Russland greift Ukraine an

Ja ich hab gestern eine Doku gesehen, deshalb war ich grad verwundert.
Letztes Jahr war Nawalny in Dresden und wollte in Putins ehemalige Wohnung. Wozu weiß Keiner weil der Mieter der Wohnung, ein älterer Herr ihn nicht ins Haus ließ. Er hatte nur ein schwarzes teures Auto gesehen und dann stand Nawalny vor der Tür, den er fotografierte. War damals in der Zeitung. Er erzählte auch, dass er ,als er einzog, nicht wusste wessen Wohnung er übernahm und sich wunderte, dass Alufolie an der Wand klebte.
 
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"Mehrheit" ist ja zuerst mal ein theoretisches Konzept und ohne großen Einfluss solange es keine Organisation gibt. Was ich damit meine: Stell Dir mal vor eine Mehrheit der Menschen ist irgendwelchen Konzernen gegenüber sehr kritisch (Apple, Amazon, Nestle etc.). Nur ist das keine echte Mehrheit, die individuellen Perspektiven bleiben getrennt und jeder einzelne kann sich sagen: "Okay, ich werde diese Firmen boykottieren, aber was sollte das bringen wenn andere nicht mitmachen?".

Ich verstehe dein Beispiel nicht.

Wenn der Einzelne sich dazu entscheidet, weil er es für richtig hält, diese Firma zu boykottieren, kann er das doch tun.
Auch ohne sich zu organisieren.
Sollten sich mehrere dazu entscheiden, auch "unabhängig" voneinander, sind sie sich darin ja trotzdem einig...
und es hat dieselbe Auswirkung auf den Konzern.
 
Und hier gehen die Einwohner von Energodar auf die Straße, um russische Truppen aufzuhalten.
In dieser Stadt (im Südosten der Ukraine) befindet sich das größte Kernkraftwerk Europas - das Kernkraftwerk Saporischschja.
Jeder Beschuss oder jede Explosion könnte hier für das Gebiet in und um das Kernkraftwerk tödlich sein.

 
Ich verstehe dein Beispiel nicht.

Wenn der Einzelne sich dazu entscheidet, weil er es für richtig hält, diese Firma zu boykottieren, kann er das doch tun.
Auch ohne sich zu organisieren.
Sollten sich mehrere dazu entscheiden, auch "unabhängig" voneinander, sind sich darin ja trotzdem einig...
und es hat dieselbe Auswirkung auf den Konzern.

Sollten sich sehr viele unabhängig voneinander, also ohne vernetzt und organisiert zu agieren, dazu entscheiden z.B. zu protestieren, dann wäre der Effekt natürlich tatsächlich gleichbedeutend mit Organisation. Und das passiert in Ansätzen in vielen Bereichen. Es gibt ja z.B. Menschen die nichts bei Amazon bestellen oder von Nestle kaufen usw.

Aber: Echten Effekt hat das kaum und die meisten Menschen, selbst viele die ziemlich kritisch vielem gegenüber sind, agieren nicht so konsequent wie sie es sonst vielleicht täten, weil sie dafür Vorteile aufgeben müssten ohne dass das Ziel erreicht wird. Ich meine das keineswegs kritisch, es ist pragmatisch. Ich bin auch selbst so.

Und wenn Du z.B. an Proteste gegen den Krieg in Russland denkst, dann macht es sogar einen großen Unterschied ob sehr viele auf die Straße gehen oder nur wenige, denn da gibt es ja dann harten Widerstand. Wenige werden schnell verhaftet, haben umso größere Nachteile und erreichen wenig oder gar nichts. Sehr viele wiederum wären gar nicht mehr kontrollierbar und sie erzeugen viel Aufmerksamkeit und das kann sich im Laufe sogar steigern. Insofern braucht es da m.A.n. schon Organisation und dann möglichst viel Zustimmung. Ansatzweise geschieht das in Russland ja sogar.
 
Um mal was anderes als Russenbashing zu erzählen. Ich habe eben mit einer russischen Kollegin telefoniert, die sich darum kümmert, dass ihre ukrainische Kollegin, die zur Zeit hier Gastdozentin ist und nicht zurück kann, hier eine Unterkunft und Verpflegung bekommt. Da ich meine kranke Kollegin vertrete, kümmere ich mich gerade um das Gästehaus, in dem sie wohnt und in dem sie auch weiterhin umsonst wohnen kann.

Kernsatz meines Beitrags sollte aber sein: Russin hilft Ukrainerin und Deutsche unterstützen sie dabei.

Den Sanktionen/dem Krieg die alleinige Schuld am Russenbashing zu geben greift meiner Meinung nach zu kurz. Es kommt immer auf jeden Menschen und das menschliche Miteinander an, wie miteinander umgegangen wird.
 

Putin habe alles auf eine Karte gesetzt. Die höchste Stufe der "konventionellen Eskalation" gewählt und nicht etwa auf eine "Salami"-Taktik gesetzt. Ein Vorgehen, das den Experten vom Cassis Institut (Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies) der Universität Bonn überrascht. Und weil der russische Präsident den Erfolg unbedingt will, werde er den militärischen Druck noch weiter steigern. Für ihn selbst, aber auch für den Westen sei das ein immenses Problem, so Weber. "Putin hat alles auf eine Karte gesetzt, er hat unermessliches Leid über die Ukraine, aber auch über sein eigenes Land gebracht und er braucht dafür eine Rechtfertigung." Daher sei es ausgeschlossen, dass der Präsident nun daherkäme und sagt: "Ich habe mir überlegt, wir können das jetzt mal so und so machen, es hat leider nicht geklappt und wir ziehen jetzt ab."

 
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