Medikamente, ein Milliarden Geschäft für nichts?

  • Ersteller Ersteller Sadivila
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in D bekommt man bei Notwendigkeit jeden Termin innerhalb 4 wochen.
Als ich Anfang diesen Jahres zeitnah einen Termin fürs MRT brauchte, wurde mir sogar von ärztlicher Seite gesagt, dass man in sehr dringenden Fällen von der Krankenkasse ein Kennwort oder so etwas ähnliches bekommen kann und damit dann schnellstmöglich einen Termin bekommt. Da es in meinem Fall aber nicht schnellstmöglich, sondern innerhalb der nächsten zwei Wochen notwendig war, versuchte ich es erst mal auf normalem Wege. Ich rief beim Radiologiezentrum an und sagte, dass ich vom Arzt eine Überweisung bekommen habe, mit dem Hinweis, dass ich möglichst zeitnah einen Termin bräuchte. Ich musste der Dame am Telefon dann vorlesen, was auf der Überweisung stand, dann bat sie mich um einen Moment Geduld, sie müsste kurz Rücksprache halten und ein paar Minuten später hatte ich einen Termin noch in derselben Woche.
 
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Als ich Anfang diesen Jahres zeitnah einen Termin fürs MRT brauchte, wurde mir sogar von ärztlicher Seite gesagt, dass man in sehr dringenden Fällen von der Krankenkasse ein Kennwort oder so etwas ähnliches bekommen kann und damit dann schnellstmöglich einen Termin bekommt. Da es in meinem Fall aber nicht schnellstmöglich, sondern innerhalb der nächsten zwei Wochen notwendig war, versuchte ich es erst mal auf normalem Wege. Ich rief beim Radiologiezentrum an und sagte, dass ich vom Arzt eine Überweisung bekommen habe, mit dem Hinweis, dass ich möglichst zeitnah einen Termin bräuchte. Ich musste der Dame am Telefon dann vorlesen, was auf der Überweisung stand, dann bat sie mich um einen Moment Geduld, sie müsste kurz Rücksprache halten und ein paar Minuten später hatte ich einen Termin noch in derselben Woche.

Man bekommt vom überweisenden Arzt eine Überweisung, auf der steht ein Dringlichkeitscode. Den gibt man beim Anruf an und schon hat man innerhalb der nächsten 4 Wochen ein Termin.
 
Ich bin doch nicht von hintergestern. Ich bekam, vor der Pandemie, eine Liste von Ärzten und da gab es von 13 Ärzten 1 der Termine vergab. 6 Monate Wartezeit. Ich hatte Glück, dass gerade Jemand abgesagt hatte. Nach mir die ältere Frau hatte kein Glück. Es kommt immer auf das Spezialgebiet und die Stadt an.
hääää?

den Nottermin bekommst du nur über den Code und die Rufnummer vom Terminservice, die dir dann gegeben wird.
du rufst an, dort gibt man dir mögliche Fachärzte die einen Termin frei haben und du kannst einen Termin direkt per Telefon machen.
Aber ganz sicher bei keinem Arzt........

du bekommst die Nottermine nur**** über diese Nummer - 116117 per Telefon und mit Überweisungscode.
 
Ich staune: Gleich drei Leute, die mir unterstellten ich hätte etwas Falsches geschrieben.
Hier bitte ich um Vorsicht...
niemand hat es Dir "unterstellt" und zudem etwas "Falsches" geschrieben zu haben.
Das sind aus meiner Sicht Wortverdrehereien und führen nicht nur zu Missverständnissen sondern auch zu einer kontraproduktiven "Du bist nicht ok... ich bin ok - Haltung innerhalb der Kommunikation... was sich jedoch vermeiden lässt...

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen...
Vermutlich erklärt dies, warum für viele auch keine "Alternativmedizin" in Frage gestellt wird.
Die Vermutung kann/könnte naheliegen. Doch ist es eben auch nur eine Vermutung.
Ob es denn stimmt, steht auf einem anderen Blatt und nicht zwingend im Zusammenhang mit einem (qaulifizierten) Ausbildungsnachweis von Heilpraktikern.

So wie Du paar Seiten vorher schriebst:
Meiner Meinung nach werden Heilpraktiker keinem Anspruch gerecht.
Es gibt Psychologen und auch Ärtze, Handwerker und auch Lehrer, Bäcker und auch Sozialarbeiter... alle mit abgeschlossener Ausbildung und auch Zertifikaten.
Ein Ausbildungsnachweis und/oder auch ein Diplom, Zeritfikat oder Titel sagt für mich noch lange nichts über das aus... nämlich dass derjendige auch wirklich auch die aus seinem inneren Potenzial sich ergebende auch handwerkliche Kompetenz hat und diese auch lebt...

Kann dies so allgemein gesagt werden... "werden Heilpraktiker"?
Ist dies wirklich gerechtfertigt?
Denn hier sind meine Erfahrungen andere... weniger Diplom und Titel, dafür jedoch ehrlich kompetent im Handwerk, in ihrem Können.

Der eine macht die, der andere jene Erfahrung... wir ziehen unbewusst stets das an, was zu uns passt... um lernen zu können, was wir jedoch meist auch unbewusst nicht lernen wollen.... so meine Beobachtung im Leben und eigen gemachte Erfahrung.
 
Alle wollten annehmen, dass Heilpraktiker über eine Ausbildung verfügen.
Was ja durchaus sein kann. Schreiner, Metzger oder diplomierte Nageldesignerin. Die Ansprüche sind da nicht so hoch. Man muss es sich nur finanziell leisten können und mindestens einen Hauptschule-Abschluss haben. Machen muss man die Ausbildung nicht, theoretisch reicht die Prüfung. Und sollte man diese nicht bestehen, kann man sie beliebig oft wiederholen.

Ähnlich wie bei der Führerscheinprüfung, die kann man auch unendlich mal wiederholen. Kann sich ja jeder mal fragen, wie sicher er sich bei einem Fahrer fühlen würde, der 6-mal die Prüfung wiederholt hat.

Ein Medizinstudium dauert 12 Semester. Dreiteiliges Staatsexamen. Dreimal Praktikum. Nach drei erfolglosen Prüfungen wird man deutschlandweit gesperrt und der Traum ist vorbei.

Allerdings kann man dann immer noch ohne Probleme Heilpraktiker werden und Leuten Zuckerkugeln gegen Krebs „Verschreiben“


L O L
 
Das machen u.a. Mediziner, die an Homöopathie glauben, selber in der Hoffnung da ein positives Ergebnis herauszubekommen. Dementsprechend haben diese auch eher ein Interesse an einem positiven Ergebnis.

Ein schönes Beispiel ist Harald Walach - glühender Verehrer der Homöopathie und diverser weiterer "alternativer Heilmethoden" - der die sog. "Münchener Kopfschmerzstudie" geplant und mit-durchgeführt hat, um eben die homöopathische Behandlung bei Kopfschmerzen wissenschaftlich zu prüfen. Das Ergebnis war allerdings negativ - kein Unterschied zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe feststellbar anhand der vor der Studie festzulegenden Kriterien. Das hat ihn so gewurmt, dass er nach diesem Ergebnis weiter in den Daten gewurschtelt hat um dann nachträglich neue Kriterien einzuführen, mit denen dann doch das Ergebnis positiv gewesen wäre. Nun ist es allerdings methodisch unsauber eben die Kriterien nachträglich so zu ändern - immerhin ist Herr Walach so ehrlich, dass er das auch so weiß und in seinen Artikeln über die Studie auch erklärt.

Daneben gibt es z.B. noch die Carstens-Stiftung, die sich die Förderung und Erforschung der "alternativen Heilmethoden", wie eben auch der Homöopathie, auf die Fahnen geschrieben hat.



Mittels der Methodik können viele Wege der bewussten und auch unbewussten Verfälschung reduziert werden.



Natürlich sind solche Fragen erwünscht. Darum gibt es mittlerweile auch Richtlinien, dass Wissenschaftler mögliche Interessenkonflikte angeben, wenn sie eine Studie durchführen und die Ergebnisse veröffentlichen.



Kannst Du auf diverse Fragen, die ich u.a. Dir schon gestellt habe, konkret und ehrlich antworten ohne schwammig um den heißen Brei zu reden?

Hier zum Beispiel: Wie soll es gehen, dass von homöopathischen Globuli irgendeine speziefische Wirkung ausgeht? Wie kann das funktionieren?

Immerhin ist die oben erwähnte Carstens-Stiftung so ehrlich zuzugeben, dass eine Wirkung von homöopathischen Globuli im Rahmen der Physik, Chemie etc. äußerst unplausibel ist, und dass die bisherigen positiven Studien-Ergebnisse entweder methodisch schlecht oder nicht reproduzierbar waren. Was sagst Du dazu? Ehrlich, konkret und logisch nachvollziehbar.



Habe ich schon einige Male ausführlich gemacht hier im Forum. Gerne nochmal:

Bei der Fragestellung, ob eine Behandlung wirklich wirksam ist, eignet sich die Methodik der prospektiven radnomisierten doppelt-verblindeten (placebo-)kontrollierten Vergleichsstudien gut. Ich werde jetzt mal aufdröseln, was das genau heißt:

In einer Vergleichsstudie wird allgemein, wie der Name schon sagt, verglichen. Da werden also zwei Gruppen von Patienten verglichen - die einen bekommen die zu testende Behandlung, die anderen nicht. Die Gruppe, die die Behandlung erhält, ist die Versuchsgruppe, die andere Gruppe ist die Kontrollgruppe - darum heißt der Studientyp auch "kontrolliert". Wenn es sich um eine placebo-kontrollierte Studie handelt, bekommen die Patienten der Kontrollgruppe ein wirkungsloses Placebo. Andernfalls ist es möglich, dass die Kontrollgruppe mit einer alt-hergebrachten Methode behandelt wird. Die zu testende Methode muss sich also entweder gegenüber einem Placebo oder einer alt-hergebrachten Methode behaupten. Da wird dann geguckt, in welcher Gruppe die Erfolgsquote größer ist.

Doppelt verblindet bedeutet, dass weder die Patienten noch die Ärzte, die sie während der Studie untersuchen, wissen, wer zu welcher Gruppe gehört. Die Patienten bekommen halt ihre Mittel (oder Behandlung), was entweder das zu testende Mittel ist oder ein Placebo bzw. alt-hergebrachtes Mittel... sie wissen es aber nicht, was von dem beiden sie da bekommen. Ebensowenig die Ärzte, die den Gesundheitszustand der Patienten begutachten und beurteilen. Der Placebo-Effekt ist also in beiden Gruppen absolut gleich verteilt. Die eine Gruppe erlebt damit nicht mehr Linderung aus der Erwartung heraus als die andere Gruppe. Darüber hinaus können so weder die Patienten noch die beurteilenden Ärzte wissen, welche Antwort nun gut oder schlecht für des zu testende Verfahren im Studienergebnis ist. Unbewusste oder auch bewusste Beeinflussung des Studienergebnisses dahingehend, dass die Patienten der Versuchsgruppe besser beurteilt werden bzw. ihren Behandlungserfolg aufgrund der eigenen Erwartung anders beurteilen, ist damit ausgeschlossen.

Radnomisiert bedeutet, dass diese Gruppenaufteilung rein durch den Zufall - Münzwurf o.ä. - zu erfolgen hat. Damit wird vermieden dass die Ärzte, die die Aufteilung vornehmen, die Patienten mit z.B. leichteren Symptomen in die Versuchsgruppe stecken. Damit wird vermieden, dass also auch andere Einflussfaktoren auf den Behandlungserfolg auf beide Gruppen gleichmäßig verteilt werden.

Je nach Art der Behandlung bzw. schwere der Erkrankung, deren Behandlung getestet wird, müssen manchmal Abstriche in dieser Methodik gemacht werden - sei es aus ethischen Gründen oder aufgrund der praktischen Durchführbarkeit. Darüber hinaus ist es auch nicht sinnvoll immer sofort mit hochwerigen Studien anzufangen, so dass erste Tests auch methodisch unsauber sind. Studien zu neuen Behandlungs-Schemata gegen Krebs-Erkrankungen finden beispielsweise nicht verblindet statt und keinesfalls placebo-kontrolliert, sondern immer kontrolliert bzw. verglichen mit einer alt-hergebrachten Behandlung. Bei leichten Erkrankungen, bei denen die Homöopathie meistens zum Einsatz kommt, gibt es aber keinen ethischen Grund und auch keine Hindernisse der Durchführbarkeit, die zu Abstrichen in der Methodik führen würden (siehe z.B. oben erwähnte Münchener Kopfschmerzstudie).

PS: Ein Stichwort habe ich noch vergessen zu erklären: Prospektiv. Das bedeutet, dass die Kriterien anhand derer die Studie als positiv oder negativ bewertet wird, so weit wei möglich vorher festgelegt werden. Damit soll verhindert werden, dass im nachhinein in den Daten nach jedem Strohhalm gesucht wird, der das Ergebnis doch noch positiv macht. Das kann höchstens Anlass für eine neue Studie mit diesen neuen Kriterien sein, darf aber dann nicht der Endergebnis der alten Studie sein.
Danke Dir für Deine ausführliche Antwort.
Werde sie mir zu Gemüte führen... nehme sie somit unvoreingenommen an und lasse sie wirken.
 
Wozu diese Übertreibung ... Zuckerkugeln gegen Krebs.
Ändert nicht daran, dass ein ehemaliger Automechaniker, dass nach 18 gescheiterten Prüfungen es tun kann. Und alles, was er tun muss, ist 45 Fragen richtig beantworten und 30 Minuten mündliche Prüfung.

Aber offensichtlich ist das qualitativ ausreichend, damit man es als Alternative für einen studierten Schulmediziner anerkennt...

Dabei kommt dann so was raus:


Der Münchner Fall ist nicht das erste Mal, dass Heilpraktiker-Behandlungen die Justiz beschäftigen. Im Mai 2019 wurde ein Heilpraktiker in Nürnberg zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er zusammen mit seiner Ehefrau nicht zugelassene Medikamente verkauft haben soll, die angeblich gegen Krebs im Endstadium oder Autismus helfen sollten

. Im September 2019 verurteilte das Amtsgericht Erkelenz einen Heilpraktiker zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung, weil er einer Patientin unter Hypnose einreden wollte, sie beide seien weltbekannte Porno-Stars und müssten für den nächsten Film üben.
 
Tut mir leid für Dich @SYS41952...

Meine Frage war:
Allerdings kann man dann immer noch ohne Probleme Heilpraktiker werden und Leuten Zuckerkugeln gegen Krebs „Verschreiben“
Wozu diese Übertreibung ... Zuckerkugeln gegen Krebs.
Davon hat hier niemand geschrieben. Oder?

Keiner hat hier auch angezweifelt, dass es unter den Heilpraktikern auch "schwarze" Schafe gibt... die gibt es überall... auch in der klassischen Medizin...als Beispiel mal die Schönheitschirurgie... oder auch in der Orthopädie... die ebenfalls tödlich ausgehen können.

Letztendlich liegt es an jedem selbst, auch hier selbstverantwortlich zu sein, was er für sich entscheidet zu nutzen und auch wann und wogegen.

Das jetzt mal ganz wert- und urteilsfrei... ob nun klassische Schulmedizin oder Alternativmedizin.
 
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Quelle: Google
 
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