Nicht wählen gehen

So, war gerade mit meinen Nachbarn wählen und mach mich jetzt auf die Socken zur Arbeit. In D ist ja auch gerade noch parallel zur Bundestagswahl die Landtagswahl in Hessen. Da brummt bei uns der Bienenstock, das sag ich euch. Wird ne lange Wahlnacht. :)

Bin gespannt auf unsere ersten Hochrechnungen!


Schönen Sonntag euch allen....und geht bloß wählen, ja?! :D
 
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Ich würde Deutschland glückliche und zufrieden Menschen gönnen, die mehr in der Politik bewirken können als es jetzt der Fall ist und das auch die wirklichen anliegen auch politisch getragen werden und Politik viel volksnäher wäre, ... .
Ist ein Wunschdenken aber es wäre in meinen Augen besser für Deutschland wenn es mehr Nähe und direktere Demokratie geben würde um eben auch gemeinsam wirken und bewirken zu können, denn schlussendlich trägt es ja das Volk so oder so, also sollte es mehr Mitbestimmungsrechte geben. Eine direkte Demokratie wäre wohl auch ein Modell wofür Deutschland sehr gut geeignet wäre, ... .
 

Wäre eine sehr gute Alternative für diejenigen die nicht wählen wollen, aber trotzdem auch mal als Balken bei der Wahl auftauchen wollen. Dann würden manche große Parteien nicht mehr 40 % aller Stimmen haben, sondern nur 20 % oder ähnliches. Wenn ich selber nicht mehr wüsste welche Partei ich wählen könnte, würde ich die Partei der Nichtwähler wählen. :zauberer1
 
Hehe...

Mein Thema heute ist Wahlmüdigkeit. Immer weniger Menschen wollen für unsere Demokratie sterben, sehen noch einen Sinn darin, ihr Kreuz zu machen. Angeblich machen „die da oben“ sowieso, was sie wollen, und regieren über die Köpfe der Leute hinweg, weswegen man auch zuhause bleiben kann. Dazu kann ich nur sagen, daß ich praktisch nie mache, was ich will, sondern immer bloß das, was meine Frau mir sagt ;-)) – im Ernst: was die Arbeitgeber vor Ort für nötig halten, um ein gesundes Investitionsklima aufrechtzuerhalten. Politik für die Menschen heißt nun mal Industriepolitik, denn ohne Industrie kein Fleisch, kein Shampoo, keine Autos, letztlich keine Menschheit. Das müssen sich gerade unsere „lieben“ Weltverbesserer einmal hinter die Ohren schreiben! Ich mache, wenn ich das einmal so salopp sagen darf, einen guten Job, sitze mir z.B. bei der „Aktionsgemeinschaft Nachtstromnutzer“ (kein Witz) den Hintern wund oder engagiere mich, als doppelt Betroffener, bei Veranstaltungen wie „Behinderung konfrontiert Politik“, und dann ärgere ich mich, ganz wie die konservative Zeitschrift Der Spiegel, über arrogante Nichtwähler, die unsere Demokratie verspielen, weil sie keine Lust haben, sich als Kälber ihren Metzger selber zu wählen.

Das verstehe ich nicht. Wenn ich ein Rindvieh wäre (nur mal angenommen!), dann ginge ich doch hundertmal lieber zum Metzger meines Vertrauens als zu irgendeinem polnischen Schlachthofsklaven! Gut, sicherlich, Polen sind natürlich hierzulande auf Bundesebene nicht wahlberechtigt (wg. Stimmenklau? ;-)))), aber was ich sagen will: Freiheit als Verantwortung ist weder Einbahnstraße noch Sackgasse, sondern die Luft, die wir alle atmen wie das tägliche Brot. Nur wer wählen geht, hat hinterher auch das Recht, sich über eine alternativlose Politik der Konsolidierung, Wettbewerbsfähigkeitsverbesserung und vollkommen verbrannten Erde zu beschweren, und wer lieber zuhause auf seinen „vier Buchstaben“ sitzen bleibt, der darf sich dann auch nicht wundern, wenn er im übertragenen Sinne „sitzenbleibt“ und auf dem Amt wie ein Volksverräter behandelt wird.

Ich wünsche Ihnen und mir (40 plus x!) einen schönen, erfolgreichen Wahlsonntag – und denken Sie dran: Wellenreuther – ein Name ist Programm!

http://www.titanic-magazin.de/news/ingos-kritisches-wahlsonntagsfruehstueck-waehlen-gehen-5969/
 
Es gibt viele kleine Parteien, die was verändern wollen, nur scheitern sie an den Unterstützungs-Stimmen, damit sie überhaupt am Wahlzettel auftauchen und so wählbar werden.

Du, aber das sind gar nicht so viele Stimmen. Ich glaub 3.600 wenn ich das richtig im Kopf hab. Die größere Hürde ist tatsächlich ins Parlament zu kommen. Da bräuchten sie schon 4 % in DE glaub ich 5 %.
 
Du, aber das sind gar nicht so viele Stimmen. Ich glaub 3.600 wenn ich das richtig im Kopf hab. Die größere Hürde ist tatsächlich ins Parlament zu kommen. Da bräuchten sie schon 4 % in DE glaub ich 5 %.


Das ist wirklich nicht viel. Wenn man die Ignoranz und Wurschtigkeit der meisten Menschen bedenkt, ist es das allerdings schon. :rolleyes:

Ich finde es schlimm, daß so viele nicht wählen wollen, da lebt man schon in einer Demokratie und darf wählen, was einmal hart erkämpft worden ist, darf mitbestimmen, sogar selber eine Partei gründen ohne ermordet zu werden, und dann ist es den Leuten egal.
 
Wahlen sollten ja repräsentativ sein und den Willen des Volkes sein und will das Volk wirklich das was einem angeboten wird (ist), wie schon erwähnt es scheint ein Mangel an wirklichen Alternativen zu geben oder man kann es auch Systemfehler nennen, ... .

Wo liegt dann der Systemfehler in der Schweiz? "Wahlen sollten ja repräsentativ sein und den Willen des Volkes sein", um deine Worte zu gebrauchen. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung in der Schweiz liegt bei 40%. D.h. ihr habt zwar ein geiles System direkter Demokratie, das aber vom Schweizer Volk nur mangelhaft genutzt wird. Die Mehrheit der Schweizer wählt nicht.

Woran liegts?

Man spricht in der Schweiz gerne von Wahlmüdigkeit. Die Schweizer seien überfordert durch die ständigen Abstimmungen. Das ist sicherlich ein Grund für die tiefe Wahlbeteiligung. Der Hauptgrund liegt aber anderswo. Die Schweizer informieren sich zu wenig über politische Prozesse und fühlen sich auch zu wenig kompetent, um mit zu entscheiden. Will man eine direkte Demokratie, muss man mehr in die politische Bildung investieren, damit sich ihre Bürger kompetenter fühlen. So gibt es in der Schweiz kein Schulfach wie politische Bildung.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz...izer-Demokratie-nur-Mittelmass/story/16528367

Hoppla. Na dann schalte mal, bevor du weiter große Töne spuckst, um 18.00 das Deutsche Fernsehen ein. Dann wirst du eine Wahlbeteiligung erblicken, von der ihr in der Schweiz nur träumen könnt. :D
 
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Das ist wirklich nicht viel. Wenn man die Ignoranz und Wurschtigkeit der meisten Menschen bedenkt, ist es das allerdings schon. :rolleyes:

Ich finde es schlimm, daß so viele nicht wählen wollen, da lebt man schon in einer Demokratie und darf wählen, was einmal hart erkämpft worden ist, darf mitbestimmen, sogar selber eine Partei gründen ohne ermordet zu werden, und dann ist es den Leuten egal.

Ja, also ich versteh's auch nicht - wenn ich schon die Möglichkeit hab, von meinem Stimmrecht gebrauch zu machen dann tu ich das um meine Un- oder Zufriedenheit auszudrücken. Interessanter Bericht 'Rätselhafte Wähler' letzte Woche:

http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report
 
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