Hi Lotusz!
Lieber Lotusz, diese Aussage von Dir finde ich sehr interessant und für mich beinhaltet sie einen Knackpunkt.

Denn wenn ich nicht regelmäßig masturbiere oder eine regelmäßige Sexualität übe, kommt es zur
Pollution, d.h. zum automatischen, nächtlichen Samenerguss.
Als ich Teenager war fing ich an mit meinem Körper ein wenig zu experimentieren, was für diese Zeit sicherlich normal ist... Ich habe versucht über lange Zeiträume (3 Monate - 6 Monate) enthaltsam zu leben, wobei ich dann immer wieder in unregelmäßigen Abständen mit Pollutionen konfrontiert war. In dieser Zeit redete ich mir ein, daß Sexualität etwas "Schmutziges" sei. (Übrigens: der Ausdruck "Pollution" bedeutet "Be/Verschmutzung".) Bis mir dann irgendwann klar wurde, als ich mich näher mit Medizin beschäftigte, daß Pollutionen daher rührten, weil die Hoden beim Mann unablässig Spermien produzieren, die irgendwann nach draußen "müssen".
Das konnte aber nur bedeuten, daß
Sexualität etwas ganz Natürliches und nicht etwa "Schmutziges" sein konnte. Eine Unterdrückung der Sexualität führt erst zu Problemen wie Schuldgefühlen, Komplexen, Pollutionen, u.ä. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Unterdrückung der Sexualität religiös motiviert ist oder nicht. (s. Zölibat, Enthaltsamkeit...)
Die großen Religionen (Buddhismus, Christentum, Islam, etc.) wie wir sie heute kennen, haben zumindest eines gemeinsam. Sie entstanden in einer Zeit, wo es noch keine "moderne" Medizin gab, die die biologischen Zusammenhänge im Körper näher erklären konnte. Im Mittelalter glaubte man z.B., daß sich im Skrotum des Mannes viele, viele winzigkleine Menschen aufhalten, die im Körper der Frau nur hernawachsen müßten, um einen neuen Menschen entstehen zu lassen. Masturbation hätte bedeutet "Völkermord" zu begehen.
Liebe Grüße

Toffifee