JimmyVoice
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Der europäische Autoriese Stellantis, zu dem auch Opel gehört, macht dieser Tage das ganze Dilemma der russischen Wirtschaft sichtbar. Er erklärte seine in Russland bereits heruntergefahrene Produktion für vollständig ausgesetzt. Der Grund: fehlende Bauteile. Die Logistik funktioniere einfach nicht mehr.
Damit bestätigte Stellantis indirekt das, was die russische Zentralbankchefin Elvira Nabiullina über Ostern überraschend deutlich verlautbaren ließ. Sie sagte:
Der Zeitraum, in dem die Wirtschaft von Reserven leben kann, ist endlich.
Russische Zentralbankchefin: "Russland braucht Strukturwandel"
Sie fügte noch das entscheidende Detail hinzu, welches im Westen besondere Aufmerksamkeit erzeugte. Nämlich: Die Sanktionen hätten bislang nur auf den Finanzsektor gewirkt, "aber jetzt werden sie sich zunehmend auf die Wirtschaft auswirken". Russland müsse sich noch im Frühjahr, spätestens aber im Sommer einem Strukturwandel unterziehen und mit der Suche nach neuen Geschäftsmodellen beginnen.
Russlands Wirtschaft leidet: Die Sanktionen wirken doch
Lange war unklar, ob Sanktionen die russische Wirtschaft überhaupt treffen. Jetzt macht die Zentralbankchefin ein überraschendes Eingeständnis.