Nur für Schlauberger

Handkehrum aber, wenn wir jede Regung und jedes Handeln immer blos auf uns selber zurückführen und keinerlei andere Einflüsse dafür gelten lassen kann dass dazu führen, dass wir jegliche Existenz ausser der unseren ablehen und davon ausgehen, dass wir allmächtig seien. Denn wenn alles nur aus uns kommt und nichts auf unser handeln einflusst hat - dann haben wir schlussendlich (und zuende gedacht) für unsere Selbstbehauptung und unsere Kontrollwut (ICH bin für alles verantwortlich) die gesammte Existenz der Welt geopfert (wenn auch zuerst nur Ideel, aber immerhin)

Es geht nicht darum zu erfahren, dass alles nur aus uns kommt, sondern das das Subjekt nur durch Relativismen entsteht, so die Grundidee bei Wittgensteins Tractatus und fort folgenden Gedankengängen.

Eine Allmächtigkeit kann auch im ständigen Wechsel mit Ohnmacht klar machen das nur ich meine Gedanken denke.

Schlussfolgere ich also, dass ich Gott bin, wäre das auf jeden Fall richtig, wenn man erkennt, das Gott ebenso hilflos in seinen Reflektionen ist.
Er erzeugt ja den Primus Solus genau deswegen.

Zu Deiner bereichernden Freimaurerseele sei von mir dazu gefügt, dass der Primus Solus zum Beispiel in König David sein irdische Entsprechung fand.
Damit ist aber der Zustand gemeint und weniger die Person.
In der Freimaurerei lernst Du möglicher Weise solchen als Luzifer zu erkennen, den selbst Geschaffenen der alles schafft.
Und wahrlich gehört er zum Selbstverständnis eines Primus Solus, weswegen in der Bibel Jesus "auf einem Esel" nach Jerusalem hinein reitet und "auf einem Esel" gleichwertig ist mit dem Wort "SATAN".

Nun überlege selbst was mit Amun Re, dem Dreifachen, dem Urgrund der Göttertrias, gemeint sein kann, wenn man ihm den Titel Amun, dass heisst "der Verborgene" gibt.
 
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Liebe Anna,

Gartner: Exkurs; das Gegenteil von Liebe:

Alles was wir tun (lieben, leben, hassen, denken...etc.) ist an uns als Subjekt gebunden. WIR können das alles tun. Es selbst (die Liebe) tut gar nichts. Es gibt nicht "das Leben", sondern nur lebendige Subjekte, es gibt keine "Liebe" sondern nur liebende Subjekte etc.

Wir haben es uns zur Angewohnheit gemacht, aus dem was nur wir tun können, ein Subjekt zu machen, so als käme ihm eine selbständige Existenz zu (die Liebe, das Leben etc.) und schreiben diesen versubjektivierten Handlungen eine Tätigkeit zu (Die Liebe tut weh. Das Leben straft jemanden. Der Hass frißt ihn auf.).

Indem wir dies tun, schieben wir Verantwortung für unser Handeln in einen nebulösen Metabereich voller Subjekte, denen keine selbstständige Existenz zukommt und dies läßt uns im schlimmsten Fall faul, träge, gedanken- und gefühlos werden, denn jedes Mal, wenn wir uns mal wieder daneben benehmen, können wir dann abwinken und Ausreden auftischen, wie z.B. "Naja, das Leben ignoriert mich eben." oder "Das war nicht meine Idee, das hat nur der Neid aus mir gemacht."

Daher, weil es, wie oben festgestellt, "Die Liebe" gar nicht gibt, sondern nur "Liebende", gibt es selbstverständlich auch ihr Gegenteil nicht.
Gegenteile gibt es nur dafür, was ein Subjekt tut.


das ist eine unbeholfene Lösung, weil sie Teile des Lebens ausblendet.
Im Leben kommt es einfach vor, dass man sagt: "Die Liebe heilt."
Die Weigerung, eine subjektivistische Sprachkonstruktion eines handelnden Abstraktums ("die Liebe") zur Kenntnis zu nehmen, bedeutet eine Eingrenzung des Sprachuniversums in Richtung Eindeutigkeit und raubt der Sprache einen Teil ihrer Poesie.
Deshalb ist diese Lösung unbeholfen, weil sie nur für einen gewissen Teil des Sprachraums eine Lösung ist. So wie eine Mathematikaufgabe oder physikalische Probleme, bei der man für bestimmte Spezialfälle die Lösung angeben kann, für andere aber nicht. Siehe z.b. Drei-Körper-Problem.

Wenn nun die Eingrenzung auf einen bestimmten Raum eine eindeutige Lösung produziert, hat man andererseits einen Hinweis auf die allgemeinere Lösung. In diesem Fall bleibt die Poesie der Sprache teilweise auf der Strecke.
Und da könnte doch ein Schlüssel liegen.
Liebe braucht Poesie... wenn also ein Gegenteil der Liebe existiert, dann vielleicht in der gänzlichen Abwesenheit von Poesie... z.b. in der Banalität.

Also was haltet ihr von der Banalität als Gegenteil der Liebe?
ein bescheidener Vorstoß in unbekanntes Terrain, und doch sehe ich schon große Tiefen darin...

Naja, nur meine ganz unphilosophischen dreieinhalb cent zu dieser Lösung... ;)

Hallo, liebe Maria!

Was die Sprache anbelangt sehe ich das ähnlich wie du. Darum meinte ich als Bemerkung aus philosophischer Sicht und jene kann auf Poesie natürlich keine Rücksicht nehmen. Die Philosophie ist wie die Mathematik, die Theologie, die Geometrie, Physik, Psychologie eine Wissenschaft und weist bestimmte Herangehensweisen und Methoden auf, um an "Genesis-Fragen" heranzugehen. Sie hat dafür auch einen eigenen"Begriffskatalog" entwickelt. Letzterer weist Begriffe auf, die umgangsprachlich anders gebraucht werden als in der Philosophie. Das ist vielleicht mit ein Grund, warum sie mißverstanden und mißinterpretiert wird.

Die Phil tauscht keine Meinungen aus, sie erstellt keine Hypothesen, sie bedient sich keiner empirischen Experimente, sondern sie forscht unter anderem im Meta- bzw. im transzendentalen Bereich. Natürlich gibt es auch in der Phil Spezialgebiete und sie macht einen Unterschied zw. theoretischer und praktischer Phil.

Vielleicht ist abschließend zu sagen, daß es sich bei der Phil nicht um das umgangsprachliche Philosophieren handelt. Zu philosophieren würde bedeuten, Meinungen von sich zu geben, Ansichtssachen und Annahmen.
Doch wie gesagt, ich habe nur einen kleinen Einblick gewähren wollen und gehe nicht davon aus, daß dieser Blick auf Anhieb verstanden wird.

Also, liebe Maria! "Das Leben ist wunderbar", es beschert mir Kontakte, wie Dich und das ist sehr schön... :D

lbGr, Anna
 
Liebe Anna, geht es hier um so etwas wie die Orthodoxie des Subjekts?

Ich und Tag wären demnach zb. orthodoxe Subjekte. Liebe und Hass unorthodoxe. Könnte man das so sagen? Sofern man subjektivierten "Gefühlen" die Autonomie einer Subjekthaftigkeit überhaupt zugestehen wollte, dann nur als unorthodoxe... ? Oder gings doch darum, das Kind mit dem Bade auszukippen? :confused:

Im Übrigen liesst sich dein philosophischer Exkurs ansonsten *fast* so, als wollte gesagt sein, dass Nomen kein Gegenteil hätten, dafür aber Adjektive schon :D *grundschule


:lachen: :umarmen:

Hallo LynSantafee!

Ehrlich gesagt verwirren mich die Begriffe "orthodox" und "unorthodox" etwas. "Doxa" das griechische Wort bedeutet "richtig, wahrhaft".
Ich glaube, deine Antwort nicht verstanden zu haben. Sorry.
 
Ich spreche auch für MICH.:)

erklär mir das bitte genauer.

was ist für dich Gefühl und was ist Emotion?

Gefühle sind reine energetische Erscheinungen. Ich gebe dir ein einfaches Beispiel dafür, und warum man so deutlich zwischen den beiden unterscheidet.
Setzt dich bitte hin, führe eine progressive Körper-Entspannung, und versuche dich über etwas zu ärgern ... dies wird dir nicht gelingen, nur dann, wenn du dich verspannst und in Bewegung geraten bist, gelingt dir dies ... also ->

Eine E-Motio (Und - Bewegung) ist eine Regung die eine starke körperliche Komponente aufweist, die im schlimmsten Fall nicht kontrollierbar ist, und eben zu ungeahnten Folgen führen kann.
Hierbei ist Folgendes zu berücksichtigen, in den Muskelzellen sind die Schmerzen und Erinnerungen gespeichert, meistens durch unser Ego (Angst) mit produziert, deswegen behauptet man auch, Emotionen sind Gefühle die durch das Ego verdunkelt wurden. Warum verdunkelt? Durch unsere Angst sie wieder zu erleben, versuchen wir, diese E-Motios zu verdrängen, womit sie wieder in die Muskelzellen gedrängt werden, und der Prozess immer wieder abläuft, weil diese (Muskelzellen) das Zeug natürlich loswerden wollen ...

Ansonsten ist von den Gefühlen ontologisch nur dann was zu sehen und auch als objektiv beobachtbar, wenn eine Folgeerscheinung zutage tritt :)

Also können wir eindeutig sagen, Gefühlen tun nichts ... WIR erst tun etwas ...
 
wenigstens belehrt ihr euch nicht mit der Liebe selbst, weil sie zu Glück in keinem Beitrag zu finden ist...:o
 
Hallo LynSantafee!

Ehrlich gesagt verwirren mich die Begriffe "orthodox" und "unorthodox" etwas. "Doxa" das griechische Wort bedeutet "richtig, wahrhaft".
Ich glaube, deine Antwort nicht verstanden zu haben. Sorry.

Hi Anna, kein sorry nötig, wenn überhaupt von meiner Seite... da ich mich hier eines eigenwilligen Begriffes aus meinem Begriffsminiversum bedient habe, *g... (wie maria es so schön geprägt hat, wenn auch a bissel anders)

Was orthodox bedeutet weiss ich wohl... und meine hier so etwas wie "Echtheit" ... Liebe wäre demnach ein "unechtes" Subjekt... und das auch nur aus bzw. in der systembeschränkten Wahrnehmung der Polarität. Und mit DIESEM Kompromiss könnte ich leben. Liebe allerdings als gar nicht existent zubezeichnen, da sie (angeblich!) etwas metaphysisches beschreibt, (angeblich!) nicht aktiv tut, sondern passiv getan werden kann... empfinde ich als : das Kind mit dem Bade auskippen.

Es ist dies Ausdruck des Verstanddenkens, welches nur in der Lage ist sich innerhalb der eigenen Systemgrenze zubewegen und auch nur hier zu Ergebnissen zugelangen. Ich finde der Philosoph wäre spätestens an dieser Stelle aufgefordert sich einzugestehen, dass er es nicht weiss und gleichzeitig aber wahrzunehmen bzw. für möglich zu halten, dass er es wissen könnte. Transzendez ist das Stichwort. Oder wie Tucholsky, ein Exuser; es mal formulierte: Es ist die Weigerung, den sicheren aber feigen Bereich des Observablen zuverlassen. Liebe existiert nicht, weil ICH ihr, bevor sie wahr ihre eigenständige Existenz angedichtet (*winke @poesie, Maria) habe: An einem systembedingtem Pfad, sei es hier ein *fast* grammatikalischer, entlang zubeobachten, dass es bspw. das Leben bzw. die Liebe nicht gäbe, geht praktisch nur unter Ausschluss des Wesens des Menschlichen, dieses ganz besonderen Etwases, das mich bspw. von einem Tier oder Roboter unterscheidet. Oder ganz einfach gesagt: Die Rechnung wird praktisch ohne den Wirt gemacht.

Die Liebe ist etwas, das nur getan werden kann. So weit so gut. Es kann ihr aber nichts angetan werden. Ich könnte sie zb. nicht schlagen, klein machen, gross machen, essen. So weit auch so gut. Daraus allerdings zu schliessen, dass sie selbst nichts bewirken könne, da sie nicht existent sei sondern ein fabriziertes Phänomen ist Ausdruck der Weigerung den Pfad des Beobachtbaren zuverlassen. Allerdings würde ja gerade hier dieses *wirklich* mens-chliche aktiviert oder hätte endlich mal eine Chance zur Wirkung zu gelangen. Ich kann mit der Liebe nämlich sehr wohl etwas machen: Ich kann sie geben. Und ich kann sie empfangen. Sogar behalten und erhalten kann ich sie. Ich kanns nur nicht beweisen.

Aber spätestens hier dürfte einleuchten, dass Liebe sowohl Objekt, und so auch mal Subjekt sein kann. Wenn mir jemand Liebe schenkt, dann ist es die Liebe, die mich glücklich macht. Ziehst du den ab, der mich beschenkte ist die Liebe aber immer noch da und immer noch wirksam. Wie gesagt, DAS könnte ich nicht beweisen, aber immerhin erfahren. :)
 


Gefühle sind reine energetische Erscheinungen. Ich gebe dir ein einfaches Beispiel dafür, und warum man so deutlich zwischen den beiden unterscheidet.
Setzt dich bitte hin, führe eine progressive Körper-Entspannung, und versuche dich über etwas zu ärgern ... dies wird dir nicht gelingen, nur dann, wenn du dich verspannst und in Bewegung geraten bist, gelingt dir dies ... also ->

Eine E-Motio (Und - Bewegung) ist eine Regung die eine starke körperliche Komponente aufweist, die im schlimmsten Fall nicht kontrollierbar ist, und eben zu ungeahnten Folgen führen kann.
Hierbei ist Folgendes zu berücksichtigen, in den Muskelzellen sind die Schmerzen und Erinnerungen gespeichert, meistens durch unser Ego (Angst) mit produziert, deswegen behauptet man auch, Emotionen sind Gefühle die durch das Ego verdunkelt wurden. Warum verdunkelt? Durch unsere Angst sie wieder zu erleben, versuchen wir, diese E-Motios zu verdrängen, womit sie wieder in die Muskelzellen gedrängt werden, und der Prozess immer wieder abläuft, weil diese (Muskelzellen) das Zeug natürlich loswerden wollen ...

Ansonsten ist von den Gefühlen ontologisch nur dann was zu sehen und auch als objektiv beobachtbar, wenn eine Folgeerscheinung zutage tritt :)

Also können wir eindeutig sagen, Gefühlen tun nichts ... WIR erst tun etwas ...


Emotionen sind Gefühle die durch das Ego verdunkelt wurden.....

Das heisst für mich dann.....Das Gefühl kommt aus der "Seele"
und ist mein wahres Gefühl, meine Wahrheit.
Und Emotion ist was mein Ego "behandelt" und nicht mein wahres Gefühl ist.

Hab ich dich richtig verstanden?

liebe Grüsse
 
Emotionen sind Gefühle die durch das Ego verdunkelt wurden.....

Das heisst für mich dann.....Das Gefühl kommt aus der "Seele"
und ist mein wahres Gefühl, meine Wahrheit.
Und Emotion ist was mein Ego "behandelt" und nicht mein wahres Gefühl ist.

Hab ich dich richtig verstanden?

liebe Grüsse

Vollkommen hast du das verstanden :)

Man kann das so sehen, in einem Meer aus unendlichen Möglichkeiten ziehst du dann das zu Dir, was in Dir steckt ...

Ich sollte vielleicht im voraus etwas klarstellen, weil ich mir einige Beiträge weiter nach oben angeschaut habe, und einige User völlig missverstanden haben, worum es da geht, und wieso man sich die Mühe macht, als dies auseinander zu klamüsern.

Die Liebe, Mitgefühl, Grosszügigkeit ... und all die anderen Gefühlen sind wohl sehr existent, und zwar so sehr, dass wir ohne sie nicht existieren würden; darum geht es hier nicht.
All dies was ich bis jetzt erklärt habe, sind Überlegungen philosophisch-ethnologischer-spiritueller Natur die eingebettet sind, in einem System für die Entwicklung einer integralen Spiritualität, die versucht, die Auswüchse zu vermeiden, die durch eine einseitige Entwicklung hervorgerufen wurde, die Staatsreligionen produziert haben, hier speziell die RKK. Als sie ihr glaube um das AD 3XX erfunden haben. Ähnliches gilt auch für die anderen Glaubensrichtungen wie z.B. den Buddhismus speziell auch der Islam.

Dazu kommt noch eine Thematik, und die wäre, dass eigentlich über 90% der Bevölkerung dysfunktionale Erscheinungen aufweist, da dies für sie "normal" ist, meinen sie, alles wäre in bester Ordnung ... was momentan mit der RKK geschieht, ist ja nur die Spitze des Eisberges, diese Problematik betrifft uns allen.

Wenn man Menschen helfen will, dann muss man wissen was man da tut, und darin ist auch diese ganze Sache eingebetet, nämlich Heilung im weitesten Sinne ...
 
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Hi Anna, kein sorry nötig, wenn überhaupt von meiner Seite... da ich mich hier eines eigenwilligen Begriffes aus meinem Begriffsminiversum bedient habe, *g... (wie maria es so schön geprägt hat, wenn auch a bissel anders)

Was orthodox bedeutet weiss ich wohl... und meine hier so etwas wie "Echtheit" ... Liebe wäre demnach ein "unechtes" Subjekt... und das auch nur aus bzw. in der systembeschränkten Wahrnehmung der Polarität. Und mit DIESEM Kompromiss könnte ich leben. Liebe allerdings als gar nicht existent zubezeichnen, da sie (angeblich!) etwas metaphysisches beschreibt, (angeblich!) nicht aktiv tut, sondern passiv getan werden kann... empfinde ich als : das Kind mit dem Bade auskippen.

Es ist dies Ausdruck des Verstanddenkens, welches nur in der Lage ist sich innerhalb der eigenen Systemgrenze zubewegen und auch nur hier zu Ergebnissen zugelangen. Ich finde der Philosoph wäre spätestens an dieser Stelle aufgefordert sich einzugestehen, dass er es nicht weiss und gleichzeitig aber wahrzunehmen bzw. für möglich zu halten, dass er es wissen könnte. Transzendez ist das Stichwort. Oder wie Tucholsky, ein Exuser; es mal formulierte: Es ist die Weigerung, den sicheren aber feigen Bereich des Observablen zuverlassen. Liebe existiert nicht, weil ICH ihr, bevor sie wahr ihre eigenständige Existenz angedichtet (*winke @poesie, Maria) habe: An einem systembedingtem Pfad, sei es hier ein *fast* grammatikalischer, entlang zubeobachten, dass es bspw. das Leben bzw. die Liebe nicht gäbe, geht praktisch nur unter Ausschluss des Wesens des Menschlichen, dieses ganz besonderen Etwases, das mich bspw. von einem Tier oder Roboter unterscheidet. Oder ganz einfach gesagt: Die Rechnung wird praktisch ohne den Wirt gemacht.

1) Die Liebe ist etwas, das nur getan werden kann. So weit so gut. Es kann ihr aber nichts angetan werden. Ich könnte sie zb. nicht schlagen, klein machen, gross machen, essen. So weit auch so gut. Daraus allerdings zu schliessen, dass sie selbst nichts bewirken könne, da sie nicht existent sei sondern ein fabriziertes Phänomen ist Ausdruck der Weigerung den Pfad des Beobachtbaren zuverlassen. Allerdings würde ja gerade hier dieses *wirklich* mens-chliche aktiviert oder hätte endlich mal eine Chance zur Wirkung zu gelangen. Ich kann mit der Liebe nämlich sehr wohl etwas machen: Ich kann sie geben. Und ich kann sie empfangen. Sogar behalten und erhalten kann ich sie. Ich kanns nur nicht beweisen.

Aber spätestens hier dürfte einleuchten, dass Liebe sowohl Objekt, und so auch mal Subjekt sein kann. Wenn mir jemand Liebe schenkt, dann ist es die Liebe, die mich glücklich macht. Ziehst du den ab, der mich beschenkte ist die Liebe aber immer noch da und immer noch wirksam. Wie gesagt, DAS könnte ich nicht beweisen, aber immerhin erfahren. :)

Hallo, LynSantafee!

Deine Gedanken sind nachvollziehbar für mich und danke, daß du versucht hast, sie mir in anderen Worten noch einmal zu schildern. Ich glaube zu verstehen, was du vermitteln möchtest und kann rein menschlich gut nehmen, was du sagst.

Vielleicht noch ein paar Bemerkungen zu Punkt 1) an Phänomene lässt es sich auf zwei Arten herangehen. Erstens empirisch und zweitens rational. Du gehst hier den empirischen Weg ("Pfad des Beobachtbaren"). Damit ist gemeint, etwas geschieht, man empfindet etwas und geht von diesem Geschehen, Kant würde sagen dem Gegebenen, dieser Empfindung aus. Das was wir erleben, würden Du und ich vielleicht Liebe nennen. Wir Menschen haben uns auf diesen Begriff geeinigt und daran ist auch nichts verkehrtes.

Die Philosophie sagt lediglich "die Liebe" an sich gibt es nicht. Es ist eine Bezeichnung für etwas, das wir empfinden, erfahren, tun. In Analogie dazu die "Freiheit", auch die "Kraft", die "Zeit"... Wie gesagt, es ist nichts falsch daran, es mit der Liebe, mit der Freiheit, mit der Kraft und der Zeit es so zu halten, wie wir es gewohnt sind.

Die Phil hat dazu einen anderen Zugang. Den zu erklären, gelingt mir scheinbar nicht so gut, zumindest kann ich nicht in ein paar Sätzen wiedergeben, wozu ich Jahre gebraucht habe, zu studieren und zu verstehen. Das liegt dann eben an mir. Aber ich übe...

LbGr, Anna
 
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