Politik-Sexismus-Journalismus

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Ich las gerade einen interessanten Artikel:

FDP-Spitzenkandidat: "Stern"-Reporterin wirft Brüderle Aufdringlichkeit vor


Rainer Brüderle soll die FDP als Spitzenmann in den Bundestagswahlkampf führen, der Pfälzer gilt als jovial und leutselig. Jetzt hält eine "Stern"-Reporterin dem Fraktionschef der Liberalen vor, sie mit unangemessenen Bemerkungen bedrängt zu haben.

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Interessant ist er natürlich erstens wegen der Vorwürfe und weil man daran schon auch erkennen kann, wie Brüderle so tickt - falls die Schilderungen stimmen. Ein paar Auszüge:



Aber interessant ist auch der Zeitpunkt. Die von der Journalistin geschilderte Situation liegt ziemlich genau ein Jahr zurück, vorgestern wurde Brüderle zum FDP-Spitzenkandidaten der FDP ernannt. Insofern ist das Timing des Artikels m.A.n. schon ein bisschen seltsam. Man könnte fast den Eindruck bekommen, der Artikel lag ein Jahr in der Schublade und sollte genau dann herausgeholt werden wenn Brüderle FDP-Chef oder/und Spitzenkandidat wird (was absehbar oder zumindest wahrscheinlich war).


Meine persönliche Ansicht ist:
Ich gönne ihm den Tiefschlag, weil ich ihn nicht leiden kann, aber so wirklich sauberer Journalismus ist das m.A.n. nicht (womit ich nur das Timing meine, nicht das Veröffentlichen solcher Vorwürfe an sich).


Shalom



Der Vorfall zeigt deutlich, dass unsere politische Elite auch aus Machso beteht. Der Vorfall zeig aber auch, wie Politik funktioniert und wie Journalsiten in der Politik mitmischen wollwen...und das ist wirklich keine saubere jornalistische Arbeit. Ich finde es fragwürdig, dass Stern ein ganzes Jahr mit der Veröffentlichung gewartet hat. Warum wohl? Wer steuert die Politik?

Die FDP regt sich über Gebühr auf, weil Sier befürchten, dasder Vorfall Brüderles Anshen beschädigt. Die Partei wäre gut beraten sich in Zurückhaltung zu üben. das tunsie nicht und ist Ihre Sache. Die Veröffentlichung ist zu begrüssen, da diese Veröffentlichung eine neuerliche Debatte über Sexismusd in der politik eröffnet hat..


Shimon
 
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bedingen nicht sexuelle Übergriffe den Sexismus, meist doch paarweise anzutreffen?

Prinzipiell? Ich denke nicht. Könntest du mit einem Beispiel freundlicherweise deinen Gedankengang verdeutlichen?
Meintest du Vergewaltigung wäre sexistisch?
 
Prinzipiell? Ich denke nicht. Könntest du mit einem Beispiel freundlicherweise deinen Gedankengang verdeutlichen?
Meintest du Vergewaltigung wäre sexistisch?

Ringelreigen beginnt oft mit zweideutigen Bemerkungen, Witzchen = sexistisch, manchmal bleibt auch dabei, oft geht es weiter...
Vergewaltigung - auch wenn es mit beiderseitigem Einverständnis stattfindet, auch wenn die Frau sich auf ein Tauschgeschäft
einläßt, noch freiwillig, auch wenn Frau offensiv ein Tauschgeschäft á priori vorhat?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
bedingen nicht sexuelle Übergriffe den Sexismus, meist doch paarweise anzutreffen?

Zumeist und sicher net immer ;), doch wo fängt es an und wo hört es auf ?
Das Abwägen was ist da schon sexistisch und was ist auch bereits sexuelle Belästigung ,die Abgrenzung dessen ist zumeist ,meiner A. nach nicht gegeben , .....Also achtsam sein , es schadet net unter Freunden zu witzeln , aber als Politiker ,..hm...zu witzeln oder sich sexistisch zu benehmen in dieser Art ,....Nein. Danke !
 
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Ach so. Nun wahrscheinlich finden Überschneidungen statt, im Sinne dass das eine zum anderen führen kann. Wobei dann letzeres aber nicht mehr sexistisch ist, sondern eine definierte Straftat.

Bezüglich sexistischer Witze: Am Arbeitsplatz uU eine Form der relevanten Belästigung, außerhalb davon vielleicht mit Vorsicht (Nachsicht) zu genießen. Generell lache ich auch über sexistische Witze (in beide Richtungen) so sie denn lustig sind und keinen demütigenden aktuellen Hintergrund haben, also nur als Vorwand dienen, jemandem hintenrum eine reinzuwürgen.

Vergewaltigung schließt das Einverständnis aus. Sexismus ist auf die soziale Konstruktion bezogen, nicht auf die Biologie.
 
Vergewaltigung schließt das Einverständnis aus. Sexismus ist auf die soziale Konstruktion bezogen, nicht auf die Biologie.

natürlich.

hier ging es um Mann gegen Frau.
andersrum geht es genauso. auch Frau gegen Frau und Mann gegen Mann. (auch bei homosexuellen Menschen)

außerdem ist Sexismus ja ein vieldeutiger Begriff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
außerdem ist Sexismus ja ein vieldeutiger Begriff:

In der Tat. Kannst du aus diesem Wikiartikel heraus eine Verbindung zum Fall Brüderle herstellen, um somit von Sexismus sprechen zu können? Wenn ja wäre ich wegen des Denkanstoßes sehr erfreut.

Dann habe ich mir schnell folgendes www.ceeol.org/aspx/getdocument.aspx?logid=5&id=5902b0c6-ad73-44cb-8f94-8e3e275769b6

durchgelesen/ überflogen, auch hier finde ich keine Anhaltspunkte, obschon es um Sexismus in der Sprache geht.
 
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In der Tat. Kannst du aus diesem Wikiartikel heraus eine Verbindung zum Fall Brüderle herstellen, um somit von Sexismus sprechen zu können? Wenn ja wäre ich wegen des Denkanstoßes sehr erfreut.

Dann habe ich mir schnell folgendes www.ceeol.org/aspx/getdocument.aspx?logid=5&id=5902b0c6-ad73-44cb-8f94-8e3e275769b6

durchgelesen/ überflogen, auch hier finde ich keine Anhaltspunkte, obschon es um Sexismus in der Sprache geht.

ich fürcht, wir sind ohnehin auf der gleichen Linie. manchmal überliest halt umgangssprachliches. wir small taken hier alle im großen und ganzen bloss. Kurzweiliges halt in der Arbeit, zwischen Böden schrubben und Männchen machen, äh, Frauchen/Männchen machen meine ich natürlich politisch korrekt. (nizuz wacht :verängstlichdreinguck: )

gender mainstreaming = mitunter grotesk.
 
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