Schießerei in München

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Ach komm schon, wie verhalten sich denn Konzerne, Banken und all die geldgeilen, kranken Schweine? Ausbeutung, Zerstörung, Kindersklaverei bei der Schokoladenherstellung, Coca Cola, Nestlé, senken den Grundwasserspiegel in Pakistan und Indien ab und Waffenhersteller schüren Kriege um ihre "Wahren" an den Mann zu bringen und Monsanto treibt tausende Bauern weltweit in den Selbstmord. Gerade heute muss man doch über Leichen gehen, wenn man Karriere machen will. Und dann wundern wir uns darüber, dass es Amokläufer gibt? Die Gesellschaft trägt doch mit ihrem Kranken Denken auch mit dazu bei, dass so etwas geschieht. Für was wurden denn die Kriege der letzten Jahre geführt? Fürs Öl und unser krankes System. Alles doch nur wegen den geldgeilen selbstsüchtigen Schweinen, denen alle anderen scheissegal sind.

ich bestreite nicht, dass das System krank ist. Ich bestreite aber, dass die Privatwirtschaft Schuld daran trägt.
 
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nein, der Staat mordet. Kapitalismus bedeutet auf freiwilliger Basis wirtschaften. Freiwilliges Wirtschaften tötet nicht. ich unterschreibe aber, dass in diesem Finanzsystem die Privatwirtschaft eine gewichtige Rolle spielt, indem sie wie eine Schusswaffe gegen andere eingesetzt wird. Die Schusswaffe selbst, ist aber immer unschuldig.

Ich selbst sehe Kapitalismus auch gar nicht so negativ. Aber es ist ein bisschen wie mit Religionen. Ich habe nichts gegen irgendeine Religion solange sie eben nicht zur Ideologie wird. Kapitalismus für mich selbst bedeutet eine Art der Freiheit und ich bin kein Kapitalismus-Gegner weil ich grundlegend nicht denke das "Systeme" die Ursachen für Glück oder Unglück sind. Sie spiegeln eben wieder wie wir ticken.

Aber bei uns wird Kapitalismus durchaus oft zur Ideologie - gleichzeitig ist vieles gerade deshalb kein Kapitalismus mehr. Denn Banken-Rettungen z.B. sind mehr Planwirtschaft als Kapitalismus. Und rein kapitalistisches Denken ist dann durchaus ideologisch weil es ja Werte total verschiebt. Während es doch im Grunde darum gehen sollte "Kapital", also äußere Werte, zu schaffen und zu haben um in einer unsicheren Welt möglichst gut zu leben - auch für die eigene Familie, ist es einfach so extrem geworden dass dem sehr vieles untergeordnet wird. Und das spiegelt sich kollektiv in vielem wieder, z.B. wie Menschen bewertet werden.


weil ich Anarchistin bin ;) Und es immer Unrecht sein muss, wenn sich andere Menschen an meinem Eigentum bereichern = Grundlage eines jeden Staates.

Dann solltest Du aber auch nichts in Anspruch nehmen dass der Staat bzw. die Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Das betrifft dann Straßen und Spielplätze und Schwimmbäder und Schulen etc. Du darfst nie die Polizei rufen falls Du überfallen wirst denn Du solltest ausschließlich selbst für Deinen Schutz sorgen usw.

Und das Problem ist doch nicht das der Staat sich bereichert. Der Staat ist doch total überschuldet und Beamte werden nicht übermäßig gut bezahlt. Polizisten z.B. bekommen doch viel zu wenig. Das Problem ist, dass der Staat zu oft dabei hilft dass schon übermäßig reiche Privatpersonen/Gruppen aus der Staatskasse versorgt werden. Die ganzen Banken- und Staats-Rettungsaktionen sind gigantische Raubzüge. Und zwar in gewisser Weise sogar doppelt.

Aber ohne Staat als Organisationsform - das dürfte für die meisten düster werden.

Aber ich bin wieder längst in meine Anarcho-off-topic falle getappt. Ich sehe also ein, wenn wir das hier beenden.
Nichts dagegen.
 
Wenn du das so schreibst, dann behandelst du Wirtschaft und Staat als getrennte Sphären. Die Missstände, die du aber beschreibst, führe ich auf die Inbesitznahme des Kapitalismus durch den Staat zurück, der Riesenkonzerne hervorbringt Oligopole, die auf einem freien Markt nicht existieren würden, jedenfalls nicht wahrhscheinlicher und schon gar nicht erzwungener Weise.

Doch, würden sie. Es ist sehr natürlich dass jede Form von Macht sich bis zu einem gewissen Punkt zentralisiert und daher auch immer aktiver Konkurrenz aus dem Weg räumt. Auf dem Weg korrumpiert und pervertiert sie aber so sehr das es zu einer Eskalation kommt und dann geht das wieder kaputt - und feiert kurz darauf Wiederauferstehung.

Es ist wirklich natürlich und nicht nur für Menschen. Es gibt kein System, das so sehr im Gleichgewicht ist das es nicht auch aus dem Gleichgewicht in ein Extrem läuft um ins Gegenteil zu kippen etc. Ich glaube es ist eines der natürlichsten Prinzipien des ganzen Universums. Das heißt aber nicht dass man nicht Teil dessen sein sollte die Dinge möglichst etwas auszuleveln. Und da ist z.B. Solidarität eines von vielen Themen... also das man zumindest im eigenen Umfeld möglichst solidarisch ist. Wäre es jeder wäre alles besser. Und das fängt eigentlich mit "Respekt" an, also das man möglichst respektvoll mit Menschen umgeht. Am besten mit allen aber am wichtigsten eben mit jenen die einem am nächsten stehen. Denn es ist m.A.n. das Gegenteil dessen, also wie schlecht Menschen oft schon im engsten Umfeld miteinander umgehen, was sich dann in Katastrophen auswächst, kollektiv und auf alles bezogen.
 
Jetzt muß ma sich vorstellen - ein befreundeter Künstler ist Österreich-Iraner.
Talentiert, humorvoll, intelligent uuuuuuuund fesch *schmatz* .... das sind alles die Ösi-Gene. Geht ja gar nicht anders.
Genau darum funktioniert Multikulti auch so gut in der Künstlerszene. Da ist das total schick sich mit Ausländern zu umgeben. Da ist man für einen Augenblick ein Weltenmensch und darf sich besser fühlen als der Rest der Welt. *lol*

Kunst und Kultur sind aber schon immer multikulti gewesen. Aber da geht es auch nur um Brotloses und keiner kann verlieren, denn die Ressource Kreativität ist unendlich.
 
Doch, würden sie. Es ist sehr natürlich dass jede Form von Macht sich bis zu einem gewissen Punkt zentralisiert und daher auch immer aktiver Konkurrenz aus dem Weg räumt. Auf dem Weg korrumpiert und pervertiert sie aber so sehr das es zu einer Eskalation kommt und dann geht das wieder kaputt - und feiert kurz darauf Wiederauferstehung.

Es ist wirklich natürlich und nicht nur für Menschen. Es gibt kein System, das so sehr im Gleichgewicht ist das es nicht auch aus dem Gleichgewicht in ein Extrem läuft um ins Gegenteil zu kippen etc. Ich glaube es ist eines der natürlichsten Prinzipien des ganzen Universums. Das heißt aber nicht dass man nicht Teil dessen sein sollte die Dinge möglichst etwas auszuleveln. Und da ist z.B. Solidarität eines von vielen Themen... also das man zumindest im eigenen Umfeld möglichst solidarisch ist. Wäre es jeder wäre alles besser. Und das fängt eigentlich mit "Respekt" an, also das man möglichst respektvoll mit Menschen umgeht. Am besten mit allen aber am wichtigsten eben mit jenen die einem am nächsten stehen. Denn es ist m.A.n. das Gegenteil dessen, also wie schlecht Menschen oft schon im engsten Umfeld miteinander umgehen, was sich dann in Katastrophen auswächst, kollektiv und auf alles bezogen.

also willst du darüber diskutieren, oder hast du nichts dagegen das zu beenden? :D ich antworte dir gerne morgen.
 
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...kann, was auch immer sie falsch gemacht haben mag, bitte nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich ein 18jähriger Schüler, der mit Mitschülern nicht zurechtkommt und depressive Zustände hat, in Anleitungen zum Amoklauf vergräbt und das dann ausführt.

An allem ist nicht die Merkel schuld.

Und dass der zeitliche Zusammenhang eher zum Breijvik-Jahrestag führt, wurde jetzt bitte auch schon oft genug betont.

Man könnte jetzt bitte endlich runtersteigen von der Schiene...

Sie ist nicht direkt dafür verantwortlich, aber ihre Politik hat das ganze Land hier polarisiert und zur Radikalisierung aller hier beigetragen. Und dafür ist sie verantwortlich, ob du es wahrhaben willst oder nicht.
 
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