Moral predigen oder begründen?

  • Ersteller Ersteller Solis
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Wir kommen, um es mal esoterisch zu sagen, mit einem Licht der Vernunft zur Welt, das uns unterscheiden lässt, was richtig ist.
Viele probieren jedoch etwas Anderes aus.
Guter Punkt! Du sprichst die Unterscheidungsfähigkeit als eine Grundlage im Menschen an. Nun aber wäre ein Predigen von einem Begründen zu unterscheiden. Wie macht man das?
 
Nun, der IS begründet sein Vorgehen sicher auch mit dem Gewissen.
Wir können an diesem Punkt fragen, an was das Gewissen denn eigentlich anknüpft; was ist es, das unabhängig eines äußeren erzieherischen Einflusses gewissensbildend ist?
Das Gewissen bzw. der Verstand ist der Hüter aller Gewohnheiten. Er will immer Recht haben.
Lieber bewahrheiten wir etwas Falsches, als unseren Horizont zu erweiteren.

Höre dir mal einen Verstandesmenschen an, wenn er argumentiert: "Ach, so eine Zigarette nach dem Essen ist doch was Herrliches!".
Und der Verstand des Rauchers wird ihm 1.000 gute Gründe liefern, warum Rauchen so toll ist, weil der Verstand will immer Recht haben.
Dasselbe Prinzip, nur mit anderen Mitteln und ebenfalls falschen Überzeugungen, kommt bei den IS-Kämpfern zur Anwendung.

Die Vernunft dagegen würde einen solchen Unsinn niemals sagen.
Der Verstand ist wichtig, solange er Diener bleibt.
Doch Menschen, die die Kontrolle abgegeben und ihren Verstand zum Boss ihres Denkens gemacht habe, sind verloren.
 
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Nun, der IS begründet sein Vorgehen sicher auch mit dem Gewissen.
Wir können an diesem Punkt fragen, an was das Gewissen denn eigentlich anknüpft; was ist es, das unabhängig eines äußeren erzieherischen Einflusses gewissensbildend ist?

Ich weiß nicht, ich vermute, es gibt etwas in uns, das nicht erst gebildet werden muss, wir bringen es mit.
Letzten Endes steckt in Gewissen "Wissen" drin.
Ein Hund, der etwas tut, was er nicht soll, scheint ein schlechtes Gewissen zu haben, er weiß aber aus Erfahrung, dass Herrchen oder Frauchen böse werden, wenn er 's tut, er hat also schlicht Angst vor Strafe.
Bei meinem Erlebnis hatte ich keinerlei Angst vor Strafe, ich wusste plötzlich, dass mein Verhalten nicht ok war.
 
Ich weiß nicht, ich vermute, es gibt etwas in uns, das nicht erst gebildet werden muss, wir bringen es mit.
Ja, unsere beiden geschilderten Erfahrungen als Jungen zeigen an, dass etwas vorher gewesen sein musste, das auf uns gewissensbildend gewirkt hatte, es sei, es sei durch eine unsichtbare Zauberhand in uns hineingezaubert worden.
 
Guter Punkt! Du sprichst die Unterscheidungsfähigkeit als eine Grundlage im Menschen an. Nun aber wäre ein Predigen von einem Begründen zu unterscheiden. Wie macht man das?
In dem man Liebe umsetzt statt das Gegenteils.
Vielen können das nicht. Sie müssen das erst lernen. Sie probieren etwas Anderes aus. Deswegen sind sie hier.
 
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Ja, unsere beiden geschilderten Erfahrungen als Jungen zeigen an, dass etwas vorher gewesen sein musste, das auf uns gewissensbildend gewirkt hatte, es sei, es sei durch eine unsichtbare Zauberhand in uns hineingezaubert worden.

Nun, ich war damals ein Mädchen. ;)
Und ich bin mir sicher, dass da nichts auf mich eingewirkt hat, außer dem Blick des Gehetzten.
 
Das Gewissen bzw. der Verstand ist der Hüter aller Gewohnheiten. Er will immer Recht haben.
Lieber bewahrheiten wir etwas Falsches, als unseren Horizont zu erweiteren.

Höre dir mal einen Verstandesmenschen an, wenn er argumentiert: "Ach, so eine Zigarette nach dem Essen ist doch was Herrliches!".
Und der Verstand des Rauchers wird ihm 1.000 gute Gründe liefern, warum Rauchen so toll ist, weil der Verstand will immer Recht haben.
Dasselbe Prinzip, nur mit anderen Mitteln und ebenfalls falschen Überzeugungen, kommt bei den IS-Kämpfern zur Anwendung.

Die Vernunft dagegen würde einen solchen Unsinn niemals sagen.
Der Verstand ist wichtig, solange er Diener bleibt.
Doch Menschen, die die Kontrolle abgegeben und ihren Verstand zum Boss ihres Denkens gemacht habe, sind verloren.

Das hat doch überhaupt nichts mit Gewissen und Moral zu tun, sondern mit Suggestion und dem Placeboeffekt.
 
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