Wenn sie könnten, würden sie es tun. Die waren es ja auch, die vor Jahren schon hohe Spritpreise wollten.
Wo haben die Grünen oder ein Vertreter der Grünen (auch nur privat) jeweils von einem kompletten Verbot von Autos gesprochen? Du redest völligen Quatsch.
Die Erhöhung der Spritpreise wurde auch zurecht gefordert: Weil in Österreich damals der Sprit so billig war, hatten wir ungeheuren Tanktourismus und waren deswegen - trotz unserer verhältnismäßig besseren Energiepolitik - extrem weit hinten im Vergleich der Einhaltung der Kyoto-Protokolle. Ist dir eigentlich klar, dass Öl die wertvollste Ressource auf diesem Planeten ist, und dass alles angefangen von Kunststoffen bis zu Medikamenten irgendwie mit der Ölindustrie verknüpft ist? Und was machen die Menschen - verbrennen das Zeug in ihren Autos.
Aber die Grünen sind die Bösen, weil sie wollen, dass wir mal vielleicht zwei mal nachdenken, bevor wir ins Auto steigen damit wir für ein Eis zum Supermarkt um die Ecke kommen. Das wär ja direkt unangenehm, wenn wir Menschen uns mal damit auseinandersetzen müssten, was für Spuren wir auf unserer Welt und in der Natur hinterlassen.
Friedensstifter schrieb:
Wie weit hast du´s bis zur Uni und wie alt bist du? Ich glaub kaum, dass ein 55 jähriger dutzdende Km it dem Skateboard fahren könnte.
Lustig, dass du das sagst, ich hab vor einigen Wochen am Bahnhof in Wien einen wohlgekleideten Businessman um die 50 gesehen, der mit dem Aktenkoffer in der Hand auf seinem Board gecruised ist. Hat mir irgendwie imponiert.
Friedensstifter schrieb:
Das glaubst auch nur du (vom Preis will ich gar nicht reden)
Das Örtchen, in dem meine Eltern leben hat so Daumen mal pi 5000 Einwohner und 2 Haltestationen. Meine Ex wohnte in einem Kuhkaff irgendwo in Oberösterreich ebenfalls mit so etwa 5000 EW, da gabs sogar 3 Haltestationen. Österreich hat eine Abdeckung des Bahnverkehrs. Aber selbst in den ärgsten Inzestdörfern kommt man im Regelfall innerhalb von 15-20 Minuten zum nächsten Bahnhof.
Dass die Preise zu hoch sind stimmt, aber das würde sich ändern, wenn mehr Leute die Bahn verwenden würden. Außerdem könnte man den Bahnverkehr stärker subventionieren, wenn man dafür den Sprit für die Autos stärker besteuert.
Friedensstifter schrieb:
dann sollen sie bei sich selber anfangen. Nicht mit dem Taxi fahren und so tun als ob sie zu Fuß gegangen wären. Das war in Wien...wo du ja sagst, da braucht niemand ein Auto (was in Wien ja wirklich oft der Fall ist).
Sinnloses Scheinargument. Wie du schon gesagt hast, sind Leute unterschiedlich stark auf Autos angewiesen. Ein Politiker, der mehrmals am Tag schnell von A nach B nach C muss und täglich unterschiedliche Termine an unterschiedlichen Orten hat ist eher darauf angewiesen als ein Hakler, der jeden Tag genau um 9 Uhr in der (immer am gleichen Ort stattfindenden) Arbeit sein muss und genau um 5 Uhr wieder abhauen kann. Jetzt zu sagen "
aber die Grünen verwenden selber Autos" ist einfach kindisch. Denn wie gesagt: Die sprechen sich ja nicht für ein generelles Auto-Verbot aus, sondern dafür, dass Autos sinnvoller und ökonomischer genutzt werden.
Friedensstifter schrieb:
Vor den Jahren wird eben gern viel versprochen. Ddas wird garantiert nicht umgesetzt, wetten?
Solange die Leute zu bequem sind, vom Auto auf Öffis umzusteigen nicht, denn so lange haben die Grünen nicht die nötige politische Kraft.
P.S.: Nachdem ich mich jetzt ein bisschen mehr mit dem Wahlprogramm der Grünen auseinandergesetzt hab und ja recht planlos war, was ich wählen werd, hab ich mir mal das TV-Duell Glawischnig-Strache angeguckt und muss sagen: Wow, die Dame hat dem HC ja ordentlich eingeheizt. Der starke Start mit den Korruptionsvorwürfen in der Partei hat ihn schon mal ziemlich klein gemacht. Das Niveau hat sie auch gut gehalten. Jetzt muss sie nur noch aufhören, immer so halbe Satzanfänge zu starten, während Strache redet, das hat mich etwas an ihrer Rhetorik gestört und ihre Darstellung kränkeln lassen. Die Statistik von Todesfällen auf Freilandstraßen (bei Bucher) hat mich auch überrascht.