Sehr wahrscheinlich dachte er das.
Es ging ziemlich schnell und mit vergleichsweise wenig Gegenwehr, die Krim zu anektieren. Die Reaktion aus dem Ausland war auch eher "werfen mit Wattebäuschen". Dass die Gegenwehr dieses Mal den russischen Angriff tatsächlich ausbremsen kann, und dass es von den meisten Ländern wer Weltgemeinschaft jetzt schärfer reagiert wird, hat Putin wahrscheinlich nicht in der Form erwartet.
Die ersten Angriffe zielten auch chirurgisch auf die Region um Kiew ab. Die ursprünglich geplante Strategie war damit offensichtlich: Regierung stürzen, pro-russische Marionette installieren, raus.
Ich sehe da einiges an Spontanität. Sonst hätte die russische Armee z.B. die Regiom um Kiew nie wieder aufgegeben. Alleine da zeigt sich schon ein spontaner - also ungeplanter - Wechsel der Strategie. Anstelle die Hauptstadt zu bekriegen und die Regierung zu stürzen, ist Putin danach dazu übergegangen, den Osten und Süden des Landes abzuschneiden, und so möglichst den Rest der Ukraine auch wirtschaftlich stark zu schwächen, sollte es bei der aufteilung bleiben. Man beachte z.B. eben, dass der Ukraine der Zugang zu Seehäfen damit abgeschitten wäre.
Putin hätte nur dann Verhandlungen ernsthaft angestrebt, wenn das Ergebnis die bedingungslose Kapitulation wäre.
Mag sein, dass so ein Plan B etc. schon länger bestanden hat, aber offensichtlich hat Plan A wider erwarten nicht geklappt.
Naja Wenn man die Sache schon vorher verfolgt hat, dann kann man das so nicht unbedingt sehen.
Biden hatte Sanktionen und Waffenlieferungen angekündigt für den Fall das Russland einmaschiert und auch gesagt das es mit Verbündeten abgesprochen ist.
Eine ganze Weile vor Februar.
Somit musste Putin damit auch gerechnet haben und auch gleichzeitig das man niemals alle gegen Russland bekommt unter anderem weil Selenskyj ja Neujahr angekündigt hat die Abtürnigen Gebiete militärsch zurück zu holen, nicht im Sinne des Minsker Abkommens und auch die Krim zurück zu holen.
Hier paar alte Beiträge
Der Ukraine-Konflikt spitzt sich seit Wochen zu. In einem Telefonat hat US-Präsident Biden seinem ukrainischen Kollegen seine Solidarität versichert.
www.stern.de
Dieser hier besonders interessant noch einen Monat vor dem Angriff, die Usa liefert da bereits Waffen, Deutschland will da nicht... Aber im großen und ganzen weder Russland Einmarsch war eine Überraschung, noch unsere Reaktionen darauf waren für Russland unerwartet, alles war abzusehen und im Grunde wenn man das ganze bis zu Raf X verfolgt.
Deutschland will keine Waffen in die Ukraine liefern. Die USA schon, sagt Außenminister Anthony Blinken in Kiew. Äußerungen von Joe Biden lösen derweil Irritationen aus.
www.fr.de
Mir dem Rückzug aus Kiew hatte die Verhandlungsbereit der Ukraine zu dem Zeitpunkt am meisten zu tun, das war die Voraussetzung auf die Russland eingegangen ist, es sah ja auch eine kurze Zeit danach aus als würde es was werden...
Der Kreml wird laut eigener Aussage die Angriffe auf Kiew und Tschernihiw reduzieren. Die USA wollen Moskau nicht an Worten, sondern an Taten messen. Das Rote Kreuz rechnet mit 18 Millionen Hilfsbedürftigen in der Ukraine.
www.spiegel.de
Im Grunde kann das damals mit Kiew auch so gedacht worden sein, wenn man ganz zurück schaut ging es Putin bis auf die Krim ja nur um die Unabhängigkeit der 2 Abtürnigen Gebiet, dann hätte er auch ohne Besatzer Ansprüche wirtschaftliche Vorteile daraus ziehen können, wenn das Minsker Abkommen zu stande gekommen wäre...
Was geplant war was nicht kann natürlich niemand wissen.
Ich denke auch wir hier haben gedacht das die Sanktionen usw eher wirken... Im Grunde denk ich das sich vieles hochgeschauckelt hat aber wer weiß das schon..
Oder wer weiß was weiter passiert