Rache/Rachegefühle

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lass dich doch nicht so in die Thread-Kontroverse hineinziehen, vergessen. Es geht dir doch um was. Du meisten Menschen können nicht den Faden halten; versuche du das doch. mh?
Jfür den Frieden kämpft
Ich mag den Film auch (wenn er auch schwer anzusehen ist; die brutalen Szenen finde ich muss man sich nicht antun). Und auch du musst dir das nicht mehr antun. Ich mutmaße mal (verzeih wenn ich falsch liege) dass deine Familie in einer Art kriegszustand war oder ist. Und das übt. Muss aber nicht ein ganzes Leben überschatten...

und dafür sein Leben gibt.
Du erinnerst dich ja an den Schluss.



Hinter Rache steckt sehr oft keine Bösartigkeit, da hast du vollkommen Recht. Aber ein Nichtbegreifen der Funktionsweise des menschlichen Geistes.

Ein Rachegelüst, also Hass hat sich in einem Moment gebildet, indem du unrecht behandelt wurdest.
Du räumst diesen Menschen (die dir das angetan haben) allerdings den Sieg ein, wenn du bei dem Hassgefühl verbleibst.
 
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Einfach nur dastehen und nichts machen, immer nur zugucken und alles bei sich selbst zu suchen, kann's ja auch nicht sein?!

Nö, Du kannst ja machen, aber eben sinnvoller ist es, das konstruktiv anzugehen und damit meine ich nicht, wen konstruktiv zu vierteilen.

Den Film Braveheart finde ich insofern gut, als das er deutlich zeigt, dass Rache so gar nichts bringt. Sie endet destruktiv. :D

Ein Rachebedürfnis zeigt für mich an, dass ein Mensch mit seiner eigenen Ohnmacht und in der Folge dem eigenen subjektiven wie objektiven Gefühlseindruck der Kleinheit, Schwäche usw. sehr schlecht umzugehen vermag. Ich kann das so bei mir auch wiederfinden und finde dieses Bedürfnis als ein für mich sehr wichtiges Indiz, ganz genau hinzuschauen.

Und da ganz genau zu prüfen und zu hinterfragen, warum ich mich ohnmächtig fühle, was hinter diesem ersten Gefühlseindruck steht, der sehr impulsiv und auch meistens falsch ist, halt reptilienhaftes Reagieren ohne nachzudenken. Würde ich dieser Impulsivität ständig nachgeben, au weia, da wäre ich aber ein sehr anstrengender Mensch für mein Umfeld.

Nun gut, manchmal gibt es Situationen, da bin ich klein, schwach, ohnmächtig - auch dies gilt es lernen auszuhalten, weg vom narzisstischen Gedankengut, man wäre selbst unantastbar, was ja dazu verleitet vorschnell um sich zu beißen. Scheitern, Pleiten, Pech, Pannen widerfahren wohl jedem Menschen, dann nur woanders Schuldige zu suchen, also Täter, selbst wenn es sie gibt, macht jenes Scheitern nicht ungeschehen. Und Du nimmst dir die große Chance, dich selbst klarer einordnen zu können in deinen Defiziten und Stärken.

Und es betrifft auch die egene Frustrationstoleranz, wie viel halte ich an negativen Eindrücken so von Natur aus aus? Wie gehe ich mir Rückschlägen usw. um? Welche Verhaltensweisen halte ich für angemessen und angebracht und: sind sie es wirklich? Ist es wirklich so, dass mir da jemand absichtlich "Böses" wollte oder befinde ich mich vielelicht im Irrtum.

Impulsivität gepaart mit Frustrationsintoleranz und dazu noch mangelhafte Selbstreflektion (wohl noch mit der Unlust sich eingehend und detailliert mit etwas beschäftigen zu können) sind eine Mischung, die garantiert denjenigen andauernd in Situationen zwingt, die Kampf, Verteidigung und auch Rache auf den Plan rufen.

Lg
Any
 
Ich geh nicht in Therapie, ich will keinen von diesen Leuten mehr sehen, bin immer noch so wütend, daß ich nicht mal ruhig drüber schreiben kann, es geht nicht, schon allein beim nachdenken drüber muß ich heulen ohne Ende, nie wieder geh ich zu so jemandem und lass mir nochmal so weh tun!
Hey Loop, Kopf hoch
in dieser Welt gibt es nicht viel Qualität, eher Quantität. Das trifft auf Elektromonteure zu, gute Winterstiefel, iphone-Apps, Autobatterien, Nachbarn... - und leider auch auf Therapeuten.
Man kann Glück haben, aber man sollte nicht automatisch damit rechnen. Bin froh dass du es überlebt hast. (Und keinen von ihnen erwürgt hast :->)
oder?)

(Ich weiß jetzt nicht was ich sonst sagen kann.)
 
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In der Zwischenzeit bitte ich darum, gelegentlich die Forenregeln zu überdenken. Auseinandersetzungen auf rein persönlicher unsachlicher Angriffsebene sind hier nicht erwünscht.

Kinnaree ***
 
*** Ich habe jetzt 83 Beiträge entfernt, die ausschließlich persönliche Animositäten verschiedenster Ausprägung zum "Inhalt" hatten.

Deshalb wiederhole ich meinen Appell, gelegentlich die Forenregeln zu lesen und anzuwenden. Diskutiert bitte das Thema. So sachlich, wie bei einem emotionalen Thema möglich. Es geht.

(Für aufkommende OT-Differenzen haben wir aus gutem Grund hier das Unterforum "UnterUns" und das PN-System. Und es gibt auch noch die Möglichkeit, mal etwas außerhalb des Forums miteinander zu klären.))

Gruß
Kinnaree ***
 
*** Ich habe jetzt 83 Beiträge entfernt, die ausschließlich persönliche Animositäten verschiedenster Ausprägung zum "Inhalt" hatten.

Deshalb wiederhole ich meinen Appell, gelegentlich die Forenregeln zu lesen und anzuwenden. Diskutiert bitte das Thema. So sachlich, wie bei einem emotionalen Thema möglich. Es geht.

(Für aufkommende OT-Differenzen haben wir aus gutem Grund hier das Unterforum "UnterUns" und das PN-System. Und es gibt auch noch die Möglichkeit, mal etwas außerhalb des Forums miteinander zu klären.))

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Kinnaree ***

Hallo Kinnaree,

danke für deine Arbeit. Ich stell mir das manchmal auch etwas mühselig vor, wenn man sich so durch Themen wuselt ...

Andererseits ist der Mod-Job ja etwas Freiwilliges. Deshalb eben danke dafür.
 
@vergessen
Was willst Du eigentlich? Dich ausleben und dem Raum geben, was Dir wichtig ist? Dann hau drauf und sieh was passiert. Oder verkriech Dich in Deiner Angst und vor dem, was zurückkommt.
 
Ein Rachebedürfnis zeigt für mich an, dass ein Mensch mit seiner eigenen Ohnmacht und in der Folge dem eigenen subjektiven wie objektiven Gefühlseindruck der Kleinheit, Schwäche usw. sehr schlecht umzugehen vermag. Ich kann das so bei mir auch wiederfinden und finde dieses Bedürfnis als ein für mich sehr wichtiges Indiz, ganz genau hinzuschauen.

Und da ganz genau zu prüfen und zu hinterfragen, warum ich mich ohnmächtig fühle, was hinter diesem ersten Gefühlseindruck steht, der sehr impulsiv und auch meistens falsch ist, halt reptilienhaftes Reagieren ohne nachzudenken. Würde ich dieser Impulsivität ständig nachgeben, au weia, da wäre ich aber ein sehr anstrengender Mensch für mein Umfeld.

Nun gut, manchmal gibt es Situationen, da bin ich klein, schwach, ohnmächtig - auch dies gilt es lernen auszuhalten, weg vom narzisstischen Gedankengut, man wäre selbst unantastbar, was ja dazu verleitet vorschnell um sich zu beißen. Scheitern, Pleiten, Pech, Pannen widerfahren wohl jedem Menschen, dann nur woanders Schuldige zu suchen, also Täter, selbst wenn es sie gibt, macht jenes Scheitern nicht ungeschehen. Und Du nimmst dir die große Chance, dich selbst klarer einordnen zu können in deinen Defiziten und Stärken.

Und es betrifft auch die egene Frustrationstoleranz, wie viel halte ich an negativen Eindrücken so von Natur aus aus? Wie gehe ich mir Rückschlägen usw. um? Welche Verhaltensweisen halte ich für angemessen und angebracht und: sind sie es wirklich? Ist es wirklich so, dass mir da jemand absichtlich "Böses" wollte oder befinde ich mich vielelicht im Irrtum.

Impulsivität gepaart mit Frustrationsintoleranz und dazu noch mangelhafte Selbstreflektion (wohl noch mit der Unlust sich eingehend und detailliert mit etwas beschäftigen zu können) sind eine Mischung, die garantiert denjenigen andauernd in Situationen zwingt, die Kampf, Verteidigung und auch Rache auf den Plan rufen.

Du meinst, dass da "narzisstisches Gedankengut", also "Narzissmus" dahintersteckt? An sowas denk ich da gar nicht, bin aber immer mal wieder erstaunt, wenn oder weil besonders hier gern mal von Narzisstischem und/oder auch Infantilem geschrieben wird.

Ja, die "mangelhafte Selbstreflektion" wird auch gern mal erwähnt, scheint eine Art 'Massenphänomen' oder eher '-problem' zu sein.

Ich frag mich laufend, inwieweit etwas mit mir zu tun hat, warum es jetzt so ist wie es ist, und vor allem, WAS will mir das jetzt sagen! Im Grunde so oft, dass ich selbst schon denke, dass es irre ist, immer alles bei sich zu suchen, auf sich zu beziehen oder zu glauben, dass es immer alles EIGENES ist. Mittlerweile hab ich gar keine Lust mehr, da immer alles bei mir zu suchen. War vielleicht etwas zu viel des Guten.

Meinerseits.
 
Ja, stimmt, ich kann nicht behaupten, dass sich das immer gut angefühlt hat, wenn ich jemand anderem die Pest an den Hals gewünscht hab, und mir ist auch klar, dass das aus einer Verzweiflung und Hilflosigkeit heraus entstanden ist. Streit ich auch gar nicht ab. Ich sagte nur, dass ich denke, dass Rache nicht immer und ausschließlich nur einen bösen/negativen Hintergrund haben muss.

Ist ja auch ok, wenn du das so siehst, dass Rache immer nur 'dunkle Energie' ist oder das auch so für dich übernimmst.

Kannst ihn auch gern hier reinposten, wenn du möchtest. So haben dann alle was davon, grad auch jene, die sich aktuell auch mit dem Thema auseinandersetzen.



Kann es sein, dass Du meinst, dass die Sache, um derentwillen Du Rachegedanken hast, nicht unbedingt einen 'bösen/negativen' Hintergrund haben 'muss'?

Dass Du zum Beispiel einem Anderen schaden zufügst, weil dieser zuvor einer Person Schaden zugefügt hat.
Dass Du das aus einer starker Verbundenheit (Liebe? ) der zuvor geschädigten Person machst?
 
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@vergessen
Was willst Du eigentlich? Dich ausleben und dem Raum geben, was Dir wichtig ist? Dann hau drauf und sieh was passiert. Oder verkriech Dich in Deiner Angst und vor dem, was zurückkommt.

Steht ganz vorn ...

Was fällt euch alles dazu ein?

Kann man Rachegefühle verhindern, umgehen oder ausschalten, unterdrücken, was auch immer?

Sind Rachegefühle 'normal'? Oder: Hat jeder auch Rachegefühle?

Und was wolltest du jetzt? Mir zeigen, dass du zwar schreiben dafür aber nicht lesen kannst?
 
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