Ich empfinde mich als sehr klar - ich sehe keine Widersprüche. Ich denke mir, dass es immer um einen selbst geht - um meine Wahrheit, die ich lebe und ausdrücke ... wie ich auf andere wirke, darauf habe ich keinen Einfluss - ich habe eine lange Zeit versucht, das zu lenken - also meine Wirkung auf andere - und es hat nur dazu geführt, dass ich mich hoffnungslos verbogen habe und die anderen dann tatsächlich verwirrt und mißtrauisch waren.
Jetzt die Frage:
WAS FÜR ANDERE? Was Du hier wahrnimmst ist doch nur Dein innerer Prozess Gegenüber Themen.
Die "Anderen" sind erstmal eine "Annahme". Aber gerade in Foren ist ja das Spiegelprinzip deshalb so diorekt, weil wir zu 93% auf Interpretation unserer eigenen Denkweisen zurückgeworfen sind.
Im Forum hast Du eben erstmal nur 7% der Kommunkationsmittel zur Verfügung. Hat Vor-als auch Nachteile...je nachdem auf was Du Dich letztlich beziehst.
Aber "Ich" und "Andere" ist im Wesentlichen ein Dualismus.
Menschen, an denen man wachsen kann - so habe ich das erfahren - sind Menschen die einfach sie selbst bleiben ... das muss nicht mal ein lineares Sein sein ... es ist schwer in Worte zu fassen ... man spührt einfach, ob jemand aus seiner Wahrheit heraus handelt oder spricht ... er wirkt dann absolut vertrauenserweckend und man kann ihn, wie einen Leuchtturm nutzen, um seinen Weg auszurichten. Mir hat das viel gegeben, diese Erfahrung.
Und liegt es nicht daran, WIE Du es gerade Wertest oder nicht?
Doch. Als ich das letzte Mal hier im forum war, hab ich ständig versucht über alles nachzudenken, was man mir sagte - jedem Hinweis nachzugehen und dabei hab ich mich völlig verloren und fühlte mich nicht mehr wie ICH ...
Womit Du ausschliesslich erfahren hast, wie relativ das "ICH" ist. Aber Du hast Dich ja nicht in Luft aufgelöst.
Das ist das Geheimnis von "Wechsel" und Veränderung.
Das was dabei BLEIBT ist das wahre Du.
ich glaube man kann bestimmte Dinge auch zu früh ans Licht zerren, wenn deren zeit noch gar nicht da ist - das ist nicht gut.
"Gut" in diesem Zusammenhang?
Man kann überhaupt nichts wahrnemen, für das an nicht "Bereit" ist.
Antworten kommen zu mir, wenn ich die Fragen stelle - wann die Antwort kommt, weiß ich nicht, aber ich weiß, sie kommt. Erkenntnisse steigen auf, wenn ihre Zeit da ist.
Hattest Du das nicht gerade verneint? In einem eizigen Satz?
Ich wiederhole:
"Ans Licht zerren, wenn noch nicht die Zeit ist" zu "Erkenntnisse kommen wenn Zeit dafür ist".
Woran machst Du denn die Zeit "fest"? An Deiner Bereitschaft Dich selbst mit Deinem Leben in Bezug zu setzen, oder wenn Dus ablehnst?
Aber wie kommt es dann überhaupt in Deine Wahrnehmung? Auch das vermeintliche "Zerren", wenn noch nicht die Zeit ist?
Dennoch registriere ich bewußt solche Aussagen - sie wirken im Unbewußten weiter ... und ich bin Menschen auch dankbar, wie Palo oder Avon gestern, weil ich weiß, sie sagen was sie sehen und sie haben mir Achtung erwiesen. Aber ich muss jetzt nicht darauf eingehen ... wenn ich das nicht in mir fühle oder erkenne, was gemeint ist.
Sicher nicht.
Und was machst du dann ?
Verantwortung für meine Realität übernehmen, dafür dass ich mir den Moment, den Lehrer, das Feedback und den Weg gewählt habe.
Mich daran erinnern, dass ich danach gefragt habe und dass er mich liebt.
DANN versuche ich ihn zu verstehen, WEIL er Teil meiner Wahrnehmung ist, für den ICH mich entschieden habe.
Aber was ist denn NICHT Teil meiner Wahrnehmung?
Und WO genau findet die Statt?
Liebe Grüße
Qia
