Schießerei in München

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Jeder darf lernen, fleißig sein, sich hoch arbeiten. Oder eben das Motto "immer andere sind schuld" bevorzugen. Nennt sich Eigenverantwortung. Und gilt auch für Hartz IV Empfänger. Ich habe da kein Verständnis für, wenn deshalb jemand austickt, weil die Gesellschaft einem jungen Mann nicht den roten Teppich ausrollt.

Dazu will ich aber sagen, dass Amokläufer in Deutschland bisher oft aus guten Verhältnissen kamen.

Aber müssen sehen, ob das hier überhaupt einer war. Ist nicht unwahrscheinlich.
 
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Ist wohl alles vorbei. Jetzt beginnt die Kleinarbeit, um die Hintergründe zu durchleuchten.

In Berlin prüften die Sicherheitsbehörden, ob es Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Hauptstadt gibt. Die Lage in München werde fortlaufend beobachtet, erklärte Innensenator Frank Henkel (CDU). Er sprach von „albtraumhaften Nachrichten“ aus München. Er habe seinem bayerischen Amtskollegen jede erdenkliche Hilfe aus Berlin angeboten. „Wir sind jetzt alle Münchner“, erklärte der Senator.
http://www.faz.net/aktuell/politik/...verteidigung-der-sicherheit-tun-14353770.html

Nicht schon wieder "Wir sind...". Und Schützehilfe aus Berlin brauchen die Bayern ganz bestimmt nicht. Berlin sollte erst mal seine eigenen Sicherheitsprobleme lösen, da ist so einiges zu tun.
 
Sagst so was auch den Angehörigen der Todesopfer ins Gesicht?


Was soll diese Frage? Wer nicht weiss, dass das Leben aus solch unvorhergesehenen Dingen besteht, geht mit geschlossenen Augen durch das Leben. Jeden Tag passieren die schlimmsten Sachen und manchmal ist man selber betroffen. Du weisst nie, was in der nächsten Minute Dir passieren wird. Warum sollte ich das den Angehörigen sagen? Das wäre pietätlos. Ich drücke einem Trauernden mein Beileid aus.
 
Dazu will ich aber sagen, dass Amokläufer in Deutschland bisher oft aus guten Verhältnissen kamen.

Aber müssen sehen, ob das hier überhaupt einer war. Ist nicht unwahrscheinlich.
Ist ein wenig OT aber schau dir an welche Eltern Hitler hatte: einen ihn gnadenlos antreibenden und strafenden Vater und eine coabhängige Mutter, die versuchte die Härte und Gnadenlosigkeit des Vaters auszugleichen. Der Sohn konnte es keinem der Eltern Recht machen. Auf der Suche nach der eigenen Identität entwickelte er eine oberflächlich schützende und starke und darunter zutiefst menschenverachtende Persönlichkeit. Ich glaube solche Menschen sind dann die zukünftigen Amokläufer oder Diktatoren.
 
Dazu will ich aber sagen, dass Amokläufer in Deutschland bisher oft aus guten Verhältnissen kamen.

Aber müssen sehen, ob das hier überhaupt einer war. Ist nicht unwahrscheinlich.

Es gab bei Amokläufen bisher eine Art Muster das wahrscheinlich nicht immer zutraf aber zu oft vorkam als das es derart ignoriert werden sollte wie es das wurde: Psychopharmaka/Antidepressiva

Es wird ja noch rauskommen ob der junge Mann tatsächlich in (psychologischer) Behandlung war oder nicht und ob er medikamentös behandelt wurde. Aber das würde mich echt nicht mehr wundern weil es so verdammt häufig vorkam und es gibt Medikamente, die bei einigen Menschen wirklich extreme Nebenwirkungen haben können. In den USA sind ja nicht nur sehr viele Kids Amok gelaufen sondern was noch viel häufiger vorkommt sind Selbstmorde. Und es betrifft v.a. auch Veteranen. Da ist z.B. erweiterter Suizid, also dass sie die Familie mit umbringen, sehr oft vorgekommen.

Insgesamt hat sich das jedenfalls gehäuft. Amokläufe sind mehr geworden, v.a. in den USA. Und dann kam immer wieder, zumindest überdurchschnittlich oft heraus, dass die Typen medikamentös behandelt wurden.


Amok: Der ausschlaggebende Auslöser Antidepressiva?
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45869/1.html
 
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Jeder darf lernen, fleißig sein, sich hoch arbeiten. Oder eben das Motto "immer andere sind schuld" bevorzugen. Nennt sich Eigenverantwortung. Und gilt auch für Hartz IV Empfänger. Ich habe da kein Verständnis für, wenn deshalb jemand austickt, weil die Gesellschaft einem jungen Mann nicht den roten Teppich ausrollt.

Es geht nicht um den roten Teppich sondern, und das ist sicher in der BRD nicht anders als hier, dass Gelder für Erziehung und psychische Betreuung seit langem konsequent gestrichen werden.

Das, gepaart mit dem steigenden Druck in der Gesellschaft durch Einsparmassnahmen, aber auch durch die republikanische Flüchtlingspolitik*, dem Rechtsruck in der Bevölkerung, uvm - soll und kann nichts erklären.
Ich finde es nach wie vor zum Kotzen, dass sich so ein Sack das Recht herausnimmt wegen irgendwelcher Synapseneinbahnstrassen 9 Leuten das Leben zu nehmen.

Aber es sollte nicht dazu benutzt werden, die persönlichen Grundrechte durch Überwachung einzuschränken, es Menschen in der Not erschweren bis unmöglich machen, in der Republik Zuflucht zu finden, und Pegida und Co in die Hände zu spielen,. And die Wahl nächstes Jahr** will ich garnicht denken...



* Flüchtlinge aufzunehmen finde ich persönlich aus humanitären Gründen notwendig
** und auch in Frankreich; Hollande hat ja schon lauthals das böse T-Wort ins Horn getutet...

edit: Satzbau umgestellt
 
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