Sehe ich anders. Unsere Welt ist mittlerweile so globalisiert, dass ein "Kulturraum" in der Hinsicht kaum eine Rolle spielt.
Wenn du dir die Wirkungen auf der Welt anschaust, so besteht mittlerweile schon seit Langem eine Massenverzauberung und nicht wenige Superreiche bedienen sich der Magie im großen Ausmaß, von der fast jeder Mensch betroffen ist.
Es ist ein großer Unterschied, eingebettet in der eigenen Kultur zu zaubern, wo sich jeder dieser Ebene gewahr ist, oder auch nur außerhalb überhaupt in einer menschenleeren Weite. Es zaubert sich in Island ganz andere als in Berlin und der westliche Geist lässt in Indien Phänomene auf sich wirken, die er bei uns nicht so schnell erlebt. Faszinierende Beispiele liefert ja der eine oder andere Ethnologe, der dann nicht mehr so Wissenschaftlich ist, wie er mal war, wenn er irgendwo mal richtig kulturell eingetaucht ist. Klar kenne ich auch Einzelfälle, hatte ja mal das Beispiel eines Freundes aus Togo beschrieben, der von mir Hilfe wollte, weil seine Sippe sich zauberhaft dezimierte. Das war dann aber auch der einzige Fall, wo es richtig zur Sache ging.
Trotzdem bleibe ich dabei, es funzt bei weitem nicht so und es hat nicht diese Einspitzigkeit, wie im gewohnten Feld. Tauche mal in einer wirklich fremden Kultur, wo Zauberei Gang und Gebe ist ne Weile ein, dann verstehst Du was ich meine/den Unterschied.
Das was bei uns zugenommen hat ist der Beschiss und ne Grundangst vor dem Fremdartigen. So Typen haben deswegen nen gewissen Placeboeffekt. Wer aussieht wie ein „Zigeuner“ kann auch aus der Hand lesen oder beherrscht den bösen Blick.
Der Kram funktioniert sogar unter „Kollegen“ Aufgrund eines Schmuckstücks kann man mich einer umstrittenen Gemeinschaft zuordnen, aber muss ich deswegen zaubern können oder ein böser Junge sein? Immerhin ist das Tepaphon von uns

Nö, bin ja vielleicht frischaufgenommen o. Ä.
Also, es hilft schon, wirklich eingebettet zu sein, ansonsten ists nur / meistens Schlicht die Angst, die wirkt.