Anevay
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Ich glaube das hängt sehr stark mit Faktoren wie Resilienz und Frustrationstoleranz zusammen. Menschen, die sich ihren Gefühlen ausgeliefert fühlen. Denen es an der Fähigkeit mangelt zu differenzieren.Natürlich wird das nicht der einzige Faktor sein. Sie müssen ja schon Probleme haben damit sie überhaupt Antidepressiva brauchen/nehmen.
Aber es wird sowieso niemals nur ein Faktor sein, genau wie es ja bei normalen Problemen auch nie nur ein Aspekt ist. Ich denke, dass die Prinzipien immer gleich bleiben sondern dass es die Intensität ist die den Unterschied macht.
Ich glaube dass es die allermeisten Menschen kennen dass sie auch mal gewalttätige Gedanken im Kopf haben, also echte Wut auf irgendjemanden. Junge Menschen vermutlich häufiger als Erwachsene. Also etwa auf Lehrer oder was auch immer. Ich kann mich bei mir gut daran erinnern dass ich oft sehr wütend war. Aber ich habe natürlich noch nie jemandem etwas angetan. Die Frage ist aber: Wenn die Wut die ich hatte einfach nur viel extremer geworden wäre - wer weiß? Das was in jedem ab und zu mal vorgeht ist vom Prinzip wahrscheinlich nicht ganz anders als das was auch in Amokläufern vor sich geht - also Gedanken die ständig um etwas bestimmtes kreisen usw., etwa "Rachefantasien" etc. Und ich glaube, dass das nur stärker sein müsste das jemand der als normal gilt und sich normal verhält und nichts tut zu einem Psycho wird der z.B. Amok läuft.
Und das sind Fähigkeiten, die bereits im Menschen angelegt sind. Nachlernen, damit die Gehirnstrukturen sich verändern ist sicherlich möglich, aber für die Betroffenen ein sehr mühsamer Prozess. Einfach weil es ein innerer Prozess ist und nichts, was von Außen hinein gegeben werden kann.