Meditation und Enthaltsamkeit

Wenn die Worte des Erleuchteten (Krishnamurti?) für dich so große Bedeutung haben, dann solltest du doch eigentlich in der Lage sein, anderen, die diese Worte nicht verstehen, zu erläutern.
Ah ja es stimmt wohl, dich interessiert der Meister mehr, als seine Worte.
Aber wenn es die Worte eines Meisters schon nicht schaffen, wie sollen es dann die meinen können? :liebe1:
 
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Ah ja es stimmt wohl, dich interessiert der Meister mehr, als seine Worte.
Aber wenn es die Worte eines Meisters schon nicht schaffen, wie sollen es dann die meinen können? :liebe1:

Die Worte eines anderen Meisters, nämlich die Worte Buddhas:

Der Erhabene sieht eine Form mit dem Auge, doch in ihm ist keine Gier und keine Lust danach. Der Erhabene hört mit dem Ohr einen Ton, riecht mit der Nase einen Geruch, schmeckt mit der Zunge einen Geschmack, empfindet mit dem Körper eine Berührung, erkennt mit dem Geist einen Gedanken, doch in ihm gibt es weder Gier noch Lust danach. Sein Geist ist leer.

Unbeständig, ihr Mönche, sind die Sinnesgenüsse. Sie sind hohl, falsch und trügerisch. Sie sind Gauklertricks, Gauklerwerk, dass die Toren schwatzen lässt. (M II, 261 - Ananjasappayasutta = M 106)
 
Im Bewußtsein des Dharmakaya gesehen, ist alle Einzelerscheinung Maya (Illusion). Maya im tiefsten Sinne aber ist Wirklichkeit im schöpferischen Aspekt, oder der schöpferische Aspekt der Wirklichkeit. Sie wird zur Ursache der Illusion, ist aber nicht selbst Illusion, solange sie im Fluß, in ihrer schöpferischen Funktion als Ganzes oder Schöpferkraft gesehen wird.
Sobald wir aber in irgendeiner ihrer Schöpfungen stehenbleiben und sie zum Sein abzugrenzen versuchen, verfallen wir der Illusion, indem wir die Auswirkungen mit der Ursache verwechseln, den Schatten mit der Substanz, oder den Teilaspekt für das Letztwirkliche, das Momentane für das schlechthin Bestehende halten.
Es ist die Kraft der Maya, welche die illusorische Erscheinungsformen unserer mundanen Wirklichkeit hervorbringt. Sie selbst aber ist keine Illusion. Wer sie meistert hat das Werkzeug der Befreiung in der Hand, die Macht der Rückverwandlung, der Wiedereinschmelzung.
Ich weiß ja nicht, obs erwünscht ist. Aber diese Worte lassen in mir was anklingen - also laß ichs hier einmal probeweise weiterklingen. Vielleicht ist es ja hilfreich. Für mich sagt das genau das in einem Gesamtbild aus, was mir jetzt grad in einem Tanz von einzelnen Bildern erkennbar zu werden beginnt. Nicht die Welt ist die Täuschung, das, was wir zu erleben glauben, ist die Täuschung. Solange uns nicht in jedem Moment unseres Daseins klar ist, daß wir uns ein Bild machen, solange unterliegen wir der Täuschung. Die Täuschung ist aber deshalb systemimmanent, weil Wahrnehmung eben nicht anders funktioniert als durch Eindrücke, die zu Bildern verarbeitet werden. Nicht die Bilder sind es, die uns täuschen, unsere Interpretation der Bilder führt uns in die Irre, solange uns nicht bewußt ist, daß es Bilder sind...

Sind auch wieder nur Worte. Ich versteh Vairocanas Schwierigkeiten, Worte in Worte zu übertragen. :liebe1:
 
Die Worte eines anderen Meisters, nämlich die Worte Buddhas:

Der Erhabene sieht eine Form mit dem Auge, doch in ihm ist keine Gier und keine Lust danach. Der Erhabene hört mit dem Ohr einen Ton, riecht mit der Nase einen Geruch, schmeckt mit der Zunge einen Geschmack, empfindet mit dem Körper eine Berührung, erkennt mit dem Geist einen Gedanken, doch in ihm gibt es weder Gier noch Lust danach. Sein Geist ist leer.
Eben, Opti es ist nur eine frage des Bezuges. Schließlich hat dieser Meister das hier ja schon realisiert :
Wenn wir die verschiedenen Phasen einer karmischen Kette in ihren Beziehungen zu anderen karmischen Abläufen betrachten (wie dies vom Buddha berichtet wird) so werden wir uns der überindividuellen karmischen Verflechtung bewußt, in der Völker, Rassen, Kulturen, die Menschheit als Ganzes, die Erde, die Planeten, ganze Sonnensysteme, ja der ganze Kosmos, einbegriffen sind. Kurz, wir gelangen zur Erkenntnis einer kosmischen Weltordnung, der unendlichen Wechselbeziehung alles Geschehens und zur Verwirklichung des kosmischen Bewußtseins (Dharmakaya) im Vorgang der Erleuchtung.

opti schrieb:
Unbeständig, ihr Mönche, sind die Sinnesgenüsse. Sie sind hohl, falsch und trügerisch. Sie sind Gauklertricks, Gauklerwerk, dass die Toren schwatzen lässt. (M II, 261 - Ananjasappayasutta = M 106)
Genau Opti, und das hat dieser Meister, der den von mir zitierten Text geschrieben hat, auch gewußt.
Deswegen kommt man da auch nicht hin, wenn man glaubt einige Zwischenstufen zu überspringen um sich an diversen Erfahrungen drumrumzuschummeln, nicht ?
Und von dem was des Buddhas ist, bist ja wohl auch noch ein ganzes Stückchen entfernt, oder ? :party02:
 
Ich weiß ja nicht, obs erwünscht ist. Aber diese Worte lassen in mir was anklingen - also laß ichs hier einmal probeweise weiterklingen. Vielleicht ist es ja hilfreich. Für mich sagt das genau das in einem Gesamtbild aus, was mir jetzt grad in einem Tanz von einzelnen Bildern erkennbar zu werden beginnt. Nicht die Welt ist die Täuschung, das, was wir zu erleben glauben, ist die Täuschung. Solange uns nicht in jedem Moment unseres Daseins klar ist, daß wir uns ein Bild machen, solange unterliegen wir der Täuschung. Die Täuschung ist aber deshalb systemimmanent, weil Wahrnehmung eben nicht anders funktioniert als durch Eindrücke, die zu Bildern verarbeitet werden. Nicht die Bilder sind es, die uns täuschen, unsere Interpretation der Bilder führt uns in die Irre, solange uns nicht bewußt ist, daß es Bilder sind...

Sind auch wieder nur Worte. Ich versteh Vairocanas Schwierigkeiten, Worte in Worte zu übertragen. :liebe1:
Aber das wird es wohl sein. :liebe1:
 
Ich weiß ja nicht, obs erwünscht ist. Aber diese Worte lassen in mir was anklingen - also laß ichs hier einmal probeweise weiterklingen. Vielleicht ist es ja hilfreich. Für mich sagt das genau das in einem Gesamtbild aus, was mir jetzt grad in einem Tanz von einzelnen Bildern erkennbar zu werden beginnt. Nicht die Welt ist die Täuschung, das, was wir zu erleben glauben, ist die Täuschung. Solange uns nicht in jedem Moment unseres Daseins klar ist, daß wir uns ein Bild machen, solange unterliegen wir der Täuschung. Die Täuschung ist aber deshalb systemimmanent, weil Wahrnehmung eben nicht anders funktioniert als durch Eindrücke, die zu Bildern verarbeitet werden. Nicht die Bilder sind es, die uns täuschen, unsere Interpretation der Bilder führt uns in die Irre, solange uns nicht bewußt ist, daß es Bilder sind...

Hallo Kinnaree :)

So sieht es aus.

Nur unsrere eigene Interpretation bestimmt unser Erleben und unsere Gefühle.

Wenn du jetzt deine Wahrnehmung anders interpretierst, ändert sich dann auch die ganze Welt?

Oder nur deine?

Liebe Grüße

Bonobo
 
Nur unsrere eigene Interpretation bestimmt unser Erleben und unsere Gefühle.

Wenn du jetzt deine Wahrnehmung anders interpretierst, ändert sich dann auch die ganze Welt?

Oder nur deine?
Gute Frage. Wenn ich konsequent daran denke, daß alles mit allem verbunden ist, (und die Grundaussage, auf die ich mich bezogen habe, sagt ja auch aus, daß alles eine große Einheit ist und nur unser Empfinden von getrennten Einzelteilen uns täuscht) - dann ergibt sich daraus, daß dies alles andere mit verändert.

Das würde sich an sich auch mit meinen empirischen Erfahrungen der letzten Monate decken. Das Verhalten meiner Umwelt verändert sich mir gegenüber, sobald ich diese Umwelt anders wahrzunehmen im Stande bin. Ist so.
 
Ich weiß ja nicht, obs erwünscht ist. Aber diese Worte lassen in mir was anklingen - also laß ichs hier einmal probeweise weiterklingen. Vielleicht ist es ja hilfreich. Für mich sagt das genau das in einem Gesamtbild aus, was mir jetzt grad in einem Tanz von einzelnen Bildern erkennbar zu werden beginnt. Nicht die Welt ist die Täuschung, das, was wir zu erleben glauben, ist die Täuschung. Solange uns nicht in jedem Moment unseres Daseins klar ist, daß wir uns ein Bild machen, solange unterliegen wir der Täuschung. Die Täuschung ist aber deshalb systemimmanent, weil Wahrnehmung eben nicht anders funktioniert als durch Eindrücke, die zu Bildern verarbeitet werden. Nicht die Bilder sind es, die uns täuschen, unsere Interpretation der Bilder führt uns in die Irre, solange uns nicht bewußt ist, daß es Bilder sind...

Sind auch wieder nur Worte. Ich versteh Vairocanas Schwierigkeiten, Worte in Worte zu übertragen. :liebe1:

Du sagst, was wir zu erleben glauben, ist eine Täuschung. Welche Konsequenzen hat das für dein Leben?

Wie machst du dir selber klar, dass du dir ein falsches Bild von der Realität machst?

Wie sieht die Realität denn in Wirklichkeit aus?

Wieso führt uns unsere Interpretation der Bilder in die Irre? Woran erkennen wir das?

Ich halte solch eine Diskussion eigentlich für Zeitverschwendung. Man stochert nur im Nebel irgendwelcher Theorien, die keinerlei Bezug zur Realität haben.
 
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Solange uns nicht in jedem Moment unseres Daseins klar ist, daß wir uns ein Bild machen, solange unterliegen wir der Täuschung.

so lange uns nicht klar ist, dass die Vorstellung sich Bilder zu machen, und die Erkenntnis sich gerade ein Bild gemacht zu haben, auch wieder eine Vorstellung, also ein Bild ist...


...und auch eine Untereilung in Welt und Bild; und mehr Realität und weniger Realität; und Wahrheit, Interpretation, Täuschung........

alles Bilder.






Nichts davon ist weniger (oder mehr) Bild als was anderes.


Klingt aber nichtsdestotrotz gut.
 
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