirchlichen, die sich in Niederwerfungen üben, für die entwickelteren Tantriker ist es aber so, dass man selber zu einem Gott werden müsse.

Ah so, klar. Das lehren freilich eher wenige Schulen. :biss:

Das ist auch so ein Punkt, der wieder keine Frage für dich wäre, wenn du dich dem mal praktisch nähern würdest.

Ja, nur wenn ich frage, wie man sich dem praktisch nähern soll, dann heisst es, durch Niederwerfungen.

sexuelle Übungen

Derlei Schlüpfrigkeiten interessieren mich nun eher nicht.

, in denen man sich selber als eine Gottheit sieht, die Partnerin übrigens ebenso.

Ich dachte das geht allen Leuten so, wenn sie Sex haben.
 
Ja, nur wenn ich frage, wie man sich dem praktisch nähern soll, dann heisst es, durch Niederwerfungen.

Derlei Schlüpfrigkeiten interessieren mich nun eher nicht.

Ich dachte das geht allen Leuten so, wenn sie Sex haben.

Soweit mir bekannt ist, geht es bei Tantra darum, den Geschlechtsakt zum Aufbau von Energie zu benutzen, den Höhepunkt so lange hinauszuzögern, bis der höchste Energielevel erreicht ist und dann gemeinsam loszulassen, um geistig-seelisch eine Vereinigung auf der höchsten Stufe zu erlangen (analog zur Chymischen Hochzeit).

Genauso funktioniert auch Sexualmagie, nur halt mit anderen Zielen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, nur wenn ich frage, wie man sich dem praktisch nähern soll, dann heisst es, durch Niederwerfungen.

Durch das ständige Niederwerfen wird die Birne weich, ähhh, ich meine durch das Niederwerfen entsteht eine wunde Stelle an der Stirn an deren Aussehen einige Lamas den Entwicklungsstand des sich Niederwerfenden ablesen können wollen.:D Ohne Mist.

Wo hast du das denn her, also wer oder in welchem Zusammenhang wurde dir das denn geraten?
 
Das ist was ich sage: bei religiösen Celebrities gibt es einen Segen, bei den künstlerischen gibts halt Autogramme+Händedruck oder Küsschen. Wo ist der Unterschied?
Idealerweise in der spirituellen Verwirklichung natürlich bzw. Verwirklichung der Kenntnis davon, wie die Dinge wirklich sind :rolleyes:
Künstler arbeiten zwar teilweise auch mit sexueller Energie, aber in den wenigsten Fällen haben sie irgendeine Ahnung davon, warum und wie das funktioniert, was sie tun, und was genau sie eigentlich tun.
Sage ich mal ganz direkt und ehrlich so, obwohl ich ein Mensch bin, der mit Musik selbst ziemlich viel arbeitet, weil mir das einfach liegt, und durchaus auch weiß, dass man damit so Einiges erreichen kann, ohne groß darüber nachzudenken (einfach, weil das Ganze gewissen Regeln unterliegt, die so zuverlässig sind wie das mit der Schwerkraft in der Physik).

Lieben Gruß
 
Durch das ständige Niederwerfen wird die Birne weich, ähhh, ich meine durch das Niederwerfen entsteht eine wunde Stelle an der Stirn an deren Aussehen einige Lamas den Entwicklungsstand des sich Niederwerfenden ablesen können wollen. :D

Aye, das macht Sinn. :D

Wo hast du das denn her, also wer oder in welchem Zusammenhang wurde dir das denn geraten?

Na, das ist ja wohl die falsche Frage! Frag doch mal, wo läuft was anderes. Und jetzt häng dich nicht wörtlich an diesen "Niederwerfungen" auf, sonder guck dir die Strukturen an, nach dem eine spiri. Gruppe funktioniert.

Anyway, erstmal was konkretes aus der Tantra-Ecke:
Meine Fehler sind so groß wie ein Berg, aber ich verberge sie in mir
Die Fehler anderer sind si winzig wie ein Sesamsamen, aber ich verkünde und verdamme sie
Ich rühme mich meiner Tigenden, obwphl ich nicht einmal ein paar habe.
Ich nenne mich selbst einen Dharmapraktizierenden und praktiziere nur Nichtdharma.
Guru, denk an mich, blicke schnell mit Mitgefühl auf mich.
Gewähre deinen Segen, so dass ich meine Selbstsucht und meinen Stolz bezwingen.


Das ist eine Strophe aus einer, hm, Litanei - das geht über viele Seiten in dem Stil weiter, indem es sich allen Facetten negativer Charaktereigenschaften und potentieller Anhaftungen widmet (gefunden bei Chögyam Trungpa, "Die Magie des Tantra").
Das ist es, was ich "Niederwerfungen" nenne.

Allerdings: es liegt m.E. ein sehr valider Sinn in diesen "Niederwerfungen" - sie sind als Meditation wichtig und brauchbar! Nämlich insoweit, wie ich den "Guru" als eine höhere Instanz in mir selber erkenne.
Das Problem entsteht da, wo der Guru zu einer real existierenden Person, einem Lehrer/Lama/Meister wird. Denn dann entsteht eine Abhängigkeitsstruktur und Hierarchie.

Genau das haben wir nun aber in praktisch allen religiösen bzw. spirituellen Institutionen und Gruppen - auch in denen die behaupten dass sie es nicht haben: wir finden haufenweise "Anhänger", die sich selber als m.o.w. unwürdig ansehen. (Das gleiche haben wir auch hier im Forum - Leute, die irgendwie in Spiri machen und irgendetwas praktizieren, aber nicht aus eigenem Wissen heraus, sondern gemäß den Regeln irgendeiner Lehre.)
Sogar in den (heutzutage modernen) "linkshändigen" Gruppen und Orgs findet man i.W. Leute, die nach jemandem suchen der ihnen sagt was sie tun (und denken!) sollen.

Und jetzt kommst Du daher und erzählst was von "dass man selber zu einem Gott werden müsse". Ja. Das ist bekannt - und von da kommt man dann auch auf spannendes (und gefährliches) Terrain.
Das hat auch nicht was mit "Tantra" zu tun - vorsichtige Hinweise findest du sogar in der Bibel: Wer an mich glaubt, wird die dinge tun die ich tue und größere als diese.
(Mich wundert ja, dass das Konzil zu sauerkohl damals das nicht rauszensiert hat. Wahrscheinlich haben sie's nicht verstanden.)

Nur ist das halt ein Thema, was sich hier kaum tauglich diskutieren läßt, weil man da ständig zwischen Skylla und Charybdis herumnavigiert.
 
Zu der Abhängigkeit:

Es ist, sollte eigentlich im Tantra so sein, dass ein Lehrer eine Aufgabe stellt, aber nicht das Ergebnis vorwegnimmt. Das Ergebnis bringt man als Schüler und determiniert so in gewisser Weise das weitere Vorgehen. In dem Sinne gibt es tatsächlich keine falschen Ergebnisse, sondern Ergebnisse, die zu unterschiedlichen Konsequenzen führen.

Man "braucht" eigentlich einen Lehrer, weil der einen (Lehr)Plan hat.

Dem von dir zitierten Text entnehme ich, dass man sich um die eigene spirituelle Praxis kümmern solle.
Persönlich würde ich es bevorzugen zu meditieren, als die eigenen Unzulänglichkeiten zu besingen.
Wenn man aber bedenkt, dass ein Buddhist (wörtlich zu verstehen) Zuflucht in der Lehre nehmen sollte, und dass konkrete Lehren auf einer Linie fußen, die weit in die Vergangenheit reicht ist der Text schon verständlich bzw. für mich nicht als Unterwürfigkeit zu verstehen, sondern als Sehnsucht.
 
Soweit mir bekannt ist, geht es bei Tantra darum, den Geschlechtsakt zum Aufbau von Energie zu benutzen, den Höhepunkt so lange hinauszuzögern, bis der höchste Energielevel erreicht ist

Na, das wird aber ein arges Problem, wenn es doch heisst, dass Sex maximal acht Minuten brauchen darf, "damit die Frau es schnell hinter sich hat".

und dann gemeinsam loszulassen, um geistig-seelisch eine Vereinigung auf der höchsten Stufe zu erlangen (analog zur Chymischen Hochzeit).

Möglicherweise wäre es ja sinnvoll, das ganze sexualmagische Gedöns und seine spirituell-ideellen Aufwertungen und Überhöhungen hintanzustellen und einfach mal zu schauen, was denn eine gesunde, lustvolle Vorstellung von Sexualität an sich sein könnte.

Genauso funktioniert auch Sexualmagie, nur halt mit anderen Zielen.

Was es mit den "anderen Zielen" auf sich hat, erkennt man normalerweise auf einer Ebene der Erkenntnis, wo man sieht wo "das Böse" tatsächlich herkommt.
 
Soweit mir bekannt ist, geht es bei Tantra darum, den Geschlechtsakt zum Aufbau von Energie zu benutzen, den Höhepunkt so lange hinauszuzögern, bis der höchste Energielevel erreicht ist

Hab mal gelesen, dass es darum gehen „soll“ diese Energie anschließend „umzuwandeln“ (allerdings nicht wie bei „Sex-Magick“ in Materie, nen Porsche oder so :D).

Einige Praktizierende erfahren dies wohl „wirklich“ so, zumindest als ihre subjektive Realität.
ÜBER TANTRA

Tantra ist eine Meditationstechnik, die vor mehr als zweitausend Jahren von buddhistischen Mönchen in Tibet entwickelt wurde. Die Tantriker haben entdeckt, daß Sexualität und Spiritualität die >>beiden Seiten derselben Energie<< sind, daß mithin die sexuelle Kraft des Menschen für den inneren Transformationsprozess genutzt werden kann. Der Transformator dieses Energieverfeinerungsprozesses ist der Geschlechtsakt.
Swami Satyananda
Quelle: Tantra, Die höchste Einsicht, Osho
 
Werbung:
Idealerweise in der spirituellen Verwirklichung natürlich bzw. Verwirklichung der Kenntnis davon, wie die Dinge wirklich sind :rolleyes:

Ach ja, wirklich? Dafür taugt ein Segen? Ich hätte jetzt eher gedacht, da ist überhaupt kein Unterschied...

Künstler arbeiten zwar teilweise auch mit sexueller Energie

Na, das wäre mir aber gänzlich neu! Davon hab ich noch nix gemerkt (mit einer Ausnahme, wo mir nicht ganz klar ist was da abgeht.)

aber in den wenigsten Fällen haben sie irgendeine Ahnung davon, warum und wie das funktioniert, was sie tun, und was genau sie eigentlich tun.

Hm...
 
Zurück
Oben