Nur für Schlauberger

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Liebe braucht Poesie... wenn also ein Gegenteil der Liebe existiert, dann vielleicht in der gänzlichen Abwesenheit von Poesie... z.b. in der Banalität.


Die reine Bewältigung des Lebens, der Welt, ohne jegliche ehrfürchtige Feierstimmungen mündet in fatalistischer Agonie. Jeglicher Aktivismus
ex nihil wird immer mehr zur Farce und die Seele verstümmelt zunehmend.
Das Banale steht dann in zwanghaften Widerspruch zum Phänomenalen,
der Geist wird alt, der Mensch stirbt daraufhin.
 
Die Philosophie sagt lediglich "die Liebe" an sich gibt es nicht.

hatschi

DIE Philosophie gibt es schon mal gar nicht. von daher kann man auch nicht sagen, dass es für DIE Philosophie "die Liebe" ansich nicht gibt. Das ist nämlich abhängig von WELCHER Philosophie man spricht, also von welcher Philosophsichen Schule. Und da gibts recht viele Philosophen und Philosophische Schulen die von einer Liebe ansich ausgehen und recht eigentlich in der Liebe das Urprinzip an sich sehen. Das geht sogar noch weiter dass bestimmte Philosophische Schulen von 3 Arten der Liebe augehen (Philia, Eros, Agape) oder die Liebe zum höchsten Philosophsichen Prinzip erheben.

Erstens empirisch und zweitens rational.

Hust

und warum soll die Empirie nicht rational sein und die Ratio nichtempirisch arbeiten? mich deucht, du schmeisst hier einfach mit begriffen um dich die du noch nie gehört hast oder zumindest nicht verstehst

Du gehst hier den empirischen Weg ("Pfad des Beobachtbaren"). Damit ist gemeint, etwas geschieht, man empfindet etwas und geht von diesem Geschehen, Kant würde sagen dem Gegebenen, dieser Empfindung aus.

Quatsch. die Empirie hat nix mit Emotionen zu tun und geht schon mal gar nicht von einer Empfindung aus. Die Empirie ist in den meisten Fällen (zumindest wenn man wissenschaftlich arbeitet und die Philosophie ist nun mal eine Wissenschaftliche Disziplin) der versuch eine Theorie die man sich erarbeitet hat mit einer Feldstudie oder einem Versuch zu überprüfen. In beiden Fällen ist die Theorie, als das rein logische, rationelle durchdenken die Vorarbeit zur Empirie... denn was hilft das Beobachten, wenn man aus dem Beobachteten nicht etwas ableiten kann, was man sich zuvor gefragt hat?

Die Phil hat dazu einen anderen Zugang.

dabei währe doch Philosophie ganz einfach zu erklähren - Philosophie ist das sich wundern über Dinge die andere für Selbstverständlich und banal halten :rolleyes:
 
Hallo an Alle!

Nachdem letztens das Rätsel auf ziemliches Interesse gestoßen ist;
hier noch eines:

Was ist das Gegenteil von Liebe?

LbGr, Anna

sorry - habe nicht nachgelesen -

es gibt kein gegenteil von liebe.

alledings - nur wer wahrhafte liebe einmal erfahren hat - kann wahre liebe auch tatsächlich begreifen -
und auch aufspüren in sich selbst -
oder vielleicht auch umgekehrt -
nur wer wahre liebe erfahren hat in sich selbst -
kann sie auch erspüren im außen.

nichterfüllung bereitet schmerzen - aber keine, die im stande sind die liebe zu zerstören.
 
danach kannst ja nimma Bogeschießen. Da triffst ja nur daneben
:-))


Schonmal mit dem Taschenrechner in der Hand ein Bild gemalt?
 
Wie stellst du dir die Vorgehensweise konkret vor?

Ich arbeite zusammen mit einer Gruppe hier in Berlin eine Art Schule zu gestalten, wo viele verschiedene spirituelle Menschen die eben diese Einseitigkeit nicht mehr aufweisen, so zusammenbringt, dass sie in der Lage sind, Hilfesuchende ein breitgefächertes Angebot machen zu können, wie sie sich weiter entwickeln können.
Wir sind leider noch am Anfang, das ganze ist nicht so leicht zu gestalten, ich bin aber zuversichtlich, dass in einer angemessenen Zeitspanne alles steht.

Die Antagonismen zwischen Wissenschaft und Religion z.B. bestehen eben deswegen, weil beide eigentlich genau so einseitig sind, was sie trennt ist, dass sie verschieden Ansichten derselbigen Sache vertreten, und aus diesem Grund sich so ausschließen. Beide sind eigentlich einen Ausdruck davon, wie sich Menschen selber weh tun, weil sie eben alles so einseitig sehen ... und da speilt die Liebe, eben die Liebe zu sich selbst, und als Folge die, die wir Anderen geben können die Hauptrolle.
 
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Hey ... sehr schön finde ich deinen Ansatz ... :flower2:

Liebe Anna,

Gartner: Exkurs; das Gegenteil von Liebe:

Alles was wir tun (lieben, leben, hassen, denken...etc.) ist an uns als Subjekt gebunden. WIR können das alles tun. Es selbst (die Liebe) tut gar nichts. Es gibt nicht "das Leben", sondern nur lebendige Subjekte, es gibt keine "Liebe" sondern nur liebende Subjekte etc.

Wir haben es uns zur Angewohnheit gemacht, aus dem was nur wir tun können, ein Subjekt zu machen, so als käme ihm eine selbständige Existenz zu (die Liebe, das Leben etc.) und schreiben diesen versubjektivierten Handlungen eine Tätigkeit zu (Die Liebe tut weh. Das Leben straft jemanden. Der Hass frißt ihn auf.).

Indem wir dies tun, schieben wir Verantwortung für unser Handeln in einen nebulösen Metabereich voller Subjekte, denen keine selbstständige Existenz zukommt und dies läßt uns im schlimmsten Fall faul, träge, gedanken- und gefühlos werden, denn jedes Mal, wenn wir uns mal wieder daneben benehmen, können wir dann abwinken und Ausreden auftischen, wie z.B. "Naja, das Leben ignoriert mich eben." oder "Das war nicht meine Idee, das hat nur der Neid aus mir gemacht."

Daher, weil es, wie oben festgestellt, "Die Liebe" gar nicht gibt, sondern nur "Liebende", gibt es selbstverständlich auch ihr Gegenteil nicht.
Gegenteile gibt es nur dafür, was ein Subjekt tut.


das ist eine unbeholfene Lösung, weil sie Teile des Lebens ausblendet.
Im Leben kommt es einfach vor, dass man sagt: "Die Liebe heilt."
Die Weigerung, eine subjektivistische Sprachkonstruktion eines handelnden Abstraktums ("die Liebe") zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet eine Eingrenzung des Sprachuniversums in Richtung Eindeutigkeit und raubt der Sprache einen Teil ihrer Poesie.
Deshalb ist diese Lösung unbeholfen, weil sie nur für einen gewissen Teil des Sprachraums eine Lösung ist. So wie eine Mathematikaufgabe oder physikalische Probleme, bei der man für bestimmte Spezialfälle die Lösung angeben kann, für andere aber nicht. Siehe z.b. Drei-Körper-Problem.

Wenn nun die Eingrenzung auf einen bestimmten Raum eine eindeutige Lösung produziert, hat man andererseits einen Hinweis auf die allgemeinere Lösung. In diesem Fall bleibt die Poesie der Sprache teilweise auf der Strecke.
Und da könnte doch ein Schlüssel liegen.
Liebe braucht Poesie... wenn also ein Gegenteil der Liebe existiert, dann vielleicht in der gänzlichen Abwesenheit von Poesie... z.b. in der Banalität.

Also was haltet ihr von der Banalität als Gegenteil der Liebe?
ein bescheidener Vorstoß in unbekanntes Terrain, und doch sehe ich schon große Tiefen darin...

Naja, nur meine ganz unphilosophischen dreieinhalb cent zu dieser Lösung... ;)

Ich empfinde das so, mit dem Einsetzen der Fische-Zeitalter, hat die Schönheit an Glanz und Präsenz verloren gehabt ... dies ändert sich zum Glück ...

Das Christentum hatte eine Kultur des Schmutzes und Krankheit mit sich gebracht, dann kam die Wissenschaft, und diese, die eben genau so einseitig ist, hat die Gefühle und die subjektive Welt verbannen wollen ...

Die grösste Erfindung beider besteht in die Einseitig der Zeit. Somit wurde alles ... eben "linear" ... grauenhaft.

ich weiss aus eigener Erfahrung, das ist aber nicht so ... ich träume ständig "das was schon ist, aber ich als Zukunft wahrnehme" ... oder ... ich "sehe" jetzt ... das was ich später wahrnehmen werde ... nur mit einer kleinen Zeitspanne dazwischen.

Ich denke, es wäre jetzt die "Zeit" gekommen, die subjektiven Welten einzubeziehen, und deswegen ... auch die Auswirkungen der Liebe, Angst und was auch immer für Gefühle und Emotionen es gibt, genau zu untersuchen, und dies alles integrieren ...

Die Poesie und Schönheit der Sprachen damit anreichern ...
 
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