Nithaiah
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Hat sich nun mal einer die Mühe gemacht die Worte von Gorbatschow zu lesen? Ich meine, wir haben diesem Mann soviel zu verdanken, und er hat sich in seiner Heimat keine Freunde damit gemacht.
Haben sich Politiker überhaupt Gedanken darüber gemacht oder sind sie mit ihm verfahren nach dem Motto: du hast deine Schuldigkeit getan, mehr interessiert uns aber nicht, du darfst jetzt gehen. Soweit ich weiß, sind wichtige deutsche Politiker nicht mal zu seiner Beerdigung gegangen, bei der Queen hingegen waren alle versammelt.
Wäre er es nicht wert, über seine Aussagen nachzudenken? Oder lieber nicht, weil es ja unangenehm ist, auch mal auf eigenes Fehlversagen zu schauen.
Das ist übrigens auch etwas, was mir in der derzeitigen medialen Diskussion sehr missfällt. Franz Alt hatte neulich bei Maischberger einige Male den Versuch gestartet, auch über die Versäumnisse des Westens zu reden. Er wurde jedes mal abgewürgt. Man will sich nur das "jetzt" anschauen, nicht in die Vergangenheit gehen. Das ist äußerst kurzsichtig.
Weil ein Konflikt der eskaliert, nunmal auch eine Vorgeschichte hat.
Zitat aus dem Link:
"Trotzdem hat Gorbatschow den Westen wegen seiner Russland-Politik scharf kritisiert und vor einem neuen Kalten Krieg gewarnt. [...]
Der Westen und insbesondere die USA hätten ihre Versprechen nach der Wende von 1989 nicht eingehalten. Stattdessen habe man sich zum Sieger des Kalten Krieges erklärt. Den Politikern im Westen seien Euphorie und Triumphalismus zu Kopfe gestiegen. Sie hätten Russlands Schwäche ausgenutzt und das Monopol auf Führung in der Welt erhoben. "Die Ereignisse der vergangenen Monate sind die Konsequenzen aus einer kurzsichtigen Politik, die darauf abzielt, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Interessen des Partners zu ignorieren", sagte er."
www.zeit.de
Haben sich Politiker überhaupt Gedanken darüber gemacht oder sind sie mit ihm verfahren nach dem Motto: du hast deine Schuldigkeit getan, mehr interessiert uns aber nicht, du darfst jetzt gehen. Soweit ich weiß, sind wichtige deutsche Politiker nicht mal zu seiner Beerdigung gegangen, bei der Queen hingegen waren alle versammelt.
Wäre er es nicht wert, über seine Aussagen nachzudenken? Oder lieber nicht, weil es ja unangenehm ist, auch mal auf eigenes Fehlversagen zu schauen.
Das ist übrigens auch etwas, was mir in der derzeitigen medialen Diskussion sehr missfällt. Franz Alt hatte neulich bei Maischberger einige Male den Versuch gestartet, auch über die Versäumnisse des Westens zu reden. Er wurde jedes mal abgewürgt. Man will sich nur das "jetzt" anschauen, nicht in die Vergangenheit gehen. Das ist äußerst kurzsichtig.
Weil ein Konflikt der eskaliert, nunmal auch eine Vorgeschichte hat.
Zitat aus dem Link:
"Trotzdem hat Gorbatschow den Westen wegen seiner Russland-Politik scharf kritisiert und vor einem neuen Kalten Krieg gewarnt. [...]
Der Westen und insbesondere die USA hätten ihre Versprechen nach der Wende von 1989 nicht eingehalten. Stattdessen habe man sich zum Sieger des Kalten Krieges erklärt. Den Politikern im Westen seien Euphorie und Triumphalismus zu Kopfe gestiegen. Sie hätten Russlands Schwäche ausgenutzt und das Monopol auf Führung in der Welt erhoben. "Die Ereignisse der vergangenen Monate sind die Konsequenzen aus einer kurzsichtigen Politik, die darauf abzielt, vollendete Tatsachen zu schaffen und die Interessen des Partners zu ignorieren", sagte er."
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