Oh, das ist spannend. Das werde ich mir vielleicht in der Mediathek anschauen. Kannst Du die Ideen da genauer umreißen?
Es ist so, wie
@DruideMerlin gesagt hat: richtig konkret war da leider noch nichts. Es wäre auch zu schön, wenn man da ein probates Rezept aus der Tasche ziehen könnte. Deswegen sagte ich auch, dass darum gerungen werden muss.
Es ging im Wesentlichen darum, dass wirklich alle ins Boot geholt werden müssen: von Brasilien, über China, Indien und Amerika. Und zwar von Anfang an. Also nicht so, dass erstmal der Westen unter sich etwas beschließt und dann die anderen dazuholt, denn das wäre wieder arrogant.
Es hat keinen Sinn, wenn Scholz und Macron immer wieder alleine telefonieren oder hinfahren.
Es muss einfach eine große Anstrengung sämtlicher Staaten erfolgen.
Dann ging es in der Sendung auch darum, wie Diplomatie nicht aussehen sollte.
Da ist wohl irgendwie nach außen gesickert, dass Amerika der Ukraine gesagt hat, dass sie nun bis Herbst Zeit bekommen ihre besetzten Gebiete zurückzuerobern. Na, so etwas darf natürlich nicht in die Öffentlichkeit, denn dann weiß Putin genau, dass er ja nur noch bis zum Herbst durchhalten muss.
Ich kann das gerade nur etwas schwammig wiedergeben, da ich gerade krank bin. Aber du kannst dir die Sendung ja anschauen.
Mir verursacht das auch große Beschwerden, und wenn ich einen friedliche(re)n Weg sehen würde, würde ich sofort dafür plädieren. Noch halte ich es für das kleinere Übel, dass die Ukraine sich militärisch weiter verteidigt. Wenn sie kapituliert oder kapitulieren muss, wird zwar vielleicht nicht mehr geschossen, was darauf folgt ist aber auf andere Weise mit nicht weniger Leid verbunden. Ein russischer Diktat-Frieden würde den Namen Frieden mMn nicht wirklich verdienen.
Na, da sind wir uns doch total einig, dass wir einen Diktatfrieden alle nicht wollen.
Nur, wie geht es weiter? Schon jetzt wird der Ruf nach schwereren Waffen immer lauter, was ja auch logisch ist, wie will man ansonsten einen so übermächtigen Feind in Schach halten?
Schon jetzt wurde nach Streumunition und Phosphorbomben gefragt, was für mich ganz klar eine rote Linie ist.
Schon jetzt werden viel zu junge Männer eingezogen- Kindergesichter unter viel zu großen Helmen.
Was ist, wenn der Ukraine das Personal ausgeht? Dann nützen Waffenlieferungen nichts mehr, dann müssen Truppen ran. Das war im 2. Weltkrieg schließlich auch so. Es hätte nicht gereicht, Polen und Frankreich mit Waffen auszustatten um die Wehrmacht aufzuhalten.
Da mussten leider viel größere Opfer gebracht werden, und der Rest ist Geschichte.
Es klingt zynisch, aber im Grunde ist es doch so, dass wir den Ukrainern Waffen in die Hand drücken und dabei sagen: Good luck.
Deswegen sage ich einfach, dass wirklich alles getan werden muss, um diplomatische Lösungen herbeizuführen. Wenn das dann immer noch nicht klappt, hat man es wenigstens versucht.