Mut

Bin da.

Ich hab endlich den Mut, mich so zu zeigen wie ich ganzheitlich bin. Ich bin eben nicht nur hoch spirituell im Geiste sondern auch hoch menschlich im Hier :D ...

Ich wollte deinen Thread nicht sprengen, Sayalla. Aber es ist wirklich meine Antwort auf deine Aufforderung, stelle ich gerade fest ;)




freu mich
wenn du hier bist
bist du da
bin auch da




Ali:umarmen:
 
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Du, ich verstehe Dein Problem noch nicht, Mara.

Es ging ja darum, den Mut zu haben, einfach nur ich selbst zu sein. In meine Kraft zu kommen, in die Freude. Das hat gut geklappt. Dann beginnt das Drama ... eine Stunde später halte ich einen Brief von der Schule in den Händen und peu á peu erzählt mir mein Sohn dann, was er alles in der Schule so hat auflaufen lassen und das Kartenhaus (Mama, mir gehts super, ich hab keine Probleme, alles ist bestens) bricht über mir zusammen.


Was war es nochmal genau, wann am Tag unter welchen Umständen tritt es auf,

Sobald meine Mutter oder mein Sohn da sind oder irgendwie geartet in Erscheinung treten - meine Mutter weniger, mein Sohn mehr.

Wenn ich allein bin oder mit anderen Menschen Kontakt habe - kein Problem. Alles gut.

welche Gefühle/Wahrnehmungen haste dabei etc.pp.?

Ohnmacht, Hilflosigkeit. Das Gefühl gehasst zu werden, allein zu sein, alles allein machen zu müssen, nie schwach sein zu dürfen, keine Hilfe zu bekommen. Ich bin wütend, hab das Gefühl ich kann machen was ich will, es ist nie genug, immer schmeißt man mir Steine in den Weg.



Löcher, in die Deine Aufmerksamkeit im Laufe des Tages fällt, Dinge/Personen in die sie sich verbeißt, Dine/Personen, die Dir die Energie zu rauben scheinen etc.?

lg,
Trixi Maus

Eher Situationen. Ich koche Essen - Sohn sagt: "Ich hab keinen Hunger." ich koche kein Essen, Sohn sagt: "Warum ist das Essen nicht fertig. Ich hab Hunger."

Jeden Morgen geht er später zum Bus. Ich habe ihm jetzt 25 mal gesagt, dass ich das morgens nicht vertrage und er bitte pünktlich das Haus verlassen soll, weil ich sonst nicht mehr mitaufstehe ... ab morgen bleib ich liegen... dann schreit er wieder und fährt die "ich bin soooo arm"-Nummer ...

Hausaufgaben machen: Ich will aber nicht jetzt - ich will später. "nein - sorry .. du hattest deine Chance - das hat nicht geklappt (3 Briefe in 2 Monaten) - jetzt übernehme ich das und helfe dir - aber wir machen die Aufgaben jetzt und nicht heute Abend wenn ich und du müden sind." Ich muss aber spielen, ich muss aber erst noch Zeit für mich haben (ich bin ja so ein armer überforderter Junge) - ich könnte platzen ! :tomate:
Ok. Halbe Stunde noch raus. Wer kommt nicht wieder ? Genau ...
Wir wollten doch Hausaufgaben machen. Ja - aber warum kann ich das nicht morgen machen, heute abend machen ... ich weiß nicht was wir aufhaben, ich muss telefonieren. Ich finde das Blatt nicht. *grrrrrrr*
Mama - ich hab schon wieder einen Strich. - Wie kann das sein ? - wir haben doch alles gemacht ? - Der T. ist schuld, der hat mir nicht gesagt, dass wir auch noch die Aufgabe 3 machen sollten. - Zähneknirsch ... wenn du dich nicht um deine hausaufgaben kümmerst, ist es nicht T.s schuld, wenn dir dann was fehlt, sondern deine. Kümmere dich darum und schreib dir auf, was du aufhast. Wenn das jetzt nicht klappt - passiert das und das.

Du bist so gemein. Immer drohst du mir.

*aufgeb*

:D
 
Liebe mara,

Ich habe auch einen 15-jährigen in der Realschule und die letzten Monate die Hölle mit ihm durchgemacht.....
Bei uns war das Problem ein bisschen anders gelagert, aber ich glaube, vom Prinzip her ist es doch immer das Gleiche: Ich, Mutter, habe die Verantwortung, real und vom Gefühl her. Gleichzeitig soll ich abgrenzen und sagen "du musst deine Erfahrungen selber machen", mit dem Ergebnis, dass wenn er das tut, ICH das anzusehen nicht aushalte....Der Spagat ist doch, WOHLWOLLEND und VERTRAUEND machen lassen und aber trotzdem alles mitbekommen und im richtigen Augenblick DA SEIN, um ihm den Rücken zu stärken.
Ich habe das zuerst überhaupt nicht hinbekommen, ihn innerlich abgelehnt, war froh wenn ich nichts mit ihm zu tun hatte. Damit habe ich ihn in die Arme von ziemlich zweifelhaften Gruppen getrieben, von denen ich ihn mit allen Hebeln, die möglich waren, wieder wegbekommen musste.........
Weshalb ich dir das erzähle:
Für mich war das Zauberwort ANERKENNUNG - ich weiß nicht, ob dir das was hilft; aber ich konnte dadurch meine Einstellung zu ihm ändern, und jetzt kriege ich den Spagat zw. machenlassen und führen viel besser hin, bin nicht mehr so emotional in das verstrickt, was er macht, ohne ihn zurückzuweisen (klappt natürlich nicht immer :D).
Wir haben jetzt (und das ist noch nicht lange so) ein irgendwie tolles Verhältnis, auch wenn ab und zu die Fetzen fliegen.....

ich möchte dir nur Mut machen, dass du immer das Ruder rumreißen kannst, aber eben ohne emotional so arg verstrickt zu sein......

Hi Du.

Das tut richtig gut, deine Zeilen zu lesen.
Ich habe schon ganz viel geschafft. In der Grundschule war der horror noch viel größer - da war auch noch die Lehrerin ein zusätzlicher Faktor .. wir haben das soweit aufgelöst, dass er jetzt eine total liebe und kompetente Frau hat und die auch versteht, worum es geht und eben auch sachlich damit umgeht und ohne ihr Ego reinzuhängen wirklich effektiv was machen kann.

Das ist für mich schon eine große Erleichterung und für ihn glaube ich auch.



....oh mann das kenn ich......

Ändert sich aber auch gerade......habe aber auch jemanden, der mir hilft - alleine konnte ich diese (festgefahrenen) Muster nicht ändern.....

Ganz liebe Grüße,
FischeMond

Ich hab zuerst an mir ganz intensiv gearbeitet und jetzt geht es halt da weiter, wo ich meine Spuren hinterlassen hab. Aber manchmal wie jetzt - dann bricht es einfach über mir zusammen und mir fehlt die Kraft oder schon auch mal jemand, der übernehmen könnte. Aber da ist leider weit und breit nichts in Sicht.

Solange sich bei uns da noch immer weiter was zum Guten tut und ich sehe, wie wir alle beide Fortschritte machen und lösen, will ich noch nicht in Therapie gehen ... das ist erst dann für mich eine Möglichkeit, wenn ich sehe, das wir allein feststecken und uns nicht mehr aus eigener Kraft befreien können.
 
Es ging ja darum, den Mut zu haben, einfach nur ich selbst zu sein. In meine Kraft zu kommen, in die Freude. Das hat gut geklappt. Dann beginnt das Drama ... eine Stunde später halte ich einen Brief von der Schule in den Händen und peu á peu erzählt mir mein Sohn dann, was er alles in der Schule so hat auflaufen lassen und das Kartenhaus (Mama, mir gehts super, ich hab keine Probleme, alles ist bestens) bricht über mir zusammen.




Sobald meine Mutter oder mein Sohn da sind oder irgendwie geartet in Erscheinung treten - meine Mutter weniger, mein Sohn mehr.

Wenn ich allein bin oder mit anderen Menschen Kontakt habe - kein Problem. Alles gut.



Ohnmacht, Hilflosigkeit. Das Gefühl gehasst zu werden, allein zu sein, alles allein machen zu müssen, nie schwach sein zu dürfen, keine Hilfe zu bekommen. Ich bin wütend, hab das Gefühl ch kann machen was ich will, es ist nie genug, immer schmeißt man mir Steine in den Weg.



das meinte ich mit negativen Programmierungen


Wenn wir uns dessen gewahr werden
dass das was wir glauben
Konsequenzen für unser Leben hat
von dem ich „glaube aufrichtig Überzeugungen“
geprägt wird…

wenn wir uns das in unser Bewusstsein einprägen

erst dann sind wir schöpferische Wesen

und dann verstehen wir
dass wir Erfahrungen anziehen
die diese Überzeugungen bestätigen werden










Ali:umarmen:
 
Hi Mara - was ich bei dir sehe ist fast Verzweiflung einerseits willst du Härte zeigen (in den Hintern treten) dann hast du Schuldgefühle etc. kann es sein, dass du von deinem Sohn nicht einschätzbar bist in deinen Aktionen und Reaktionen?

Doch. Ich bin schon sehr klar. Ich hab auch kein Problem damit Härte zu zeigen. Nur sehe ich - oder meine zu sehen - dass er damit eher unselbständiger wird und das ist ja sein Problem. Ich sage oft mit einem halben Lächeln: Einatmen, ausatmen ... er weiß dann was ich meine.

Er glaubt völlig überfordert zu sein - ich hab das selbst gebaut, ich weiß das. Aber was hilft mir das jetzt - wie krieg ich die Programmierung da wieder raus.

wenn dein Sohn Aufmerksamkeit will dann gib sie ihm und zwar soviel wie du ihm geben kannst ohne dir selbst zu schaden, und sprich das offen an

Hab ich gemacht, mache ich so. Ich habe jetzt angefangen, mir selbst wieder Aufgaben außerhalb von zu Hause zu suchen. Das ist auch noch ein Aspekt, der sein Problem vll. vergrößert. Er wollte mich erst nicht gehen lassen - aber jetzt langsam aktzepiert er das, weil er merkt, dass bei mir damit gleichzeitig die Bereitschaft wächst mehr und intensiver für ihn auch da zu sein.

Ich hab das Problem einfach, dass ich jetzt im Grunde auch noch neue Situationen handeln muss und mich auch intensiver mit seinen Befindlichkeiten beschäftige ... ich muss aufpassen, dass ich mit meinen Kräften vernünftig umgehe - aber auch das muss ich erst mal lernen. In der Vergangenheit war ich eher sehr destruktiv unterwegs, wenn es um mich selbst ging.

- und wenn du dann Schuldgefühle bekommst dann sprich auch das offen an und nehme es an - das Problem ist nicht wie erziehe ich mein Kind und auch nicht wie sichere ich mir ein unbeschwertes Leben, sondern wie können wir das Leben gemeinsam schultern und da sollten beide offen und ehrlich mit sich und dem anderen umgehen und wenn du meinst dass dich dein Sohn manipuliert dann sag ihm das, aber nehme auch an was er dann sagt.

Yep. Tu ich ja. Die Grenze ist da, wo ER mal rauskommen muss. Da kommt nix. Ich hab oft das Gefühl er sagt einfach, was er meint, was ich hören will. Wenn ich im das sage, sagt er "Sag mir was ich sagen soll." - Dann zerbricht bei mir irgendwas.

Jetzt bin ich dazu übergegangen ihn in ruhe zu lassen, einfach machen zu lassen und es wird besser. Er kommt langsam wieder, macht auch mal wieder was von sich aus. Aber ich hab halt nicht immer die Kraft, ihn machen zu lassen ...

Im Haushalt war es so, dass er alles hingeschmissen hat. Müll zum Beispiel, wenn er sich trinken oder Essen nahm, konnte ich danach die Küche putzen. Nach ewigen Debatten und Geredespielchen (was ist los, warum tust du das, was können wir ändern-bla) hab ich gesagt: Ok. Wenn ich hier als Dienstmagd fungiere, dann möchte ich bezahlt werden. Somit bekommt er kein Taschengeld mehr von mir und ich fühle mich jetzt gut dabei, wenn ich seinen Müll wegräume. Keine Debatten mehr, keine Wut mehr bei mir und er hat keinen Druck mehr.

Will er sein Taschengeld wieder, weiß er was er zu tun hat.




Es geht nicht darum krampfhaft irgendein perfektes Miteinander zu organisieren sondern nur das optimale Miteinander, in dem beide Parteien gleichgestellt sind. Klar hast du Verantwortung etc, aber das ist eine funktionale Geschichte, die klar sein muss - die emotionale Schiene ist aber auf einer gleichberechtigten Ebene.


LGInti

Aber was soll ich machen, wenn er nicht gleichgestellt SEIN will. Das ist es ja.
Der führt mich doch vor, wenn ich ihm auf der "komm lass uns über alles reden-Schiene" komme und lacht mich aus. Ich rede jetzt nicht mehr. Finito.
 



das meinte ich mit negativen Programmierungen


Wenn wir uns dessen gewahr werden
dass das was wir glauben
Konsequenzen für unser Leben hat
von dem ich „glaube aufrichtig Überzeugungen“
geprägt wird…

wenn wir uns das in unser Bewusstsein einprägen

erst dann sind wir schöpferische Wesen

und dann verstehen wir
dass wir Erfahrungen anziehen
die diese Überzeugungen bestätigen werden










Ali:umarmen:


Himmel Ali. Komm von deiner Schiene. Denkst ich weiß nicht, wann ich eine Programmierung fahre. Logo - in der ersten Sekunde wo sie hochkommt weiß ich was das ist. Aber Trixi hat mich danach gefragt - also schreib ich es nieder ... verstehst du ?

Ich kann doch nichts anderes tun, als das in mir zuzulassen, was nunmal DA ist. Die Lösungen kommen dann schon - wenn auch für meinen Geschmack viiiiiiiiel zu langsam.

Hier geht es mir jetzt vor allem darum, mich zu zeigen, darüber zu sprechen, um von meiner Schiene runterzukommen: Du musst alles alleine lösen, regeln, und mit dir selbst ausmachen. Du darfst andere nicht belasten und du darfst dir keine unnötige Aufmerksamkeit holen.

Darum geht es. Okay ?
 
Hallo Ihr Lieben alle,
es ist wunderschön zu sehen, wo dieser "Therapietread"...lächel... hinführen kann, wie hier ganz viel Mut zu sich selbst aufgedeckt werden kann, es ist einfach nur wunderbar...

eine lichtvolle Zeit wünsche ich Euch
Orion7
 
Hi Mara - was ich bei dir sehe ist fast Verzweiflung einerseits willst du Härte zeigen (in den Hintern treten) dann hast du Schuldgefühle etc. kann es sein, dass du von deinem Sohn nicht einschätzbar bist in deinen Aktionen und Reaktionen?

wenn dein Sohn Aufmerksamkeit will dann gib sie ihm und zwar soviel wie du ihm geben kannst ohne dir selbst zu schaden, und sprich das offen an - und wenn du dann Schuldgefühle bekommst dann sprich auch das offen an und nehme es an - das Problem ist nicht wie erziehe ich mein Kind und auch nicht wie sichere ich mir ein unbeschwertes Leben, sondern wie können wir das Leben gemeinsam schultern und da sollten beide offen und ehrlich mit sich und dem anderen umgehen und wenn du meinst dass dich dein Sohn manipuliert dann sag ihm das, aber nehme auch an was er dann sagt. Es geht nicht darum krampfhaft irgendein perfektes Miteinander zu organisieren sondern nur das optimale Miteinander, in dem beide Parteien gleichgestellt sind. Klar hast du Verantwortung etc, aber das ist eine funktionale Geschichte, die klar sein muss - die emotionale Schiene ist aber auf einer gleichberechtigten Ebene.

LGInti
Um Optimalität zu erreichen müssen die Verhältnisse untereinander "angemessen" sein. Das heißt auch, daß man sich untereinander austauscht wie Du es sagst- ggf. muß man dafür professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, z.B. in einer Beratungsstelle oder einen Vertrauenslehrer etc. Sonst endet es noch in Beschuldigungen und in "Du-mußt-Aber"-Gesprächen. ("Über"-Mutter-Gespräche....)

Am Ende muß jeder das Gefühl haben: "jetzt haben wir eine Lösung für das Problem erarbeitet, das dem Problem und den Personen angemessen ist." Also: individuell, so wie mit einem Centimetermaß akkurat an die Familie "angemessen".

Möglicherweise findet dann keiner der Beteiligten die Lösung optimal, weil die Vorstellungen eigentlich etwas Anderes möchten, und zwar das Optimale so wie man es aus dem individuellen Blickwinkel heraus erkennt. Aber das Optimale ist eben nie individuell und seltenst angemessen. :D

Außerdem ist das Optimale nicht starr und statisch, sondern es wandelt sich laufend. Es kann gar noch nicht einmal genau festgelegt werden, was tatsächlich das Optimale wäre. Man kann immer nur Gepflogenheiten bewerten und wenn man die mal vergleicht, stellt man fest, daß jede denkbare Möglichkeit Vor- und Nachteile hat. Und die gilt es abzuwägen, sachlich, und sie von den Standpunkten und Erfahrungswelten aller heraus zu betrachten. Und sie neutral darzustellen und kennen zu lernen.

Also: in die Tonne mit dem Optimalen.

(ob opti als Modell arbeitet? --->Optimalen...)
 
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hallo mara, ich denke mich mal hinein in das, was Du geschrieben hast. Da muß ein bißchen Zeit für verticken. Ich beobachte es...

ai, großes Thema, viiiiiiele Zusammenhänge und Einflußfaktoren aus - wie man sagt - sieben Generationen der Familiengeschichte. Herzlichen Glückwunsch. Werde es heute Abend versuchen. ;-)

mara... :umarmen:
 
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