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Nicht verantwortlich sein für das Glück des anderen ..

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von Terrageist, 8. Dezember 2020.

  1. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.896
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    Ich habe kürzlich einen Krimi gesehen, der eine (für mich) gute Botschaft enthielt.

    Darin arbeiteten zwei Personen an einem Kriminalfall, ein Mann und eine Frau.

    Die beiden waren sich am Anfang eher "feindlich" gegenüber, sie wirkten verschieden
    und in ihren Ansichten und Vorgehensweisen oft gegensätzlich, arbeiteten dann aber
    dennoch sehr gut und effektiv zusammen.
    Sie unterhielten sich auch über ihr Privatleben. Er war Witwer und hatte eher konservative
    Ansichten über Treue usw.
    Sie war zweimal geschieden, und ihre Ex-Männer hielten sie für zerstörerisch.
    Tatsache war auch ansich, dass sie bei der Lösung des Kriminalfalles die Bestimmerin war,
    und der Mann, ihr Kollege eher der Sanfte.
    Jedoch hieß er ihr manchmal eher hartes Vorgehen gut.

    Am Ende sprachen sie darüber, dass sie auf gar keinen Fall eine Beziehung eingehen wollten,
    jedoch der eine dem anderen von Herzen wünsche, glücklich zu sein,
    und dann gingen sie grinsend aber lächelnd Arm in Arm eingehakt gemeinsam in die Oper.


    Dieser Film hatte so ein gutes Gefühl für mich, sie waren so ehrlich zueinander, mit allen ihren
    Fehlern, und einander zugetan ohne sich einzuengen. Das war gut dargestellt, es war, glaube
    ich, ein italienischer Film. :)


    Ich hoffe, der Text wird nicht zulang :D

    Ich erinnere mich, dass ich früher in meiner Ehe immer das Gefühl hatte, meinem Mann
    nicht die Weiblichkeit schlechthin sein zu können. Und diese Vorstellung, da er nun mit
    mir verheiratet war, ich dachte, man kann doch einem Menschen nicht auf einmal quasi
    alles sein, die Welt, das einzige womit er sich befassen darf, im Sinne von Mann und Frau
    halt.
     
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  2. KingOfLions

    KingOfLions Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    8.548
    Ort:
    Wien
    Das Motiv kommt öfter vor, z.B. in Teilen auch bei Lucifer oder Castle.

    Aber im Endeffekt ist DAS Liebe ... dem Anderen das zu wünschen, was er sich erträumt und braucht. Diese egozentrische Pseudoliebe, "ich will haben", "gehört mir" hat mit Liebe nichts zu tun.
     
  3. Lagerfeuer

    Lagerfeuer Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27. Juli 2012
    Beiträge:
    679
    Vielleicht muss man durch diese Strukturen erst durchgehen und rauswachen bevor man es wirklich verstehen kann und dann einen Neuanfang wagen ?

    Man kann den Leuten in ihren Beziehungskrisen auch nicht wirklich sagen, hör mal, merkst du nicht wie du den anderen nur als Objekt behandelst, der nur deine persönlichen Bedürfnisse erfüllen soll, aber ist er nicht auch ein Mensch in eigenem Recht ?
    Sie verstehen nicht was man meint.

    Entweder sie sind zu tief in ihre eigene Bedürftigkeit verstrickt oder es ist einfach ein gesellschaftliches Dogma, wo die Zeit der tieferen Infragestellung wohl noch nicht gekommen ist.

    Tief innen drin fühlt sich das nicht gut an in so einer unreifen Beziehungsform zu leben, es ist doch nur ein ständiges Hickhack, Machtkampf, Energiekampf...

    Und doch ist es nicht einfach diese innere Transformation zu bewältigen, es müssen ja beide wollen.

    Jeder trägt in der Tat nur fünfzig Prozent der Verantwortung für eine gelungene Beziehung, macht man mehr oder weniger führt das zur Infantilisierung des anderen Partners.

    LG
     
  4. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
    Beiträge:
    5.736
    hat irgendwie mit dem Alter zu tun...bei jüngeren Leuten sieht man oft noch das Besitz-denken...
    das verändert sich bei vielen, gerade in der heutigen Zeit ist das im Umbruch, ..
     
  5. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.896
    Hi,
    also wenn ich ehrlicher sein möchte in diesen Zusammenhängen, es ist ja jetzt Vergangenheit,
    und im Nachhinein kann vielleicht Vieles besser verstanden werden. Obwohl ich es während der Zeit
    auch schon sah, nur, ich konnte es trotzdem nicht tatsächlich ändern.

    Zum einen war ich schon immer sehr ängstlich in Bezug auf das Leben. Ich hatte also eine Grundlebensangst,
    die ich dann genommen habe, und versucht, notwendigerweise, damit zu leben so gut wie es eben geht.
    Ich suchte daher auch immer nach Sicherheit.
    Als ich meinen Mann kennenlernte, bot er mir vor allem vom Empfinden her, das.

    Es war alles okay, und ich träumte von einer Art Leben, später auch mit unseren Kindern,
    das sich zum einen (aus heutiger Betrachtung) umsetzte, zum anderen aber mir immer zu den entsprechenden
    Zeitpunkten nicht tatsächlich bewusst war.
    Ich dachte und träumte nur für mich selbst, teilte das also weitestgehend nicht mit meinem Mann.
    Obwohl wir uns gewiss sehr viel unterhalten haben, meist ging es aber eher um seinen Werdegang, zum
    Beispiel beruflich.
    Auch sexuell und über das Zusammenleben hatten wir so unsere Ansichten, bzw. genauer gesagt,
    eben gerade, weil ich das Gefühl hatte, ich könne für ihn nicht alldas sein, was er vielleicht sich von einer
    Frau dachte, fing ich eines Tages selbst damit an, weil es imgrunde auch mein Grunddenken ist,
    dass wir doch frei seien, auch innerhalb unserer Ehe.

    Was gedanklich, gefühlsmäßig und sexuell gemeint war.
    Wir haben manchmal bis in den frühen Morgen geredet, weil es uns so aufwühlte. Ich meine nicht als Streit,
    wir waren ja einer Meinung, sondern eher so eine Art Hineinsteigern in diese Vorstellungen, also schwer,
    das zu beschreiben.

    Was aber auch mein Denken und Fühlen dabei war, war eigentlich, dass ich dachte, er könne zusammen sein
    mit wem er wolle, jedoch wenn er bei mir ist, dann sollte er es auch wirklich sein.

    Und schließlich am Ende haben wir das nicht tatsächlich so hinbekommen.

    Ich habe auch das Gefühl, dass wir nicht wirklich die Verbindung sind, die auf eine bestimmte Weise zusammen
    gehört. Mein Mann weiß / wusste das auch. Er hat da ein sehr feines Gefühl immer gehabt.
    Allerdings war er immer gut geerdet, er war der in unserem Leben mit den Beinen und Füßen auf der Erde
    und dem Boden. Was mir viel Möglichkeit gab, da ich eher immer die Träumerin war die irgendwo anders
    herumschwebte .. :D

    Auch heute noch sind wir die Eltern unserer erwachsenen Kinder, und Freundschaft und Sicherheit hat nicht aufgehört.
    Die Form die ich jetzt lebe, innerhalb dieser Welt, in meiner Stille und Ruhe, wäre ohne seine Unterstützung nicht
    möglich. Zumindest sieht es im Moment so für mich aus. :)

    Es ist gut, ich reflektiere viel, und es kommt mir ein bisschen so vor, als bereite ich mich auf etwas anderes vor,
    welcher Art auch immer. Es ist nicht Hoffnung, nur ein Empfinden.

    Das nochmal zu diesem Gedanken "nicht verantwortlich sein für das Glück des anderen"..
    Man bezeichnet manche Beziehungen ja als "karmisch". Ich mag zwar das Wort nicht, jedoch stimmt es schon ein bisschen.
    Ich konnte sehen, mein Leben, sein Leben, also unsere entsprechenden Vorleben, die Familiengeschichten jeweils.
    Vielleicht ist es nicht richtig, sich damit zu beschäftigen, jedoch war ich in dieser Zeit einfach so drauf.
    Es ging um Seelenheilung, die Heilung von Familienwunden, ich arbeitete eng mit meiner Mutter zusammen, die per
    Meditation in innere Welten gehen konnte.
    Alldas konnte ich niemals mit meinem Mann austauschen, er spürte und versuchte auch schonmal, zu verstehen, womit
    ich mich da immer so beschäftige, es gab keine Zugänge.
    Manches habe ich ihm auch gesagt, das Einflüsse auf ihn genommen hat, und umgekehrt genauso.
    Das Geerdetsein, klar zu sich stehen, meinen Körper annehmen und lieben, und die Dinge des Lebens nicht immer zu ernst nehmen,
    das lernte ich alles von ihm.
    Es ist da eine starke Freundschaft, eine Seele, die mich , genau wie meine Kinder / Söhne sehr begleitet haben,
    und noch da sind.
     
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  6. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
    Beiträge:
    5.736
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    ich kenne nur ein Paar, die das so handhaben, bis jetzt funktioniertes...

    Einerseits ist man vielleicht nicht verantwortlich für das Glück des Partners, andererseits kann man einander auch ganz schön unglücklich machen, oder fühlen in einer Beziehung...
    es wird halt der Prozess sein, den man geht um zu sich zu finden, der kann irgendwie nur über Beziehungen führen um sich darin selber neu kennen zu lernen, was man ohne diesen anderen Menschen nicht bewusst hätte erleben können...

    ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es andere Beziehungen geben kann.

    das stelle ich mir schwierig vor, aber nichts ist unmöglich..

    interessant....wenn du natürlich immer deine Mutter hattest, dann kann ich verstehen, das er da irgendwie den Zugang nicht wollte, oder haben konnte..

    klingt aber doch sehr schön.
     
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  7. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.896
    Ja, allerdings nicht direkt persönlich, zumindest nicht für ihn sichtbar. Meine Mutter und ich lebten etwa 500 km auseinander, und vor allem hatten wir Kontakt über Telefon und Briefe. Die Dinge die wir besprachen, waren zutiefst esoterisch, womit mein Mann nicht so eine intensive Beziehung hatte. Das war das eine, das andere war, dass es ja meist um das persönliche Leben meiner Mutter ging, damit hatte mein Mann tatsächlich nichts zu tun.

    Es ist halt nur so, dass diese Dinge meine Gedanken beschäftigten. Es verband sich mit esoterischem Grnddenken und ich lernte dabei viel.

    Aber das waren alles Bereiche, die nicht das Interesse meines Mannes berührten. Wäre auch irgendwie unpassend oder auch "nicht gut" gewesen.

    Ich war daher aber wahrscheinlich auch nie so ganz gegenwärtig.


    Ja :). Letztendlich kann man / ich die wirkliche Unterstützung begreifen.

    Liebe Grüße
     
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  8. Dyonisus

    Dyonisus Sehr aktives Mitglied

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    Hm dann gehöre ich wohl auch der jüngeren Generation an, denn ich habe das auch und mein Partner denkt da auch sehr ähnlich, wir hocken wann immer es geht zusammen, ab und zu ist er mal bei Arbeitskollegen wegen Stadt-Unternehmungen und ich bin mehr der Wald wie der Stadtmensch.

    Aber ja: für den Partner möchte ich das Wichtigste sein, so wie er das Wichtigste für mich ist, was ist denn das für eine Beziehung, wo jeder macht was er will ? Ohne Absprache mit dem Partner, dann kann man es auch gleich sein-lassen.
     
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  9. Alfa-Alfa

    Alfa-Alfa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Januar 2019
    Beiträge:
    5.736
    natürlich mit Absprache..., sonst ist das ein Vertrauensbruch.
     
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  10. Terrageist

    Terrageist Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22. Juli 2019
    Beiträge:
    3.896
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    Liebe(r) @Dyonisus ,
    ich verstehe gut was du meinst. Und es hat auch alles mit der Gesamtsituation zu tun.
    Ich könnte dir nicht sagen, wie es heute für mich wäre. (darum sprach ich von "karmischer" Beziehung),
    es war beinahe ein bisschen, als hätte man einen "Deal".

    Ich habe tatsächlich keine Erfahrung in wirklicher Nähe mit einem anderen Menschen,
    und kann daher nur sagen, ich versteh dich, und kann es nicht wirklich beurteilen, oder was dazu sagen,
    bzw. ist das ziemlich wahrscheinlich auch niemals eins zu eins auf jeden und anderen übertragbar.
    So wie jeder Mensch anders ist, so werden sich genauso Beziehungen und Verbindungen evtl. ganz verschieden,
    und für andere Außenstehende nicht tatsächlich immer nachvollziehbar gestalten.
     
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