Schießerei in München

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Ich denke, es sind eigentlich immer Menschen die sich v.a. gedemütigt fühlen. Das ist ein roter Faden m.A.n. und es betrifft sowohl Kids die in Schulen Amok laufen weil sie gemobbt wurden oder zumindest nie wirklich dazu gehörten und es betrifft ja auch Terroristen, denn Muslime in den Ländern des nahen Ostens können sich ja ebenfalls nur gedemütigt fühlen.

Und natürlich kann sich grundlegend eh jeder gedemütigt fühlen und das muss absolut gar nichts mit Geld zu tun haben. Aber ich denke, es ist nicht unbedeutend das er erwähnt bzw. sich damit fast zu rechtfertigen scheint, dass er ein Hartz4-Kind sei. Das reicht natürlich nicht als Motiv, aber er sagt es ja nicht weil es bedeutungslos ist.

Falls diese Theorie/Spekulation stimmt, dann gehts natürlich nicht nur um Hartz4, aber gerade das ist ja oft wie eine Überschrift für weitere Missstände. Anders gesagt: Falls es so ist muss er nicht viele Worte machen bzw. tiefere Erklärungen bringen.

Übrigens gibt es eine Stelle die mir vorher nicht auffiel. Er sagt zudem noch er sei in Behandlung gewesen (kurz nach der 50ten Sekunde). Und der andere, der Mann der ihn beschimpft, versteht das auch so und sagt dann etwas von "ja...*unverständlich* Psychiatrie!".


Edit: Der andere sagt "Ja, Behandlung. Du gehörst in die Psychiatrie!"

Dieses "Scheiss Kanaken"... kommt aber nicht von dem Typen auf dem Dach? Er antwortet dann darauf, er sei Deutscher und hier geboren?

Dann hört man Schüsse fallen, der Typ ist kurz nicht zu sehen, dann kommt er wieder vor und ist immer noch auf dem Dach. Waren das jetzt Schüsse von ihm oder welche vom Einkaufszentrum unten? Sprich doch zwei Täter?

Im Mcdonalds wurden Kinder erschossen, da heisst es, der Typ hätte "alahuakbar" ausgerufen.

Ist dies der Täter vom Dach?

Oder gabs jetzt doch mehrere?
 
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And die Wahl nächstes Jahr** will ich garnicht denken...
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War zwar ein muslimischer Migrant.

Muss aber zur Zeit noch sagen, dass wir nicht wissen, ob es Terror war.

Immerhin war er als Iraner wohl Schiit.

Er sprach auch davon in Behandlung gewesen zu sein auf dem Video.

Irgendeine psychische Störung wäre kein Grund, diesen Angriff als Terror einzuordnen.

Natürlich ist diese Bevölkerungspolitik weiter falsch, ein Amokläufer ohne weitere ideologische Motivation würde dabei dann allerdings keine Rolle spielen.

Es ist aber weiter auch Terror denkbar.


Für mich gibt es unterschiedliche Arten von Terror:

1. Glasklare Terroranschläge die tatsächlich eine politische Motivation haben.

2. Psychisch Kranke, die ihre Gewaltfantasien sozusagen "oben drauf setzen". Da ist die jeweilige Ideologie dann m.A.n. etwas das sie finden und psychologisch benutzen. Und das wäre dann vermutlich auch ziemlich willkürlich.


Breivik z.B. fällt m.A.n. unter 2tens, auch wenn er nicht als psychisch krank eingestuft wurde. Der Typ hat ja v.a. sich selbst inszeniert, war unglaublich eitel, hat Allmachtsfantasien ausgelebt usw.

Und auch der Axt-Täter und Nizza - das sind für mich keine echten Terroranschläge. Ich glaube dass das psychisch Kranke waren deren Störung die Ursache war dass sie ausflippten und Islamismus wird dann psychologisch sozusagen als Vehikel benutzt.
 
Es gab bei Amokläufen bisher eine Art Muster das wahrscheinlich nicht immer zutraf aber zu oft vorkam als das es derart ignoriert werden sollte wie es das wurde: Psychopharmaka/Antidepressiva

Es wird ja noch rauskommen ob der junge Mann tatsächlich in (psychologischer) Behandlung war oder nicht und ob er medikamentös behandelt wurde. Aber das würde mich echt nicht mehr wundern weil es so verdammt häufig vorkam und es gibt Medikamente, die bei einigen Menschen wirklich extreme Nebenwirkungen haben können. In den USA sind ja nicht nur sehr viele Kids Amok gelaufen sondern was noch viel häufiger vorkommt sind Selbstmorde. Und es betrifft v.a. auch Veteranen. Da ist z.B. erweiterter Suizid, also dass sie die Familie mit umbringen, sehr oft vorgekommen.

Insgesamt hat sich das jedenfalls gehäuft. Amokläufe sind mehr geworden, v.a. in den USA. Und dann kam immer wieder, zumindest überdurchschnittlich oft heraus, dass die Typen medikamentös behandelt wurden.


Amok: Der ausschlaggebende Auslöser Antidepressiva?
http://www.heise.de/tp/artikel/45/45869/1.html
Das bestimmte Antidepressiva Menschen aggressiv werden lassen, ist seit längerem bekannt. Ich glaube dennoch, dass die bedtehende Persönlichkeit wesentlich darüber entscheidet, wie sich das zeigt. Ohne bereits bestehenden Hass auf Menschen und die Gewaltbereitschaft werden AD keinen Amokläufer "produzieren".
 
Dieses "Scheiss Kanaken"... kommt aber nicht von dem Typen auf dem Dach? Er antwortet dann darauf, er sei Deutscher und hier geboren?

Dann hört man Schüsse fallen, der Typ ist kurz nicht zu sehen, dann kommt er wieder vor und ist immer noch auf dem Dach. Waren das jetzt Schüsse von ihm oder welche vom Einkaufszentrum unten? Sprich doch zwei Täter?

Im Mcdonalds wurden Kinder erschossen, da heisst es, der Typ hätte "alahuakbar" ausgerufen.

Ist dies der Täter vom Dach?

Oder gabs jetzt doch mehrere?

Es gibt nur einen Täter. Die Polizei glaubte es gäbe 3, weil zwei Männer kurz nach der Tat mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mit einem Auto vom Tatort wegfuhren - was natürlich wirkte als sei es die Flucht von Tätern. Sie haben die Männer dann ermittelt, aber die hatten nichts mit der Tat zu tun.

Der Typ auf dem Dach war der Täter. Und was man bis jetzt weiß, bzw. mein Stand ist: Er ist 18 und Deutsch-Iraner (Iraner sind in der Regel Schiiten was z.B. gegen Terror-Ambitionen spricht).

Auf Zeugenaussagen gebe ich nicht übermäßig viel, weil es immer wieder vorkommt das Zeugen sich an Extremsituationen falsch erinnern bzw. Eindrücke nicht mehr zuordnen können. Ich kenne einen Polizisten der mir mal sagte das es selbst bei simpelsten Situationen wie Autounfällen oft total unterschiedliche Aussagen gibt die dann totale Rätsel aufgeben.

Und in diesem Fall gab es vollkommen widersprüchliche Aussagen: Manche beschrieben den Täter im Grunde als rechts, der gegen Ausländer schimpfte. Dann gab es manche die "Aluah Akbar" gehört haben.

Auch oben auf dem Dach ist ja nicht glasklar wer da was gesagt hat. Ursprünglich war es aber der andere Mann der den Täter als Kanaken beschimpfte und der sich "rechtfertigte" und sagte er sei Deutscher und auch in Deutschland geboren.

Für mich persönlich spielt das ehrlich gesagt kaum eine Rolle. Wer tut was er tat ist psychisch gestört.

Ich sage es mal anders: Es gibt Anschläge die über die Personen hinaus auf ein Thema zeigen, etwa Islamismus. Und dann gibt es Anschläge bzw. Amokläufe die total persönlich sind, wo die gesamte Tat im Grunde v.a. um den Attentäter kreist. Und letzteres war z.B. auch bei Breivik so, der sich ja v.a. selbst inszenierte was er auch in seinem Manifest tat. Deshalb läuft selbst Breivik für mich nicht wirklich unter Terror sondern unter Amok, obwohl er eben seine rechte Gedankenwelt hatte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es geht nicht um den roten Teppich sondern, und das ist sicher in der BRD nicht anders als hier, dass Gelder für Erziehung und psychische Betreuung seit langem konsequent gestrichen werden.

Das, gepaart mit dem steigenden Druck in der Gesellschaft durch Einsparmassnahmen, aber auch durch die republikanische Flüchtlingspolitik*, dem Rechtsruck in der Bevölkerung, uvm - soll und kann nichts erklären.
Ich finde es nach wie vor zum Kotzen, dass sich so ein Sack das Recht herausnimmt wegen irgendwelcher Synapseneinbahnstrassen 9 Leuten das Leben zu nehmen.

Aber es sollte nicht dazu benutzt werden, die persönlichen Grundrechte durch Überwachung einzuschränken, es Menschen in der Not erschweren bis unmöglich machen, in der Republik Zuflucht zu finden, und Pegida und Co in die Hände zu spielen,. And die Wahl nächstes Jahr** will ich garnicht denken...



* Flüchtlinge aufzunehmen finde ich persönlich aus humanitären Gründen notwendig
** und auch in Frankreich; Hollande hat ja schon lauthals das böse T-Wort ins Horn getutet...

edit: Satzbau umgestellt
Was ich auch sehe, ist, dass du jemanden noch so intensiv psychologisch betreuen und begleiten kannst, am Ende gilt auch hier die Eigenverantwortung. Gerade gewaltbereite bis hin zu soziopathischen Zügen bei Kindern und Jugendlichen werden nachhaltig ignoriert und weiter davon ausgegangen, dass junge Menschen sich noch ändern werden. Dann kommt es irgendwann zu absurden Situationen, hoch aggressive Jugendliche auf Segeltörn zu schicken, damit aus ihnen soziale Wesen werden. Ich vertrete diese Ansicht nicht. Bereits sehr früh in der Kindheit zeigen sich Persönlichkeitsmerkmale, die allenfalls soweit korrigierbar sind, dass Grenzen wirksam aufgezeigt werden. Immer wieder zu entschuldigen, was Kinder und Jugendliche bereits an Grausamkeiten auf Lager haben, ist kein sinnvoller Weg.
 
Das bestimmte Antidepressiva Menschen aggressiv werden lassen, ist seit längerem bekannt. Ich glaube dennoch, dass die bedtehende Persönlichkeit wesentlich darüber entscheidet, wie sich das zeigt. Ohne bereits bestehenden Hass auf Menschen und die Gewaltbereitschaft werden AD keinen Amokläufer "produzieren".

Natürlich wird das nicht der einzige Faktor sein. Sie müssen ja schon Probleme haben damit sie überhaupt Antidepressiva brauchen/nehmen.

Aber es wird sowieso niemals nur ein Faktor sein, genau wie es ja bei normalen Problemen auch nie nur ein Aspekt ist. Ich denke, dass die Prinzipien immer gleich bleiben sondern dass es die Intensität ist die den Unterschied macht.

Ich glaube dass es die allermeisten Menschen kennen dass sie auch mal gewalttätige Gedanken im Kopf haben, also echte Wut auf irgendjemanden. Junge Menschen vermutlich häufiger als Erwachsene. Also etwa auf Lehrer oder was auch immer. Ich kann mich bei mir gut daran erinnern dass ich oft sehr wütend war. Aber ich habe natürlich noch nie jemandem etwas angetan. Die Frage ist aber: Wenn die Wut die ich hatte einfach nur viel extremer geworden wäre - wer weiß? Das was in jedem ab und zu mal vorgeht ist vom Prinzip wahrscheinlich nicht ganz anders als das was auch in Amokläufern vor sich geht - also Gedanken die ständig um etwas bestimmtes kreisen usw., etwa "Rachefantasien" etc. Und ich glaube, dass das nur stärker sein müsste das jemand der als normal gilt und sich normal verhält und nichts tut zu einem Psycho wird der z.B. Amok läuft.
 
Für mich gibt es unterschiedliche Arten von Terror:

1. Glasklare Terroranschläge die tatsächlich eine politische Motivation haben.

2. Psychisch Kranke, die ihre Gewaltfantasien sozusagen "oben drauf setzen". Da ist die jeweilige Ideologie dann m.A.n. etwas das sie finden und psychologisch benutzen. Und das wäre dann vermutlich auch ziemlich willkürlich.

Und auch der Axt-Täter und Nizza - das sind für mich keine echten Terroranschläge. Ich glaube dass das psychisch Kranke waren deren Störung die Ursache war dass sie ausflippten und Islamismus wird dann psychologisch sozusagen als Vehikel benutzt.

Teile deine Ansicht, aber das wird als Blödsinn bezeichnet:


Wenn man sich die Profile der bekannten Attentäter von Orlando und Nice ansieht, deren Vitae ja bekannt ist, sind das psychisch kranke Männer ohne eindeutigen Bezug zum IS. Der IS freut sich natürlich über die geschenkte PR, den Ziel ist es ja, Islamophobie zu schüren.


Das ist völliger Blödsinn. Beide sind mit dem Islam aufgewachsen. Der aus Orlando hat einen Fundamentalisten als Vater.

Ist nicht besser, nur weil sie vielleicht unabhängig gehandelt haben.

Müssen Nazis jetzt auch immer in der NPD sein? Und wenn nicht, dann ist alles gut?

'mit islam aufwachsen' = eindeutiger Bezug zum IS?
 
Ich frage mich: Wie kommt ein 18-jähriger an eine Waffe?? In den USA würde ich meinen, kein Problem. Aber bei uns???

An Stelle der Polizei würde ich als erstes mal das Umfeld des Täters inspizieren. Evtl. hat jemand dessen labile Gesamtsituation ausgenutzt und ihm die Waffe in die Hand gedrückt? Samt vorheriger missionarischer Infiltration? Wäre doch alles möglich........

Lg
Urajup
 
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