«Warum», fragt die einflussreiche Republikanerin und mögliche Präsidentschaftskandidatin 2012, «verfolgen wir ihn nicht mit der gleichen Dringlichkeit wie Al-Kaida- und Taliban-Führer?» Assange sei weder Journalist noch Herausgeber, sondern «ein antiamerikanischer Agent, an dessen Händen Blut klebt». Palin fordert die US-Behörden auf, die «technische Infrastruktur von Wikileaks zu zerstören».
«...dann sollte er exekutiert werden»
Die Antwort der Unterstützer der Enthüllungsplattform liess nicht lange auf sich warten: Wie die Nachrichtenagentur AFP bericht, wurde Palins Internetseite vorübergehend blockiert, gemäss einem Bericht des Senders ABC News waren auch die Kreditkartenkonten von Palin und ihrem Mann betroffen. In einem Online-Chat mit der Nachrichtenagentur AFP erklärte die Hackergruppe, ihre Angriffe auf alle ausdehnen zu wollen, die feindlich gegenüber Wikileaks eingestellt seien.
Gut möglich, dass darum bald amerikanische Nachrichtensender gehackt werden. In den USA haben einige von ihnen klar die Position der Regierung übernommen. «Endlich ist die Verbrecherjagd beendet», meldete etwa NBC eine klare Vorverurteilung. Noch extremer hat sich die «Fox News»-Kommentatorin Kathleen McFarland positioniert.«Wenn er (Assange) für schuldig befunden wird, sollte er exekutiert werden.»