Politik-Sexismus-Journalismus

Das Interessante dabei ist: Das sind zwei Quellen die unterm Strich das Gleiche sagen, aber auf so unterschiedliche Art das es nicht nach Absprache aussieht.

Journalistin: Es bestand "kein Interesse an Veröffentlichung"

Chefredakteur: Es war noch "keine Story"

Um wen handelt es sich bei dem Chefredakteuer in dieser Sache? Es könnte durchaus die Möglichkeit bestehen, dass es sich um zwei unterschiedliche in diesem Fall handelt, denn Dominik Wichmann ist seit Januar 2013 dabei und wird ab Mai alleiniger Chefredakteur werden. Er war also bei der "Misere" der Journalistin vielleicht noch nicht "involviert", zumindest nicht wissentlich. Und welches Ziel verfolgt er, wenn er gleich zwei Chefredakteure "ersetzt".
 
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Journalistin: Es bestand "kein Interesse an Veröffentlichung"

Chefredakteur: Es war noch "keine Story"

Um wen handelt es sich bei dem Chefredakteuer in dieser Sache? Es könnte durchaus die Möglichkeit bestehen, dass es sich um zwei unterschiedliche in diesem Fall handelt, denn Dominik Wichmann ist seit Januar 2013 dabei und wird ab Mai alleiniger Chefredakteur werden. Er war also bei der "Misere" der Journalistin vielleicht noch nicht "involviert", zumindest nicht wissentlich. Und welches Ziel verfolgt er, wenn er gleich zwei Chefredakteure "ersetzt".

Ich habe zweimal Stern-Chefs im TV gesehen, die ziemlich dasselbe sagten. Einer war Osterkorn, den Namen des anderen weiß ich gerade nicht.

Beide sagten, dass diese eine Situation noch nicht relevant genug wäre und tun gleichzeitig so, als habe Brüderle solche Aktionen laufend wiederholt, was Himmelreich aber nicht behauptet. Und der eine sagte sinngemäß, sie habe damals von der Situation erzählt...

Meine Theorie ist diese: Laura Himmelreich erzählt in der Redaktion von der Bar-Brüderle-Situation und möglicherweise wurde kurz darüber nachgedacht ob man daraus einen Artikel macht, vielleicht wurde das auch damals gar nicht in Erwägung gezogen. Dann hat sie Brüderle ein Jahr lang begleitet und insgesamt den Eindruck gewonnen und vielleicht wollte sie den auch gewinnen, dass er eben ein alter Knacker ist der schlechte Scherze macht. Als er FDP-Spitzenkandidat wurde nahm man das zum Anlass eine Story über ihn zu bringen und damit es auch wirklich knallt, hat man die im Artikel als Porträt präsentiert das aber eben die Bar-Situation als Aufhänger hat (damit beginnt und endet der Artikel) und genau damit wurde der Artikel dann online angeheizt. Während also der Artikel selbst nur ein Porträt sein soll wurde online alles auf Sexismus zusammengepresst ("Der spitze Kandidat", "Journalistinnen sind kein Freiwild" etc.) um die Auflage der Printausgabe zu steigern.
 
Ich habe zweimal Stern-Chefs im TV gesehen, die ziemlich dasselbe sagten. Einer war Osterkorn, den Namen des anderen weiß ich gerade nicht.

Beide sagten, dass diese eine Situation noch nicht relevant genug wäre und tun gleichzeitig so, als habe Brüderle solche Aktionen laufend wiederholt, was Himmelreich aber nicht behauptet. Und der eine sagte sinngemäß, sie habe damals von der Situation erzählt...

Der andere war Andreas Petzold. Ja. Doch was ich meine. Dass die beiden Osterkorn und Petzold, wenn sie damals schon ablehnten, es diesmal vielleicht auch abgelehnt hätten und möglicherweise Wichmann für Himmelreich eine gegenwärtige Rolle spielte.

dwdl.de/nachrichten/39263/stern_wichmann_fhrt_print_und_online_zusammen/

Revidiere, habs gefunden. Der Mist geht auf Osterkorn zurück. Wichmann hätte dies nicht zugelassen.

sueddeutsche.de/A5q38m/1101867/Schampus-fuer-den-Herrenwitz.html
 
da bewegen wir uns im Radius der tatsächlich hart Betroffenen!

Frau Himmelreich geht nicht unter, die strahlende Karriere wird halt gedämpft, so kristallklar ist sie auch nicht inhaltlich gefüllt gewesen.
ich frage mich, wenn es ein auftrag gewesen ist, dann mußte sie vorgabebedingungen für resultatdetails bekommen. in diesem Moment muß man doch kapieren, daß das ganze nicht koscher ist, oder? Also auch Spielraum für Entscheidung: mache ich mit, ja oder nein. Oder war sie in ausweggloser beruflicher Lage und brauchte das Geld?


Ja, genau das wird sie später mal sagen: Ich war jung und brauchte das Geld



:o
Zippe
 
Naja, ich würde mich jetzt nicht ganz so krass ausdrücken,
aber ich habe die Erfahrung gemacht,
daß du als Frau, wenn du dich verbal deutlich wehrst...
entweder in die Schublade "eingebildete Zicke"
oder wahlweise "aggressive Kampfemanze" gesteckt wirst...

mal so am Rande angemerkt...

Luckysun

Gern genommen wird auch "frustrierte Lesbe"

Wenn Du dir irgendwelche zweideutigen Kommentare von einem Mann nicht anhören willst, stehst du natürlich auf Frauen und bist darüber frustriert. Eine sexuell "normale" Frau wäre selbstverständlich sofort hochgradig und natürlich freudig erregt. Schließlich wünscht sich jede gesunde Frau dass am Arbeitsplatz ihre Brust angeglotzt, darüber schmierige Bemerkungen gemacht werden und, wenn sie Glück hat, ihre Brust auch noch betatscht wird.
 
Wenn man sagt, was man natürlich kann, dass es Brüderle erlaubt sein sollte so zu reagieren wie er es tat, dann muss man konsequenterweise aber auch sagen, dass er mit dem aktuellen Resultat auch klarkommen muss... das auch der Artikel dann erlaubt ist.

Hm, mir scheint du kämpfst gegen einen Strohmann. Denn es ist erlaubt, so zu reagieren. Es hat auch was mit den Eigenschaften des Echos zu tun.

Ich hingegen würde sagen: Brüderle hat sich wie ein Idiot verhalten. Die Stern-Redaktion ebenfalls. Die ganze Geschichte ist eine Geschichte der Fehler...

Einverstanden. Ist es deswegen Sexismus? Weil er sich dumm verhalten hat? Sexismus ist Diskriminierung, und zur Diskriminierung gehört die Benachteiligung.


Aber meine persönliche Ansicht ist, dass man respektvoll miteinander umgehen sollte.

Natürlich. Respekt ist Höflichkeit.

Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens. (angebl. Schopenhauer)
Es ist eine Frage der Perspektive. Ich denke, für jede Frau wäre es ideal, nicht auf Rücksicht zu hoffen und ihn auch nicht einzufordern, sondern zu lernen wie man auch mit Situationen umgeht. Das kann ja dann auch wehrhaft sein... Aber für Männer ist es sicherlich ideal, wenn sie lernen, Frauen einfach auf Augenhöhe zu behandeln.

Setze man statt Frau /Mann Mensch ein, wäre es okay. Ich denke das siehst du genauso.
Alice hat einmal etwas Kluges gesagt:

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen

Alleine das Thema Mobbing beweist ja Missstände in Sachen Respekt.
Ja, ich gehe aber davon aus, dass Mobbing rechtlich relevant ist. Daher schließe ich es a priori vom Entfaltungsspielraum aus.

Diskriminierung ist ja nichts das man objektiv festmachen kann.

Man MUSS es objektiv festmachen. Unbedingt und unter allen Umständen.

Es gibt aber m.A.n. Möglichkeiten auf eine Art zu kommunizieren, die Diskriminierung ausschließt.

Welche denn? Stichworte genügen.
 
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Hm, mir scheint du kämpfst gegen einen Strohmann. Denn es ist erlaubt, so zu reagieren. Es hat auch was mit den Eigenschaften des Echos zu tun.
Ich sagte ja nicht das es verboten ist, sondern das man es ja durchaus so sehen kann. Nur ist die Reaktion, in diesem Fall der Artikel und die gesamte Reaktion des Stern, eben auch erlaubt. Alles zusammen ist aber ziemlich dumm, schlechter Stil und alles andere als Ideal. Ich persönlich kämpfe in der Hinsicht gegen gar nix...



Einverstanden. Ist es deswegen Sexismus? Weil er sich dumm verhalten hat? Sexismus ist Diskriminierung, und zur Diskriminierung gehört die Benachteiligung.
Ich würde schon sagen, dass es letztlich Sexismus ist, weil er eine Journalistin zu einem Sexobjekt erklärt hat. Rein psychologisch ist diese Reaktion aber nicht vollkommen unverständlich, da sie ihn ja möglicherweise ebenfalls eher respektlos ansprach. Auf jeden Fall war seine Reaktion idiotisch... das wird er selbst nicht anders sehen. Ihre Reaktion, bzw. die Reaktion des Stern, finde ich aber ebenfalls idiotisch...



Natürlich. Respekt ist Höflichkeit.

Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens. (angebl. Schopenhauer)

Höflichkeit ist nicht zwingend Respekt, wie ich den Begriff in diesem Kontext verstehe. Respekt ist aufrichtig. Anders gesagt: Ich kann höflich zu jemandem sein und trotzdem keinerlei Respekt empfinden. Man kann sogar auf höfliche Art Respektlosigkeit deutlich machen. Brüderle war ja nicht wirklich unhöflich... Handkuss... Tanzkarte... Er hat ja nicht gesagt "Hey Flittchen... hast nette Titten".

Meine Definition von Respekt wäre in etwa so: Das man jemanden mit allen Stärken und Schwächen, die man entweder kennt oder auch nicht kennt, als gleichwertig betrachtet, auf gleicher Augenhöhe. Und das eben wirklich aufrichtig...




Setze man statt Frau /Mann Mensch ein, wäre es okay. Ich denke das siehst du genauso.
Ja... unterm Strich geht es m.A.n. beim Thema Respekt sowieso nicht nur um Mann vs Frau. Das ich auf die Art schreibe liegt nur am aktuellen Fall.

Alice hat einmal etwas Kluges gesagt:

Frauen sind nicht etwa die besseren Menschen, sie hatten bisher nur nicht soviel Gelegenheit, sich die Hände schmutzig zu machen

Weiß nicht mal, ob das stimmt. Im Alltag gibts sicher auch genug Frauen die sich die Hände schmutzig machen. Kenne mehrere Frauen die behaupten, dass Frauen untereinander schlimmer sind als Männer untereinander und Männer gegenüber Frauen.


Ja, ich gehe aber davon aus, dass Mobbing rechtlich relevant ist. Daher schließe ich es a priori vom Entfaltungsspielraum aus.
Mobbing fängt ja schon sehr früh an und ist nur in Extremfällen dann rechtlich relevant. Wenn ein ganzes Büro einen Kollegen isoliert, ab und zu mal ein bisschen demütigt und ansonsten ignoriert... ist das im Grunde schon Mobbing. Ich bezweifle aber, dass er rechtliche Möglichkeiten hätte.


Man MUSS es objektiv festmachen. Unbedingt und unter allen Umständen.
Na ja... es gibt Straftatbestände, gesetzliche Grenzen. Aber schon weit davor kann sich eine Person diskriminiert fühlen.

Welche denn? Stichworte genügen.
Gute Frage... ich glaube, dass ich es könnte und viele können, aber ich bezweifle dass ich das als ein Rezept beschreiben kann. Ich glaube, dass dazu Empathie gehört, also die Reaktion des Gegenübers mitbekommen, wozu mehr gehört als nur verbale Reaktion.

Lass es mich so sagen: In einer Diskussion, die thematisch hart und kontrovers läuft, diskutiere ich oft auf das Ziel "gewinnen" hinaus. Nimm 9/11 als Beispiel. Das kann dann durchaus respektlos laufen. Es wäre aber definitiv möglich, als Ziel nicht nur zu haben die eigene Ansicht möglichst deutlich zu vertreten, sondern das ein Ziel auch ist, dass sie der andere auf keinen Fall in irgendeiner Hinsicht gedemütigt fühlt. Das bedeutet dann, dass man v.a. anders formuliert...

Beispiel:
1. "Meine Fresse, checkst Du das denn wirklich nicht? Sei froh das ich es Dir
erkläre"
2. "Ist wirklich nicht persönlich gemeint, aber da liegst Du m.A.n. falsch... "

Und da spreche ich von echt kontroversen Diskussionen. Im Alltag dürfte es leichter sein.
 

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