Vor Kurzem hatte
@Joey die Hoffnung geäußert, dass sich Trump so wie menschlich verhalten könnte. Das ist jedoch nicht passiert. Ich zitiere aus einem aktuellen Artikel:
"Letztlich hatte der Gipfel in Alaska, soweit bisher bekannt, gar kein Ergebnis. Die Statements von Trump und Putin waren alles andere als konkret, Fragen von den anwesenden Journalisten wurden nicht entgegengenommen - und das gemeinsame Mittagsessen sowie das restliche Programm wurden abgesagt. Was auch immer Trump hinterher über den "großen Fortschritt" bei seinem persönlichen Austausch mit Putin erzählte, der Gipfel in Anchorage war ganz offensichtlich nicht der Erfolg, den Trump sich ursprünglich ausgemalt hatte."
"Denn Putin, dessen Armee derzeit ihre Sommeroffensive durchführt, bleibt unverändert bei seinen Bedingungen. Es war zwar nur ein Satz in seinem Statement - dessen Bedeutung kann jedoch kaum unterschätzt werden: In Anwesenheit von Trump wiederholte der Kremlchef seine Standardfloskel, die "Kernursachen" des "Konflikts" müssten beseitigt werden. Es ist der übliche Kremlsprech. Was genau Moskau damit meint, war Trump möglicherweise unklar. Dabei ist bekannt: Aus Sicht des Kreml bestehen die "Kernursachen" in der Existenz einer unabhängigen und freien Ukraine außerhalb des russischen Einflussraums."
"Auf die Frage von Moderator Sean Hannity, was er Selenskyj raten würde, sagte Trump: "Du musst einen Deal machen." Russland sei "eine sehr große Macht, und sie sind das nicht".
"Und so steht Putin am Ende als klarer Sieger des Gipfels in Anchorage fest. Verwunderlich ist dies kaum. Neben den Bildern und der internationalen Legitimation hat er wieder Zeit gewonnen, um seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterzuführen - ohne harte Reaktionen aus den USA befürchten zu müssen."
"Die erhöhte Aktivität von russischen Aufklärungsdrohnen in den letzten Tagen deutet klar darauf hin, dass weitere große Luftangriffe in der gesamten Ukraine geplant sind. Die kurze Zeit, in der die Menschen in Kiew und anderswo im ukrainischen Hinterland halbwegs ruhig ausschlafen konnten, ist wohl vorbei."
Der russische Machthaber hat in Alaska nicht nur die Bilder bekommen, die er wollte. Er hat auch Zeit gewonnen, um seinen Krieg auszuweiten. Trump hingegen setzt den ukrainischen Präsidenten unter Druck, auf Putins Bedingungen einzugehen.
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