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Es wird immer eine Zweier-Beziehung im jeweiligen Moment sein, auch wenn es sich um mehrere Personen handelt, nimmst Du doch immer nur gefühlsmässig genau auf Eine davon Bezug, damit es nicht diffus bleibt.
Wirklich sich auf eine andere Person gefühlsmässig anstatt nur sexuell zu beziehen, bedeutet auch erhöhte Aufmerksamkeit und ebenso Zeit und Investieren von Gefühl und Energie. Und das gelingt uns nicht mit mehreren Personen, für die wir nicht alle gleich viel Zeit, Aufmerksamkeit, Energie und Gefühl investieren können, wenn wir noch Zeit und Spiel-Raum für uns selber brauchen, unsere sonstigen Interessen pflegen wollen, einen Alltag bewältigen müssen und eine kleine Runde im Wechsel von Tag und Nacht, Hell und Dunkel, sowieso nur 24 Stunden hat, von denen wir etliche noch dem Ausruhen und Verdauen von leiblicher und geistiger Aufnahme widmen müssen.
und eben hier bin ich mir nicht sicher. Die Momente die sich aneinander reihen als Abfolgen von Augenblicken - und die ich in Gemeinsamkeit mit der einen
oder der anderen Person entwickele, erlebe, genieße, schaffen einen Raum in dem Ich und die andere Person ein WIR haben.
Wie viel Zeit bleibt also weiblichen und/oder männlichen Wesen, die sich noch um Kinder und alles Mögliche im Alltag kümmern müssen, für die Pirsch nach Männchen oder Weibchen und der Pflege derer als auch eigener Bedürfnisse und für wirklich verbindliche anstatt unverbindlicher Beziehungen in der Mehrzahl???
Die Frage ist nicht wieviel bleibt, sondern eher: Wieviel brauche ich um
mich in einer engen Bindung zu wissen? Muss ich Menschen jeden Tag sehen,
um mich haben, mit ihnen etwas unternehmen? Muss ich mit jedem meiner
"Partner" alles teilen ? Ich sehe das nicht so. Wieso ist Mehrzahl unverbindlich? Und wie weit muss ein Sicherheits Bedürfnis herrschen?
Die Freiheit zu geben und zu nehmen im Vertrauen auf den Ausgleich
bedarf meines Erachtens nach keiner Verbindlichkeit, im Sinne von
Ende des Monats erhalte ich meinen Lohn.
Wenn Du Dich gefühlsmässig gesättig fühlst und Dir selber viel Aufmerksamkeit widmest in einer wirklich guten, intimen Beziehung zu Dir selbst, hast Du zwischenmenschlich keinen Bedarf mehr an vielen anderen Personen, die Dir Dein Bedürfnis nach Sex und/oder leiblicher und persönlicher Nähe stillen müssen/sollen, was sowieso ein Fass ohne Boden bleibt, weil dieses Nähren durch das Gegenüber immer zeitgebunden bleibt im Vergleich dazu, wenn Du für Dich selber einen hohen anstatt geminderten Nährwert im Gefühl hast.