Missbrauch

Kriege führen zum Zwecke sich zu bemächtigen oder zu zerstören, sich was anzeignen, zu stehlen etc., gegen das höhere Gesetz zu handeln ist nicht lieben.

Gebe ich dir recht. Aber es ist ein Resultat einer Wunde, einer Verletzung, eines Missbrauchs. Und damit die Folge von verletzter, enttäuschter Liebe.
 
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Im Englischen heißt es so schön: "to be in love"
Verliebt sein, in Liebe sein, in Gott, zugleich zu Gott, aber in Form des geliebten Gegenübers.

In der Bibel ist es inhaltlich ähnlich das "sie erkannten einander".
Gott, das Göttliche in einem selbst erkennt das Göttliche im anderen.

Namasté ist inhaltlich vergleichbar: Das Göttliche in mir ehrt, erkennt das Göttliche in dir.

Was für `ne schöne Liebeserklärung. Transpersonell, versteht sich. :)
 
Worauf ich aber, um zum Thema zurückzukehren, mit all dem hinauswollte, ist Folgendes:

In dem Moment, in dem wir die Sache mit der Liebe ein wenig entpersonalisieren, können wir den anderen, die Ursache auch leichter aus der Schuld entlassen. Wenn die Liebe, die enttäuscht wurde, die verletzt wurde, die Wunde, der Missbrauch nicht mehr als persönliche Schuld des anderen gesehen wird, kann man die Verbindung, die Koppelung loslassen, den anderen, auch energetisch loslassen.

Wenn das Göttliche wirkte, auch so etwas bewirkte, was für eine "Schuld" trifft dann eigentlich den anderen? Also kann ich mir selbst und dem anderen leichter vergeben, verzeihen. Was hilft, aus der Koppelung, dem Kreislauf auszusteigen.

Das "Liebet eure Feinde" ist genau das, weil es eben gar keinen Feind gibt.
Nicht wirklich. Etwas ist dumm gelaufen, tat weh, tut es möglichwerweise immer noch, aber ohne diese Verstrickungen kann man leichter in den Schmerz, die Wunde, die Trauer gehen, die zulassen, und auch verabschieden.

Und so gesehen, wieder man selbst werden, diese Last, Blockade loslassen.
Und man selbst ist ein Wesen, das "in Liebe" ist. Die dann auch wieder fließen kann, soll, darf. Wenn die Wunden dieser enttäuschten, verletzten Liebe einmal verheilt sind.

Was man mitunter dazu loslassen sollte, müsste, ist, wäre der Gedanke an Gerechtigkeit, Gericht, Rache. Was mitunter die schwerere Hürde ist.
 
Was man mitunter dazu loslassen sollte, müsste, ist, wäre der Gedanke an Gerechtigkeit, Gericht, Rache. Was mitunter die schwerere Hürde ist.
Das ist dann das was aus dem entäuscht sein hochsteigt, bzw. auch das ist, was die Justiz fordert. Aber der Ruf wird laut, weil man ja verletzt wurde, je nach *Verbrechen* ist ja auch eine Strafe vorgesehen.
lg
Cyrill
 
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Das ist dann das was aus dem entäuscht sein hochsteigt, bzw. auch das ist, was die Justiz fordert. Aber der Ruf wird laut, weil man ja verletzt wurde, je nach *Verbrechen* ist ja auch eine Strafe vorgesehen.
lg
Cyrill

Ich kann da nur aus eigener Erfahrung aus einer Menge anderer Leben sprechen, eines weiß ich aus der Perspektive mit Sicherheit: Niemand entgeht den Folgen seines Tuns. Nur, dafür bedarf es in den seltensten Fällen so etwas wie menschlicher Gerichtsbarkeit. Im Gegenteil, die verdreht da oft noch eine Menge.
Oftmals bleibt es eben "Rache", nicht Gerechtigkeit. Was zugleich aber auch das Opfer an diese neuen Folgen karmisch mit binden kann.
Vergebung ist schwer, gerade wenn, weil was wehtut. Wenn man den Schmerz hinter sich gelassen hat, ist sie sehr einfach. Weil jedes Opfer in gleicher Weise auch schon irgednwann genau so ein (Übel-)Täter war. Vielleicht in einem anderen Leben, vielleicht im selben.

Wie Jesus sagte. "Der werfe den erste Stein..."
 
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