Sprache hat mit Kultur und deren Weltverständnis zu tun -
beides beeinflusst sich gegenseitig -
die Sprache die Wahrnehmung
und die Wahrnehmung die Sprache.
Es gibt Sprachen, wie die der
Tojolabales, die völlig ohne Objekte auskommt -
darüber hat Carlos von Lenkersdorf berichtet und was eigentlich auch gut zum Thema dieses Threads passt - es gibt nur Subjekt-Subjekt-Beziehungen, keine Subjekt-Objekt-Beziehungen.
Auch kommen diese Sprachen völlig ohne Besitzpronomen aus -
weil sie das Besitzdenken der "zivilisierten" Kulturen einfach nicht haben.
Das was
@Elementezauber anspricht, hat schon seinen Grund - mir ist das auch vom Schwyzer Dütsch, also den weiteren allemannischen Dialekten, in Vergleich zum Hochdeutschen bekannt. Sehr schwierig für die Kinder, wie auch für die Erwachsenen.
Und dabei sind diese natürlich gewachsenen Dialekte so schön und vielfältig -
die Sprache kann sich darüber viel komplexer ausdrücken. Meines Erachtens ...
Schreibschrift, also die gemalte Schrift, ist genauso wichtig -
denn diese zeigt noch die Entstehung von Schrift an,
enthält noch mehr des ursprünglichen Symbolgehalts.
Poesie braucht schonmal gar keine Grammatik. Poesie ist Bildersprache.
Du kannst da mit Versmassen arbeiten oder nicht, völlig frei ...
Poesie ist die Sprache unserer Träume, Metaphern, analoge Wahrnehmung,
Synchronizitäten, Sinnbilder, usw. ... vielmehr Synapsenfeuer ... hihi
Trotzdem hat auch die gedruckte Sprache
oder eine Konsens-Grammatik ihre Berechtigung.
Doch sollte sie eigentlich ein Hilfsmittel bleiben.
Denn es macht einen Unterschied,
ob Du nur noch gedruckte Buchstaben und grammatikalisch korrekte Sätze liest,
oder auch mal wieder gemalte Schrift und kreativ Gesprochenes ...
Bemerkenswert finde ich, dass Du freundlich,
sachlich argumentativ zurückgefragt hast,
und Dich auch nicht durch einen Like am Verhöhnen
von
@Elementezauber beteiligt hast.
Danke schön.
*LOVE*