Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr?

Ich habe das Gefühl, dass es eine bestimmte gutbürgerliche Ecke gibt, die andauernd um Erziehungsfeinheiten und ihre eigenen Befindlichkeiten damit kreisen. Die füllen die Medien mit ihrem Gelaber und ihren Problemchen.
Wälzen Bindungstheorien , Handyverbote oder nicht und Ernährungsfragen...
Aber es geht nie öffentlich um Kinder, denen es wirklich schlecht geht.
Es gibt einen riesigen Mangel an Pflegefamilien z.B. niemand will das machen.
Deswegen werden die Kinder z.T. schon nach Polen geschickt, wo sie sich nicht verständigen können mit den dortigen Pflegeeltern, das macht man vllt nicht mit Kleinkindern aber mit älteren schon.
Keiner interessiert sich dafür.
 
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Ja, finde ich. Ganz allgemein. So oft, wie ich Frauenthemen irgendwo behandelt sehe, habe ich noch nie Kinderthemen behandelt gesehen. Außer wenn der Rahmen dafür da ist, also im Umfeld von Schulen und Kindergärten sind Kinder natürlich ein Thema, Erziehungsthemen auch, rauf und runter- aber konkret Kindesmisshandlung, viel zu wenig.
Außer sexueller Missbrauch und auch da ärgert es mich, dass so getan wird, als sei andere schwere Gewalt gegen Kinder nicht genau so schädigend. Es wird immer so getan, als ginge es schlimmer nicht.
Aber wenn man Interviews liest mit Gerichtsmedizinern (HH ist z.B. das einzige Bundesland, was die Verpflichtung gesetzlich verankert hat, dass jeder Verdachtsfall auf seiten des Jugendamtes einer bestimmten Gerichtsmedizinerin vorgeführt werden muss, Prof. Dr. Dragana Seifert heißt sie, deren Berichte meine ich), was Eltern ihren Kindern antun, dann weiß man, es ist genau so schlimm. Man glaubt es nicht, was Eltern Kindern antun.
Die Öffentlichkeit hat das nicht auf dem Schirm, vllt auch, weil es zu viele anginge, die es lieber verbergen wollen...

Auch psychische Gewalt ist so gut wie kein Thema und wird höchstens mal am Rande behandelt.
 
Auch psychische Gewalt ist so gut wie kein Thema und wird höchstens mal am Rande behandelt.
Vor allem, sie wird oft angewendet, weil man sie nicht sieht.
Und ein Kind kann sich immer und jeder Situation schlechter wehren als eine erwachsene Frau.
Ein Kind kann nicht seine Sachen packen und in ein Kinderhaus rennen, auch nicht, wenn es schon
älter ist, als kleines ja ohnehin nicht. Vor dem Alter von14 Jahren keine Chance und dann ist es schon gelaufen.
Die meisten Fälle von Gewalt gegen Kinder treten überhaupt nicht in Erscheinung, weil die
Kinder nicht wissen, wohin sie sich wenden können und die Elternrechte in D wie gesagt immer über denen
der Kinder stehen. Das ist nicht überall so.
Naja, es ist ein elendes Thema,
 
Vor allem, sie wird oft angewendet, weil man sie nicht sieht.
Und ein Kind kann sich immer und jeder Situation schlechter wehren als eine erwachsene Frau.
Ein Kind kann nicht seine Sachen packen und in ein Kinderhaus rennen, auch nicht, wenn es schon
älter ist, als kleines ja ohnehin nicht. Vor dem Alter von14 Jahren keine Chance und dann ist es schon gelaufen.
Die meisten Fälle von Gewalt gegen Kinder treten überhaupt nicht in Erscheinung, weil die
Kinder nicht wissen, wohin sie sich wenden können und die Elternrechte in D wie gesagt immer über denen
der Kinder stehen. Das ist nicht überall so.
Naja, es ist ein elendes Thema,

Nun ja, man kann sie unter Umständen hören, aber auch dann kann sie von aussen halt relativiert, bzw. nicht registriert werden. Wie schnell denkt man vielleicht: tja, Eltern rasten halt mal aus....
Dabei geht es m. Erachtens eh nicht ums Ausrasten sondern um das wiederholte und stetige Niedermachen des Kindes, eigentlich um eine Haltung und ein Klima, indem die Bedürfnisse des Kindes nicht anerkannt sind, ev, auch einfach Nicht-Wissen. Offensichtlich oder subtil, je nach Vergangenheit und Charakter der Eltern und ihrem Erziehungsstil.
 
Es gibt einen riesigen Mangel an Pflegefamilien z.B. niemand will das machen.
Deswegen werden die Kinder z.T. schon nach Polen geschickt, wo sie sich nicht verständigen können mit den dortigen Pflegeeltern, das macht man vllt nicht mit Kleinkindern aber mit älteren schon.

Das entspricht auch nicht der Wahrheit. Findet sich keine Pflegefamilie, werden die Kinder in einer anderen Wohnform untergebracht.

Es gibt zwar intensivpädagogische Maßnahmen im Ausland (wie es z.B. in dem Film "Systemsprenger" angedacht war). Aber da geht es um spezielle Hilfen - und nicht darum, einen Mangel an Pflegeeltern aufzufangen.
 
Es herrscht in Deutschland ein erheblicher Mangel sowohl an Pflegeeltern als auch an Wohngruppen, also
an Unterbringungsplätzen für Pflegekinder.
Aus diesem Grund gibt es bereits grenzüberschreitende Unterbringungen.
Dieser Umstand wurde sogar tatsächlich auch mal in einem Krimi thematisiert, in einer Folge "Polizeiruf 110" oder so.
 
Es herrscht in Deutschland ein erheblicher Mangel sowohl an Pflegeeltern als auch an Wohngruppen, also
an Unterbringungsplätzen für Pflegekinder.
Aus diesem Grund gibt es bereits grenzüberschreitende Unterbringungen.

Fakt ist: Es werden keine Kinder in polnische Pflegefamilien vermittelt, weil sich hier keine finden.
 
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Fakt ist, dass es mit Kindern gemacht wird:


Da Pflegefamilie die kostengünstigste Unterbringung wäre, liegt es nahe, dass der erhebliche
Mangel an solchen sehr wohl eine Rolle spielt.
Wie auch immer- es geht um diese Praxis, um diese Realität der Kinder.
 
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