Meine Gedanken für den heutigen Tag

gestohlene Gedanken



Ich sprach nachts: Es werde Licht!

Aber heller wurd’ es nicht

Ich sprach: Wasser werde Wein!

Doch das Wasser ließ das sein.

Ich sprach: Lahmer, Du kannst gehen!

Doch er blieb auf Krücken stehen.

Da ward auch dem Dümmsten klar,

dass ich nicht der Heiland war.​
Quelle: Robert Gernhardt
 
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Der Begriff Troll hat das Schimpfwort Jude unter Enkeln und Urenkeln abgelöst, der Meldeknopf die Gestapo und die Stasi. Mein Onkel sagte auf meine Frage, was das für Leute waren, die meinen Großeltern das Leben zur Hölle machten, "die meisten machten mit Meldungen Karriere und pflegten ihr Zugehörigkeitsgefühl, waren nach 1945 die Lautesten, die "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus" riefen. Viele traten in die SPD ein, um ihre Gesinnung dort zu verstecken.
 
Berührender offener Brief. Ich zünde eine Kerze an für alle Eltern der Unglücksopfer von Crans Montana.

Für jene Mütter und Väter, die die Nachricht erhalten werden, die kein Elternteil je hören sollte, wird sich das Leben in ein Davor und ein Danach teilen. Für jene, deren Kinder überleben, wird die Erleichterung kommen. Mit einem Schatten: heilende Verbrennungen, bleibende Narben, Erinnerungen, die nie weichen werden. Und für alle, die persönlich von diesem Feuer berührt wurden, wird etwas unwiderruflich verändert. Jede Unschuld wurde entrissen, Trauma und Trauer haben ihren Platz eingenommen.

In diesem Moment wirken Worte unzureichend, doch Schweigen fühlt sich schlimmer an. Also benennen wir den Schmerz. Wir ehren das Warten. Wir erkennen die unerträgliche Grausamkeit des Nichtwissens an. Wir sind in Gedanken bei jeder Familie, die am Rand des Abgrunds steht, in die Leere blickt und den Namen ihres Kindes flüstert wie einen Zauberspruch.




 
Seit Jahr & Tag dasselbe Troll-Stück, an verschiedenen Orten,
nur dass die Rollen der anderen Darsteller durch wechselnde Namen bzw. Avatare besetzt sind.
 
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