Es ist unglaublich. Ich sitze in einem Restaurant mit einer guten Freundin und sippe an meinem Weißwein. Gucke aus dem Fenster und sehe eine Kopie von meinem SV. Er sah haargenau aus wie er. Ich dachte, mich trifft der Schlag, weil der Mann total fertig und betrunken aussah. Ich stand auf und näherte mich der Scheibe, um sicher zu sein, dass er es nicht ist, denn so möchte ich ihn nie erleben. Er war es Gott sei dank nicht.
Leute, es braucht echt Zeit, bis ich über diese Sache hinweg bin. Ich rede mir ein, dass es mich auch noch gibt.
Wer ist dieser Mann? Ein Guru? Warum behauptet er, er hätte mir erst gezeigt, was Liebe ist? Ich spüre keine Liebe. Ich spüre aber eine tiefe Verbundenheit zu allem, was lebt und mich umgibt. Und jetzt, wo alles perfekt ist, fehlt er. Ich fühle mich wohl. Aber mir ist wieder kalt. Und diese Kälte kommt von innen. Und ich habe Schmerzen.
Es ist eine kalte, einsame Zeit. Ich fülle sie mit mehr oder weniger sinnvollem Zeug. Und dieser Mann, und ich habe Männer nie wirklich gemocht, dieser Mann fehlt mir irrsinnig. Er ist der Einzige, der je wirklich offen zu mir war und mir jede Wahrheit, die ihm in den Sinn kam, direkt an den Kopf geworfen hat. Auch wenn es oft verletzend war, denn er flucht manchmal erbärmlich, naja. Wenn man weiß, woher er genau kommt, ist das kein Wunder... Scheiße, er fehlt mir. Und es ist spät. Ich hatte ansonsten einen traumhaften Abend mit einer Freundin. Habe dann noch eine DVD geguckt. Und irgendwie merke ich: Ich bin wieder in dem Film. Nämlich in dem Film, dass ich mir doch Hoffnungen mache. Und Hoffnung, das las ich neulich in einem Buch von Deepak Chopfra, ist das Schlimmste, was es gibt. Denn Hoffnung ist irrational.
Hui. Jetzt bin ich aber fertig. Habe heut kein Tagebuch geschrieben, stattdessen mal frei raus hier ins Forum.
LG
Schama...