"Placebos sind der Schlüssel zu einer menschlichen Medizin"

Der Glaube als solcher ist nun mal ein Thema, das von Nichtverstehen und Missverständnissen begleitet wird.
Aber wie kann man denn das zum Beispiel:
Wenn Jemand still für sich überzeugt ist, dass im Falle einer Erkrankung unbedingt und überhaupt nur ein Arzt zuständig ist, überhaupt nur dieser Fachmann das Wissen haben kann, wie man seine Krankheit los wird, dann ist das sein Glaubenssatz.
Er geht natürlich zum Arzt und lässt sich von ihm Medizin verschreiben, die er dann bereitwillig einnimmt.
Und wenn das ein Placebo ist, dann bringt sein Glaube an den Arzt und seine Medizin die Heilung. Weil er an diese Heilung glaubt, ohne es auch nur ansatzweise in Frage zu stellen.
oder
Wer an einen bestimmten Weg zur Heilung glaubt - also glaubt im Sinne von für sich selbst überzeugt - der sollte diesen Weg gehen. Jeder ist dabei der Richtige.
so verstehen, dass dabei das rauskommt:
Es ist Bullshit, ihnen zu erzählen, "tja, bei dir klappt das halt nicht mit der Heilung, weil du das mit dem Glauben nicht verstanden hast".
Du kannst nicht einfach sagen " Na schön, weil du nicht glauben kannst, brauchst du diese Krücken halt"..

So Sätze habe ich inhaltlich nicht annähernd geschrieben oder gar gemeint. Indem du das aber so schreibst, erweckst du den Eindruck, so was wäre meine Meinung gewesen.

Ist das nun Widerspruch um des Widersprechens willen oder warum legst du mir so verquere Behauptungen in den Mund?
 
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So Sätze habe ich inhaltlich nicht annähernd geschrieben oder gar gemeint. Indem du das aber so schreibst, erweckst du den Eindruck, so was wäre meine Meinung gewesen.

Zumindest hast du es so dargestellt:

Glaube wirkt in jede Richtung, letztlich ist alles Glaube in Bezug auf Selbstheilung oder der Wirkung bzw. Nichtwirkung von Substanzen. Man muss nur glauben, dass es so oder so wäre, und es ist so!

Und da hat @FreeStar vollkommen Recht, wenn sie schreibt:

Du kannst nicht einfach sagen " Na schön, weil du nicht glauben kannst, brauchst du diese Krücken halt"..
 
zumindest reicht der Glaube als solches nicht aus um eine Heilung zu bewirken,

die Selbstheilungskräfte müssen gut funktionieren wäre eine Vorraussetzung, so sage ich zB , vieles ist ja beeinflussbar ohne das ich dran glauben muss,
Körpertemperatur, Immunsystem, die Abwehr von eindringlingen usw,
alles funktioniert eigentlich allein ohne Glauben.

bei mir ist das so, das ich wissen muss was da krank ist, dann kann ich mich drauf konzentrieren und auch entsprechend eGegenmaßnahmen einleiten, die ja notwenidig bei den meisten Dingen sind.
Gehe ich von der schnöden Gastritis aus brauch ich keinen Glauben zur Heilung sondern Wissen und entsprechende rnährungsänderung oder Stressbewältigung und anderes,
auch emotiona kann ich Körperliches beeinflussen, die Selbstheilungskräfte gehen von allein los, wenn sie funktionieren.

Meine Erfahrung
 
Was lässt das Placebo wirken?
Das Gehirn.
Durch die Einstellung, also mit der Erwartung (positive oder negative) kann man begrenzt auf neurobiologische Prozesse einwirken und in gewissem Umfang sogar Körperfunktionen, also Puls, Atemfrequenz usw. beeinflussen.
Das ganze ist auch gut umschrieben in diesem Thread von Dispersio:
Gewalt und Mitgefühl

Je nachdem, wie deine innere Haltung ist also zuversichtlich oder pessimistisch läuft dein Körper eher in einem Schutz und Kampfmodus, der Energie bereitstellt und auf Reserven läuft oder in einem Entspannungs- und Regenerationsmodus indem Reserven aufgebaut und Erholung begünstigt werden.

Placebos wirken nicht, wenn bspw. Funktionen des Körpers physisch beeinträchtigt sind, bspw. Zellen oder Gewebe geschädigt und zerstört sind, oder es Mangelerscheinungen gibt.
 
Placebo ist ja auch nicht nur ein Effekte, sondern ein Sammelbegriff vieler Effekte, die mehr oder weniger zusammenspielen. Ganz allgemein spricht man da auch gelegentlich von Placebo- und Kontexteffekten.

Siehe z.B. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

Zitat daraus:
Die Begriffe Placeboeffekt und Placeboantwort (englisch placebo response) werden häufig synonym verwendet. Enck unterscheidet zwischen den Begriffen, indem er „Placeboeffekt“ im Sinne des Placeboeffektes bei klinischen Studien definiert, wo unter dem Begriff alle Faktoren zusammengefasst sind, die neben der spezifischen Wirksamkeit eines untersuchten Medikaments Einfluss auf das Untersuchungsergebnis haben, wie Regression zum Mittelwert, natürlicher Krankheitsverlauf, Spontanremission und schließlich die wahre Placeboantwort. Die Placeboantwort beschreibt danach die individuelle Reaktion auf eine Behandlung, die auf Grund von psychosozialen Faktoren, wie Suggestion / Erwartungshaltung und Konditionierung ausgelöst wird.

Darum ist es zu kurz gedacht, wenn man Placebo als angeblich "nur Einbildung" abtun wollen würde (oder es anderen in den Mund legt, das zu tun).

Und darüber hinaus ist es auch falsch gedacht zu behaupten, etwas wäre ganz sicher kein Placebo, wenn man einzelne der Effekte unter diesem Sammelbegriff ausschließen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was lässt das Placebo wirken?
nichts, wer für Placebos empfänglich ist der braucht sie nicht nehmen, dem reicht aus das er weiß was er für ein Leiden hat , es ist kein Glauben sondern der Befehl, die Vorstellung das der Placebo das vom Arzt erklärte macht,
es ist die eigene Beeinflussung durch Suggestion, kein Glaube.
emotionale Einstellung auf Heilung.

Meine Sichtweise
 
Was lässt das Placebo wirken?
Das Gehirn.
Durch die Einstellung, also mit der Erwartung
Das Gehirn selber denkt nicht, es wird benutzt zum Denken. Verhält sich in etwa so, wie ein Boot nicht selber über den See rudert. Es wird vom Menschen dazu benutzt.

Du sagst es dann ja selber. Es ist die Einstellung zu einem Sachverhalt, die Erwartung einer Wirkung, was das Placebo wirken lässt.
 
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Darum ist es zu kurz gedacht, wenn man Placebo als angeblich "nur Einbildung" abtun wollen würde (oder es anderen in den Mund legt, das zu tun).

Und darüber hinaus ist es auch falsch gedacht zu behaupten, etwas wäre ganz sicher kein Placebo, wenn man einzelne der Effekte unter diesem Sammelbegriff ausschließen kann.
@Joey, in deinem Text kann ich den Sinn nicht erkennen. Wofür bzw. wogegen argumentierst du denn?

Kannst du ganz ohne Links mit eigenen Worten sagen, was du unter „Placebo“ verstehst?
 
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