Angelika-Marie
Sehr aktives Mitglied
Ja. Aber der offene Brief von Frau Schwarzer oder die Stellungnahme des Papstes sind keine neue Möglichkeiten. Das ist der Pazifismus der letzten 50 Jahre, und der hatte auch mal seinen absoluten Sinn, z.B. bei Willi Brandt. Da war es wohl, bei Brandts Kniefall, dass das Karma gerade passte und ausgeglichen war.Wir können es jeder nur für sich, so wie du es beschreibst, selbst leben. Im Kleinen anfangen. Vielleicht hat es weitere Auswirkungen, wie ein Dominoeffekt, wenn es genügend Menschen machen, dann sehen wir, ob es das erwünschte Ergebnis bringt. Wenn es sich nicht ausbreitet, ok, shit happens, weiter versuchen oder Verhalten modifizieren, neuen Ansatz suchen. Wenn es sich entsprechend auswirkt, aber nicht das gewünschte Ergebnis bringt, ebenfalls modifizieren oder neuen Ansatz suchen.
Wir wissen aber, was in den vergangenen Jahrtausenden nicht funktioniert hat und das waren Gewalt und Unterwerfung. Ist auch schon mal eine gute Basis neue Möglichkeiten zu finden.
Man darf eben nicht aufgeben.
So dass eine völkerübergreifende Verständigung möglich wurde.
Hingegen:
Dieser 'Kremlin' Putin mit seinem absoluten Machtanspruch ist neu.
Die alten Gedanken, oder auch defensiven 'Waffen' der Vergangenheit, sie verfehlen ihr Ziel.
Diese Angebote erreichen den Kerl nicht.
Also, was ich empfinde, ist tiefes Mitgefühl. Das wird Dir vermutlich ähnlich gehen.Ich rede nicht davon, wie die Menschen in der Ukraine fühlen oder reagieren sollten. Sondern davon, welche Möglichkeiten uns hier in unserem sicheren Wohnzimmer zur Verfügung stehen. Und welchen Grenzen wir unterliegen.
Von uns kann ja wohl kaum einer für die Ukrainer sprechen.
Ich kann Dir nur sagen, dass ich ihr Wehren in meinem Bekanntenkreis verteidige.
Ist vielleicht nicht pazifistisch, aber es erscheint mir richtig.
Mehr kann ich nicht tun.