Politik-Sexismus-Journalismus

fett gedrucktes tät ich schon als den gemeinsamen Nenner für TV-Formate nennen, in mathematischer Gleichung wird er nicht mehr berücksichtigt.
Ich frag mich eher, ob Jauch (mag ihn ganz gern) mit diesem Format an sich nicht überfordert ist.

Wohl kaum. Jauch ist Profi und ich denke, er wird das Thema auch professionell behandeln. Einleitungstext auf der ARD-Seite klingt schon recht vielversprechend.

Viel Wirbel um den "Herrenwitz": Aus der Kontroverse um den gleichnamigen Artikel über den FDP-Politiker Rainer Brüderle im aktuellen "Stern" ist eine allgemeine Sexismus-Debatte geworden. Es geht um zotige Sprüche und handfeste Belästigungen im Alltag, um das Verhältnis von Politikern und Journalisten, um das Bild der Frau in unserer Gesellschaft.
 
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Die Idee, zu schweigen auf daß sich das Thema mangels Inputs von allein legt, geht nach hinten los. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn man in google news das Stichwort "Brüderle" eingibt, sieht man, daß gerade sein Schwigen von nahezu allen online-Gazetten thematisiert und damit das Thema nicht etwa herunterkocht wird, sondern erst recht aufflammt. Brüderle gießt durch sein Schweigen also eher noch Öl ins Feuer.

Auch fällt die Schieflage auf, daß der, der doch am ehesten was dazu sagen könnte, nichts sagt, aber seine Kollegen dafür aus allen Rohren schießen.

Gute Promotion für die FDP. :D

Ja... auf die Art gibts nur Verlierer. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Frau Himmelreich auch eher zu den Verlierern gehört. Denn die Diskussion hat sich komplett von ihrem Artikel abgekoppelt und sie wird zum Teil sogar missverstanden was sich verselbständigt, was aber auch klar war. Und Brüderle hat eben auch viel Unterstützung.

Morgen (in Berlin schon heute, daher kenne ich den schon) erscheint der Spiegel mit einem langen Kommentar von einer Journalistin die die Veröffentlichung eher kritisch sieht. Sie stellt nicht in Frage ob es so geschah wie im stern-Artikel beschrieben, aber sie kritisiert was daraus entstanden ist und versucht die Situation ein bisschen anders zu erklären. Und es gibt viele die so denken, auch viele Journalistinnen... die haben nämlich die Sorge dass sie in Zukunft schwerer haben werden mit Politikergesprächen. Denn diese Sache hier wird in den Politikerköpfen hängen bleiben.

Und der Stern hat die Sache schon mal gar nicht im Griff. Ein interessanter Artikel wie aus ein paar unklug gewählten Zeilen große Stürme werden können:

http://www.stern.de/politik/deutschland/sexismus-debatte-ein-tweet-und-seine-geschichte-1961120.html


Ich bin ja gespannt, wie sich Herr Osterkorn heute bei Jauch schlägt. Frau Himmelreich dürfte sich über ihn geärgert haben.
 
Ja... auf die Art gibts nur Verlierer. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Frau Himmelreich auch eher zu den Verlierern gehört.

Ich bin der gegenteiligen Meinung. Sie wird auf jeden Fall zu den Gewinnern gehören. Bei etwaigen Gehaltserthohungsverhandlungen kann sie immer darauf verweisen, daß sie ja berühmt ist, jeder kennt ihren Namen als die Frau, die Brüderle zur Strecke brachte. :D

Nach wie vor sehe ich nicht einmal den Ansatz einer Differenz zwischen ihr und dem Stern-Chefredakteur. Und daß sie nicht zufrieden ist über die neueste Entwicklung einer allgemeinen Debatte über Sexismus - wo nimmst du diese Vermutung her? :confused:

Das ist völlig ins Blaue geschossen. Dafür sehe ich nirgends auch nur einen Anhaltspunkt. So jetzt fängt aber Jauch an. :)
 
Nach wie vor sehe ich nicht einmal den Ansatz einer Differenz zwischen ihr und dem Stern-Chefredakteur. Und daß sie nicht zufrieden ist über die neueste Entwicklung einer allgemeinen Debatte über Sexismus - wo nimmst du diese Vermutung her? :confused:

Ganz kurz ein Beispiel, schreibe dazu später mehr... gucke gerade Jauch und Osterkorn erzählt da, das die Journalistin Brüderle mehrfach auf diese Art erlebt habe... davon steht in dem Artikel aber nix. Wieder erzählt er Dinge die so nicht stimmen oder zumindest im Artikel nicht vorkommen. Er erweckt ständig den Eindruck, Brüderle sei ihr mehrfach auf die Art zu nahe getreten... sie selbst behauptet das aber nirgends.
 
Karasek hat mich nicht entäuscht, wir sind d`accord. sonst wars lau. Bei der Einladung von Jauch an die Bar wäre ich allerdings gern dabei.
 
Gerade den fand ich absolut schwach. Er war auch teilweise sehr unsachlich und lag manchmal komplett falsch. Ich fand aber eh die gesamte Sendung eher schwach.

dann sind wir beide garantiert nicht auf gleicher Wellenlänge...das macht aber nix. ich schätze Deine spekulativen Aussagen, besonders die im Stile von Statler und Waldorf :)

Karasek ist aber ein wenig alt geworden, ich glaub, er schätzt zu sehr leibliche Genüsse. Lauf des Lebens. Ihm verdanke ich Einiges.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
dann sind wir beide garantiert nicht auf gleicher Wellenlänge...das macht aber nix. ich schätze Deine spekulativen Aussagen, besonders die im Stile von Statler und Waldorf :)

Karasek ist aber ein wenig alt geworden, ich glaub, er schätzt zu sehr leibliche Genüsse. Lauf des Lebens. Ihm verdanke ich Einiges.

Karasek war wie immer, der alte Füttchenfühler...hört sich gern reden und liegt meist haarscharf bis ziemlich daneben.

Deine Vorliebe für ihn wundert mich jetzt nicht wirklich.

:D
 
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Ganz kurz ein Beispiel, schreibe dazu später mehr... gucke gerade Jauch und Osterkorn erzählt da, das die Journalistin Brüderle mehrfach auf diese Art erlebt habe... davon steht in dem Artikel aber nix. Wieder erzählt er Dinge die so nicht stimmen oder zumindest im Artikel nicht vorkommen. Er erweckt ständig den Eindruck, Brüderle sei ihr mehrfach auf die Art zu nahe getreten... sie selbst behauptet das aber nirgends.

Wir kennen nur den Internet-Bericht "Der spitze Kandidat". Verwechsle das nicht mit dem Stern-Artikel "Der Herrenwitz" von Laura Himmelreich, der nur auszugsweise in "Der spitze Kandidat" zitiert wurde. Den kennst du nicht und ich auch nicht, deshalb kannst du auch nicht schreiben, Himmelreich würde an keiner Stelle erwähnen, daß Brüderle chronisch so wäre.

NTV kennt ihn aber und resümiert:

Himmelreich beschreibt Brüderle als Politiker, der auch bei anderen Gelegenheiten sexualisierte Witze reißt. Ihr Fazit: "Der FDP-Hoffnungsträger befindet sich selbst in einem Zustand von Dauererotisierung. Er gefällt sich als Verkörperung des wandelnden Herrenwitzes." So ist der Artikel im "Stern" auch überschrieben: "Der Herrenwitz"

http://www.n-tv.de/politik/Stern-wirft-Bruederle-Sexismus-vor-article10000666.html

Also ist es ganz offenkundig so, daß Himmelreich bei ihrem Brüderle-Portrait genau diese Beobachtung gemacht hat. Nichts anderes hat der Stern-Chefredakteur gesagt.
 

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