Liebe mara,
Ich habe auch einen 15-jährigen in der Realschule und die letzten Monate die Hölle mit ihm durchgemacht.....
Bei uns war das Problem ein bisschen anders gelagert, aber ich glaube, vom Prinzip her ist es doch immer das Gleiche: Ich, Mutter, habe die Verantwortung, real und vom Gefühl her. Gleichzeitig soll ich abgrenzen und sagen "du musst deine Erfahrungen selber machen", mit dem Ergebnis, dass wenn er das tut, ICH das anzusehen nicht aushalte....Der Spagat ist doch, WOHLWOLLEND und VERTRAUEND machen lassen und aber trotzdem alles mitbekommen und im richtigen Augenblick DA SEIN, um ihm den Rücken zu stärken.
Ich habe das zuerst überhaupt nicht hinbekommen, ihn innerlich abgelehnt, war froh wenn ich nichts mit ihm zu tun hatte. Damit habe ich ihn in die Arme von ziemlich zweifelhaften Gruppen getrieben, von denen ich ihn mit allen Hebeln, die möglich waren, wieder wegbekommen musste.........
Weshalb ich dir das erzähle:
Für mich war das Zauberwort ANERKENNUNG - ich weiß nicht, ob dir das was hilft; aber ich konnte dadurch meine Einstellung zu ihm ändern, und jetzt kriege ich den Spagat zw. machenlassen und führen viel besser hin, bin nicht mehr so emotional in das verstrickt, was er macht, ohne ihn zurückzuweisen (klappt natürlich nicht immer

).
Wir haben jetzt (und das ist noch nicht lange so) ein irgendwie tolles Verhältnis, auch wenn ab und zu die Fetzen fliegen.....
ich möchte dir nur Mut machen, dass du immer das Ruder rumreißen kannst, aber eben ohne emotional so arg verstrickt zu sein......