Politik-Sexismus-Journalismus

Auch Österreich nimmt sich inzwischen des Themas an:



http://derstandard.at/1358304670936...ur-verteidigt-umstrittenes-Bruederle-Portraet

Exakt analysiert. Das ist auch meine Meinung.

Einerseits ist das auch meine Meinung, aber es gibt zwei Sätze in dem Zitat weshalb ich eben trotzdem auch sage: Es hätte besser gemacht werden können.

Zitat: Mit öffentlicher Kritik hat Chefredakteur Osterkorn gerechnet. "Dass so eine Geschichte polarisiert, war mir klar. Dass sie so hohe Wellen schlägt, war mir nicht klar."

Das ist unglaubwürdig. Die gesamte Strategie der Veröffentlichung, und dazu gehört auch die Art der Ankündigung des Artikels einen Tag vorher, war genau darauf angelegt hohe Wellen zu schlagen. Selbst ich konnte erkennen wie die Verteidigung und das Feedback zumindest teilweise aussehen würde... und denen war das nicht nur klar, die wollten genau das.



Zitat: So kommentiert Anja Maier in der taz: "Die Häme, die nun über die Journalistin Himmelreich hereinbricht, die Abwertung und die Pöbeleien - dies alles sind sichere Anzeichen dafür, dass sie genau das Richtige getan hat."

Die Journalistin Himmelreich ist tatsächlich überrascht worden, das lässt sie einen Radiosender selbst zitieren. Sie wollte auch nicht diese Art der Debatte, ihre Argumentation ist eine andere ("FDP stellt Spitzenkandidaten auf der aus der Zeit gefallen ist"). Während sie versucht sich argumentativ auf dieser Linie zu verteidigen hat die Chefredaktion des stern einen ganz anderen Stil. Ich glaube, dass sie sich nur verarscht vorkommen kann. Denn die allermeisten sprechen gar nicht über ihren Artikel (da sie ihn nicht kennen) sondern über die Artikel der stern darüber veröffentlicht hat und Artikel anderer Zeitungen die darauf folgten. Und die sind zum Teil (selbst beim stern) falsch...


Unterm Strich wurde Frau Himmelreich hier benutzt und mit den Folgen ziemlich alleine gelassen.
 
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Du sprichst doch von einer Erwachsenen, nicht entmündigten Frau. Ich nehme an, sie wußte, was sie tat, worauf sie sich einläßt - ihre Fraktion wird sie nicht fallen lassen. Hättest Du ihr jetzt Beistand geleistet, geholfen? Wenn ja, dann siehst du, sie weckt auch Beschützerinstinkte, wenn nicht, dann helfen ihr andere. Umsonst wars nicht.
 
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Du sprichst doch von einer Erwachsenen Frau. Ich nehme an, sie wußte, was sie tat und ihre Fraktion wird sie nicht fallen lassen.

Sie wusste was sie tat, aber sie wusste nicht was der Stern tut. Sie sagte z.B. auch, der Stern habe vor einem Jahr keine Veranlassung gesehen diese Story zu veröffentlichen, woraus man erstens schließen kann das sie es schon vor einem Jahr anbot und zweitens, dass die jetzige Veröffentlichung nicht ihre Idee war.

Dazu kommt ihre Art der Argumentation im Artikel selbst, in dem sie Brüderle teilweise sogar entlastet und sagt, das Frauen aus der FDP überrascht seien und glaubhaft versichern, er sei nicht immer so. Sie war noch oft mit Brüderle unterwegs aber sie berichtet eben nicht davon, das er sie noch mal auf die Art angemacht hat. Der Stern hingegen schreibt, Frau Himmelreich habe auf weiteren Fahrten mit Brüderle festgestellt das sein Verhalten einem Muster folge... (ohne zu sagen wie dieses Muster aussehen soll).

Während sie also strikt ihrer eigenen Argumentation folgt im Sinne von "Altherrenwitz"... Die FDP stellt einen Typen von gestern auf und das eher in einen politischen Zusammenhang setzen will, feuert Stern-online mit Vorabberichterstattung und anderen Artikeln aus ganz anderen Rohren und einer anderen Argumentation. Und von dem Feedback kann sie dann nur überrascht werden. Sie kann zwar ihre Argumentation verteidigen, aber sie wird vor allem mit dem konfrontiert das nicht sie schreib sondern stern.de veröffentlichte...
 
Sie wusste was sie tat, aber sie wusste nicht was der Stern tut. Sie sagte z.B. auch, der Stern habe vor einem Jahr keine Veranlassung gesehen diese Story zu veröffentlichen, woraus man erstens schließen kann das sie es schon vor einem Jahr anbot und zweitens, dass die jetzige Veröffentlichung nicht ihre Idee war.

Dazu kommt ihre Art der Argumentation im Artikel selbst, in dem sie Brüderle teilweise sogar entlastet und sagt, das Frauen aus der FDP überrascht seien und glaubhaft versichern, er sei nicht immer so. Sie war noch oft mit Brüderle unterwegs aber sie berichtet eben nicht davon, das er sie noch mal auf die Art angemacht hat. Der Stern hingegen schreibt, Frau Himmelreich habe auf weiteren Fahrten mit Brüderle festgestellt das sein Verhalten einem Muster folge... (ohne zu sagen wie dieses Muster aussehen soll).

Während sie also strikt ihrer eigenen Argumentation folgt im Sinne von "Altherrenwitz"... Die FDP stellt einen Typen von gestern auf und das eher in einen politischen Zusammenhang setzen will, feuert Stern-online mit Vorabberichterstattung und anderen Artikeln aus ganz anderen Rohren und einer anderen Argumentation. Und von dem Feedback kann sie dann nur überrascht werden. Sie kann zwar ihre Argumentation verteidigen, aber sie wird vor allem mit dem konfrontiert das nicht sie schreib sondern stern.de veröffentlichte...

Ok, des bringt a bisserl mehr Licht in die Sache ! Danke ! :)
Das was er gesagt hat zur Journalistin wor net in Ordnung ,...aber so siehts wirklich nur als eine gezielte Maßnahme aus ,ein Jahr später damit aufzutauchen . ( Nicht die Journalistin ;))
 
Ok, des bringt a bisserl mehr Licht in die Sache ! Danke ! :)
Das was er gesagt hat zur Journalistin wor net in Ordnung ,...aber so siehts wirklich nur als eine gezielte Maßnahme aus ,ein Jahr später damit aufzutauchen . ( Nicht die Journalistin ;))

Die interessante Frage dabei ist jetzt, wie die Debatte weitergeht. Ich glaube, dass Brüderle sich gerade fragt ob und wie er darauf reagieren sollte... und falls noch andere auftauchen, die ihren Eindruck bestätigen wäre das gut für sie. Oder falls andere Ähnliches berichten mit anderen Politikern.

Für uns sind Journalisten/innen keine Promis, aber im Berliner Polit-Betrieb sind sie bekannt... unter Journalisten und Politikern. Wenn sie eine Art "Einzelfall" bleibt, dann wird das an ihr kleben bleiben.
 
ich wundere mich, ich staune, daß noch immer Mütter - wieviele Jahre nach Alice Schwarzers Aktionen, nach Anlauf des antiautoritären Erziehungsprogramms? - ihre Söhne wie Gockel erziehen und ihre Töchter wie Hennen (Hühnerstall-Hit-Thread, bitte nicht persönlich zu nehmen :D, keine unterschwellige Beleidigung). Am besten zu beobachten in Konzernen - besonders in Sales-Abteilungen, bei konservativen Parteien, auch bei Sozialisten, leider, dafür kaum bei Grünen und Piraten. Der Nährboden für sexuelle Übergriffe ist vorhanden...

welch überaus seltsame Wandlung...wo doch die Journalistin deiner Meinung nach unprofessionell war und bloß zurückbekommen hat, was sie in den Wald (=Brüderle) schallte.....

Brüderle hat m.A.n die Unprofessionalität, Unsicherheit der Journalistin gespürt und wandte sich in dieser Manier ihr zu. Wie war sie für diesen beruflichen Termin angezogen, wenn Brüderle von Dirndl-ausfüllen spricht? Mit den üppigen Waffen einer Frau? Vielleicht fühlte sich Brüderle am Ende sexuell belästigt. :D Ich will ihr nix unterstellen, aber mir gefallen timinggerecht in Szene gesetzte Berichte kaum.

dank solcher Sprüche wie deine, kann sich genau sowas halten !

und bei Kritik an deinen Stammtischsprüchen wird man dann halt gleich mal in die Nähe von kommunistischen Kadern gerückt.
Was für eine Bigotterie !!!
 
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welch überaus seltsame Wandlung...wo doch die Journalistin deiner Meinung nach unprofessionell war und bloß zurückbekommen hat, was sie in den Wald (=Brüderle) schallte.....



dank solcher Sprüche wie deine, kann sich genau sowas halten !

und bei Kritik an deinen Stammtischsprüchen wird man dann halt gleich mal in die Nähe von kommunistischen Kadern gerückt.
Was für eine Bigotterie !!!

ganz lieb.
 
Sie wusste was sie tat, aber sie wusste nicht was der Stern tut. Sie sagte z.B. auch, der Stern habe vor einem Jahr keine Veranlassung gesehen diese Story zu veröffentlichen, woraus man erstens schließen kann das sie es schon vor einem Jahr anbot und zweitens, dass die jetzige Veröffentlichung nicht ihre Idee war.

Dazu kommt ihre Art der Argumentation im Artikel selbst, in dem sie Brüderle teilweise sogar entlastet und sagt, das Frauen aus der FDP überrascht seien und glaubhaft versichern, er sei nicht immer so. Sie war noch oft mit Brüderle unterwegs aber sie berichtet eben nicht davon, das er sie noch mal auf die Art angemacht hat. Der Stern hingegen schreibt, Frau Himmelreich habe auf weiteren Fahrten mit Brüderle festgestellt das sein Verhalten einem Muster folge... (ohne zu sagen wie dieses Muster aussehen soll).

Während sie also strikt ihrer eigenen Argumentation folgt im Sinne von "Altherrenwitz"... Die FDP stellt einen Typen von gestern auf und das eher in einen politischen Zusammenhang setzen will, feuert Stern-online mit Vorabberichterstattung und anderen Artikeln aus ganz anderen Rohren und einer anderen Argumentation. Und von dem Feedback kann sie dann nur überrascht werden. Sie kann zwar ihre Argumentation verteidigen, aber sie wird vor allem mit dem konfrontiert das nicht sie schreib sondern stern.de veröffentlichte...

Sie hat schon eine Grundidee haben müssen, als sie sich B. als Arbeitsobjekt rausgepickt hat , sie suchte n.m.A. nicht nach positiven Seiten, die ihn in besseres Licht rücken sollten, good news sind ja kein Verkaufsschlager, nehmen wir an, daß zwischen ihr und B. eine aufregende Spannung (nehmen wir weiter an, vor allem seitens B.) entstand, ist ja menschlich und kommt vor, und B. flirtete, wie viele das tun, unverbindlich. B. schaut nicht gerade so aus, als würden Frauen reihenweise in Ohnmacht fallen, wenn sie ihn sehen, könnte also sein, daß er sich geschmeichelt gefühlt hat, sie wollte auch etwas erreichen, eine spannende Story, wenn Menschen etwas wollen, versuchen sie freundlich und gewinnend zu wirken, lernt man ja in Coachings, die ja als Weiterbildungsmaßnahme so beliebt sind.
Hat Stern dann diese Berichte aufgebauscht, weil B. nicht nur Anhänger in seiner Partei hat? Wenn, dann wer war der Auftraggeber? Nicht so schwer dies zu enträtseln.

Im schlimmsten Fall sehe es als Lehrstück für die Journalistin. Um ihren Lebensunterhalt mach ich mir - salopp gesagt - keine Sorgen. Und auch nicht um ihr Weiterkommen, wenn sie geschickt agiert. Wenn sie nicht geschickt agiert, dann wars das Ganze für sie umsonst. Wahrheit ist nicht gefragt. Wahrheiten gibts hier viele, und sie haben alle dieselbe Bedeutung, sie sind allesamt nur Interpretationen.
 
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P.S. Das Ganze ist so konstruiert, daß das Geschrei um Sexismus, sexuelle Übergriffe der Männer Frauen gegenüber keinen Aufwind kriegt, weils nicht authentisch wirkt, somit kraftlos, es verpulvert sich bei Welkes, Anstalt und & als Thema der Woche und der Rest verdampft ohne Nachhaltigkeit. Bis zum nächsten...
 
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P.S. Das Ganze ist so konstruiert, daß das Geschrei um Sexismus, sexuelle Übergriffe der Männer Frauen gegenüber keinen Aufwind kriegt, weils nicht authentisch wirkt, somit kraftlos, es verpulvert sich bei Welkes, Anstalt und & als Thema der Woche und der Rest verdampft ohne Nachhaltigkeit. Bis zum nächsten...

Die Twitter-Debatte hat schon einiges gebracht und das Thema breiter werden lassen. Ob das auf längere Sicht etwas verändert ist schwer zu sagen, aber zumindest Politiker werden sich in Zukunft sicherlich besser kontrollieren da das Outing offensichtlich, wie ein Damoklesschwert, lange warten kann.
 

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