Wozu Latein, wozu Wurzelziehen, wozu Grammatik, wozu Gedichte auswendig lernen?
Kommt drauf an, ob einem das wichtig ist (aus welchen Gründen auch immer)
Latein kann ich nicht, aber für die Erkennung von Pflanzen und Tieren kann es durchaus hilfreich sein, zumindest Begriffe wie (thymus-) vulgaris, Canis lupus, vulpus vulpus oder Bos bison bzw. bison bison oder homiinidae, felidae oder oder oder
Wurzelziehen hab ich nie gebraucht, also ist das megaunwichtig für mich. Wohingegen Kopfrechnen in unserem Leistungskurs eine große Rolle gespielt hat und es mir megaoft in meinem RealLife geholfen hat.
Grammatik kenne ich halt von meinem Lieblingsfach, aber ich brauche sie eher selten - bis auf einige Ausnahmen wie z.B. die Unterscheidung zwischen wie und als. Wenn das vertauscht wird, krieg ich regelmäßig Synapsenverschmaddelung *giggl* - aber ich bin mir natürlich bewusst, dass das mein eigenes Ding ist, das ich durchaus belächeln kann.
Gedichte hab ich nur selten auswendig gelernt, ich mag nicht so viele. Lieben tu ich nur drei:
An diesem Dienstag (Wolfgang Borchert)
Der Panther (Rainer Maria Rilke) und
Die Todesfuge (Paul Celan)
Dafür hab ich zig Liedertexte rauf und runter gekannt und ein paar Lieblingsfilme kann ich noch heute teilweise mitbabbeln - wie z.B. Der mit dem Wolf tanzt - einschließlich der Lakota Sioux Texte. Also deswegen brauchte ich echt niemals Gedichte auswendig lernen, für mich wäre das echt grässlich gewesen. Für mich war alles grässlich, was ich lernen musste, ohne dass es mich interessiert hat. Sowas sollte man keinem Kind antun.
Um das Gehirn zu trainieren und den Menschen das Denken zu lehren. Denn je höher die Bildung, desto stabiler ist die Gesellschaft und desto höheren Wert erlangt die Ethik darin.
Für die die es interessiert? Gut.
Für die anderen: Grässlich.
Für die soll man das üben, was ihnen liegt.