Mobbing im Allgemeinen und Besonderen

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Das was @Elementezauber anspricht, hat schon seinen Grund - mir ist das auch vom Schwyzer DĂĽtsch, also den weiteren allemannischen Dialekten, in Vergleich zum Hochdeutschen bekannt. Sehr schwierig fĂĽr die Kinder, wie auch fĂĽr die Erwachsenen.
Und dabei sind diese natürlich gewachsenen Dialekte so schön und vielfältig -
die Sprache kann sich darĂĽber viel komplexer ausdrĂĽcken. Meines Erachtens ...​
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, in dessen Dialekt ich zwar weder Dativ noch Genitiv kennengelernt habe, aber dafĂĽr gab es andere "Feinheiten" wie z.B. Unterschiede bei der zwei - im Fall zwei Rinder:
Zwei Kühe - zwei Kälber - zwei Stiere/Bullen
Dialekt: Zwu Kei, zwee Kelwä, zwien Schteiän.

Gernst auch fĂĽr Menschleins:
Zwu Fraaen, zwee Kenner, zwien Mennä (Frauen, Kinder, Männer)

Über den Sinn der geschlechtlichen Unterschiede habe ich nie nachgedacht, ich bin eh "zweisprachig" aufgewachsen, weil mein Vater aus Ostpreußen kam und klarstes Hochdeutsch gesprochen hat. Kompliziert fand ich beides kein bisschen. Aber deutsch war auch eines meiner Lieblingsfächer. Und auch ich hab die deutsche Sprache früher bizzli idealisiert, aber von diesem Tripp bin ich wieder runter und zwar gründlich.

Wichtig ist (fĂĽr mich) verstanden zu werden und das ist VIEL weniger eine Frage der Grammatik als der GefĂĽhle.
Wenn man jemanden mag, versteht man die gleichen Worte komplett anders als wenn man jemanden nicht leiden kann - und man benutzt auch selbst andere Wörter. Außerdem steigt das Verständnis mit dem Interesse - und natürlich ist es auch eine Frage der Ansichten. Und das ist in allen Sprachen so und mit Grammatik hat das herzlich wenig zu tun.

Es ist halt einfach so, dass der Mensch dazu neigt, "das eigene" bizzli höher zu bewerten als das Fremde.
Außerdem mögen es (viele) Deutsche numal gern ebbes kompliziert.

Aber ich bin halt ein Landei und will so gut wie möglich verstanden werden. AUCH von Leuten mit etwas niedrigerem Bildungsstand - und deswegen red ich halt ganz gern so, dass mich auch Kinder und/oder weniger Gebildete verstehen können. Wenn sie es denn wollen. Wenn nicht, kann ich mit Engelszungen reden, ohne verstanden zu werden, ob mit oder ohne doitsche Grammatik. Ich kanns, aber ich brauche es so gut wie nie.

 
Okay, schätze, das erwünschte Ziel der Threadschließung ("weil ja sowieso "nur" OT kommt")
rückt näher. Das Thema Druck- oder Schreibschrift ist allerdings wirklich ganz interessant. Wir
können @Walter ja bitten, die Beiträge abzuteilen in einen neuen Thread über die Schriftarten.

Es müßte nur jemand gucken, wo es damit anfing und welche Postings alle dazu gehören.
Ich bin gleich erstmal länger off, also wer machts? :winken5:
Liebe Yogurette, was genau soll denn das jetzt? Wer nicht mehr mitlesen möchte, der kann es doch lassen. Und wer sich weiter drüber unterhalten möchte, der soll auch das tun. Was soll also bitteschön der wiederholte Seitenhieb mit der angeblich "erwünschten" Threadschließung? Ehrlich, ich versteh dich wirklich nicht. Klicke einfach auf "nicht mehr beobachten" und schooon hast du deine Ruhe, weil du nicht mehr benachrichtigt wirst.
 
Meinst Du? Könnte was dran sein ...
Die Grundvoraussetzung ist jedoch die Fähigkeit zum analogen Denken ...
denn Poesie ist eine Bildsprache und Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte -
deswegen kann manche Kunst auch manche komplexe Sachverhalte deutlicher darstellen,
als wenn man sie in wissenschaftliche linearen Texten darstellen mĂĽsste.

In Bezug auf Tanz erinnere ich an den Freien Tanz,
eben den Ausdruckstanz anstelle genormter Schritte oder "höfische" Posen ...
kleine Mädchen mit Tütü - einem hochgehobenen Rock,
der sich nicht senken und schwingen kann ...
und die wunden Zehen der Ballerinas ...
höfische Kultur halt.

Ich selbst war auch im Ballett,
am besten hat mir da die Akrobatik des Rad schlagens gefallen.
Vielleicht ist es tatsächlich so,
dass man mit solchen Basics dann auch frei tanzen kann,
wie mit Grammatik in der Poesie spielen -
ich kann es nicht beurteilen -
weil ich nicht ohne bin ... hihi

Und generell wäre dann halt auch die Frage, was ist eigentlich Grammatik genau?
Von alten Völkern wurde ja auch behauptet, sie hätten keine Schrift gehabt.
Oder dass Tiere angeblich keine so komplexe Sprache wie der Mensch hätte.
Ist aber ganz anders ... und eben auch eine Frage der Offenheit einer Definition.

Zum Freien Ausdruckstanz fällt mir übrigens ein Film von Pina Bausch ein.
Von Doris Humphrey habe ich mal ein Buch gelesen.
Kennst eventuell beide. Danke schön.

*LOVE*​

Pina Bausch hatte aber auch klassischen Ballettunterricht, sogar ein abgeschlossenes Tanzstudium - auf das sie dann ihren Stil aufbaute.
Aber Ausnahmen wird man immer und ĂĽberall finden. Beim Tanz ist es fĂĽr mich Isadora Duncan. Und selbst sie hat eine Tanzschule gegrĂĽndet - sie lehrte nur anders.

Schaffen wir aber das Lernen ab, weil wir glauben, dass es ohnehin ohne Wissen und ohne Bildung auch geht - na dann werden die Menschen halt bald auch nichts mehr können. Es geht ohnehin viel Wissen verloren gerade.

Wozu Latein, wozu Wurzelziehen, wozu Grammatik, wozu Gedichte auswendig lernen?
Um das Gehirn zu trainieren und den Menschen das Denken zu lehren. Denn je höher die Bildung, desto stabiler ist die Gesellschaft und desto höheren Wert erlangt die Ethik darin.
 
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Und wenn ich noch daran denke, wie @bodhi- , kurz nachdem er von @Walter "begnadigt" wurde, von einigen Usern dieses Forums im Sturzflug attackiert wurde, weil diese die "Fehlentscheidung" des Forumsbetreibers korrigieren wollten.
Sorry, hätte ich jetzt wohl besser nicht geschrieben.
Da gehen die Wahrnehmungen deutlich auseinander.Bodhi,mit anderem Nick, hat sich zunächst gar nicht zu erkennen gegeben, sondern sich als Neu-User geriert..hätte er gleich mit offenen Karten gespielt, hätte das für weniger Wirbel gesorgt..seine vorherige,ich meine sogar zweite Dauersperrung geschah nicht aus heiterem Himmel..man muss schon viel dazu beigetragen haben,dass es dazu kommt... dass seine neue Inkarnation hier dann viele Fragen aufwarf, war legitim..
 
Wozu Latein, wozu Wurzelziehen, wozu Grammatik, wozu Gedichte auswendig lernen?
Um das Gehirn zu trainieren und den Menschen das Denken zu lehren. Denn je höher die Bildung, desto stabiler ist die Gesellschaft und desto höheren Wert erlangt die Ethik darin.
Wird irgendwann alles die KI übernehmen und wir werden vollends verblödet.
 
Da gehen die Wahrnehmungen deutlich auseinander.Bodhi,mit anderem Nick, hat sich zunächst gar nicht zu erkennen gegeben, sondern sich als Neu-User geriert..hätte er gleich mit offenen Karten gespielt, hätte das für weniger Wirbel gesorgt..seine vorherige,ich meine sogar zweite Dauersperrung geschah nicht aus heiterem Himmel..man muss schon viel dazu beigetragen haben,dass es dazu kommt... dass seine neue Inkarnation hier dann viele Fragen aufwarf, war legitim..
@bodhi- ist doch nicht gesperrt, ich meine sein neuster Account.
 
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Um das Gehirn zu trainieren und den Menschen das Denken zu lehren.
Ich stimme Dir soweit zu und danke fĂĽr den Hinweis
auf Pina Bausch und Isodora Duncan -
ist zwanzig Jahre her, dass ich das im Studium
und Tanzpädagogik hatte.

Nur ... zum obigen Zitat ... nein, dafür ist keinesfalls unbedingt zwingend das Latein, das mathematische Wurzelziehen wie wir es von der Schule her kennen und auch nicht das Gedichte "auswendig" lernen notwendig. Wie sonst hätten die altsteinzeitlichen wie auch vorsintflutlichen Völker solche geistigen Hochleistungen vollbringen können, gerade in der Mathematik und Geometrie, gerade in der Astronomie und Astrologie, Erdkunde, Physik, Biologie und im bildhaften Ausdruck der Erkenntnisse wie auch deren Tradierung über Jahrtausende, u.v.m.

Aber Du verrätst im Grunde selbst
den "herr-schaftlichen" Hintergrund
von solch "schulischem" Denken:
den Menschen das Denken zu lehren

Das Gedichte auswendig lernen von den bekannten deutschen Dichtern ist übrigens mittlerweile in den Schulen verpönt bis verboten - der Lehrplan wurde umgeschrieben - das hat mir eine Lehrerin aus langer Schultätigkeit erst vor ein paar Wochen erzählt. Grund dafür sei die "linke" angebliche Kulturoffenheit - nur nicht die für das Deutsch-Geistige, das gilt aus solch "linker" Sicht als "rechts". Könnte man wohl auch Mobbing nennen.

Danke schön.

*LOVE*​
 
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