Krieg mit Iran?

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Ich hatt mich (auch hier im Forum) über Jahre an solchen Themen beteiligt ,
bis ich erkennen musste, dass es nichts anderes ist als die berühmten "Perlen vor die Säue zu werfen".
Ehrlich !
Der Grund ist die (politische) Ideologie. Wenn man einmal von ihr besessen ist, verhält es sich ähnlich wie mit dem Glauben/Religion.
Aus einer sich selbst verfassten Doktrin, welche die Ursache der Ideologie ist, wird irgendwann ein Glaubensdogma.
Diskussion für mich deshalb sinnlos.
Metapher: Was nützt es das Kinderzimmer immer wieder aufzuräumen, wenn die Kinder das Spielzeug sofort wieder auf den Boden schmeissen, weil sie das Chaos lieben und das Spielzeug nicht an ihrem Platz sehen wollen ?!



Warum gleich so extrem ? Es gibt doch nicht nur Schwarz & Weiß.
Die alten Schmen und Muster, von denen ich sprach, sehen doch in etwa so aus:
"Böse USA ( Westen) und arme restliche Welt die ja letztlich nur Opfer des "bösen (USA-westlichen) Imperialismus" ist"
Das ist übrigens sehr unesoterisch und unspirituell für ein Forum welches sich Esoterikforum nennt.
Aber ich weiss schon, man beruft sich dabei auf die Selbstkritik was das System anbelangt in dem man ja sozialisiert wurde.
Und in der Tat, Selbskritik bzw. die Selbstreflektion hat ja auch für mich was spirituelles, was man ja an meiner Signatur erkennen kann.
Kann aber im global-politischem Bereich niemals wirklich fruchtbar sein, wenn nur eine Seite selbstkritisch ist und diese Seite der anderen Seite auch noch zubilligt, dass ihre Selbstkritik Verrat wäre.
Die Maßstäbe stimmen in diesen Diskussionen nicht !



Es geht (mir) ja garnicht um Sätze, also um einzelne Sätze, sondern bei einer entsprechenden Diskussion um eine objektive Betrachtung der Geschehnisse inklusive ihrer Ursachen. Die Ideologie lässt aber keine wirkliche objektive Betrachtung der Geschehnisse inklusive ihrer Ursachen zu.
Dazu kommt noch das Prinzip der "Herde" bzw. das schwimmen mit der Massse.
Und wer tut sich das schon an gegen die Masse zu schwimmen ? Und diesbezüglich bin ich der Ansicht dass die sogenannte "Schwarmintelligenz" eben nicht zu einer wirklichen ( in Form von WIRKEN) objektiven Sichtweise führt.

Mal als Beispiel:
Auf der einen Seite feiern wir die Attentäter um Staufenberg/20.Juli und bedauern dass Hitler dabei nicht zu tode kam, auf der anderen Seite wird das Attentat/der Mord auf Soleimani als Kriegsverbrechen verurteilt.
Natürlich kann man wegen der quantitativen Unstimmigkeit und Differenz der geplanten und umgesetzten Verbrechen, Hitler mit Soleimanis nicht vergleichen.
Aber mit der Qualitatät der Verbrechen schon !

Die höchste Priorität und somit die höchste Doktrin des iranischen Mullahregime ist die vernichtung des Staates Israel !
( Wer das leugnet belügt sich selbst )
Danach kommt direkt als zweites , wenn Israel vernicht ist und der Westen geschlagen ist, die imperialistische Vorstellung, dass die gesamte Welt eines Tages muslimisch wird.
( Wer dies aus politischer Korrektheit leugnet, belügt sich auch selbst )
Als drittes kommt dann noch, dass dies alles unter schiitischer Führung verläuft und ist.
( Die innerislamischen Machtkämpfe zwischen Schiiten und Sunniten die es ja heute schon gibt, werden dann auf die Zeit danach doktriniert, weil der Herr Erdogan mit seinem geträumten neoosmanisch-türkischen Sultanat ja auch Anspruch auf Führung hegt)
Um dies aber alles" langfristig" zu verwirklichen, hatte Qasem Solleimani, ganz sicher unter dem wohlwollen des iranischen Mullahregimes, ein Netzwerk von Milizen gespannt, zu dem neben inwischen vielen anderen auch die Hamas ( eine sunnitisch-islamistische palästinensische Terrororganisation) sowie die Hisbollah ( islamistisch-schiitische Partei und Miliz im Libanon ) gehört.
All deren Bestreben ist die vernichtung des Staates Israel
Qasem Solleimani war ein Terrorfürst. Hitler übrigens auch.

Also, wenn man das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler schon feiert ( was ich im Prinzip ja auch tue) warum sollte man dann nicht auch das gelungene Attentat auf Solleimani nicht mit Beifall zur Kenntnis nehmen ? :dontknow:
Weil, die Unterschiede zwischen Adolf Hitler und Qasem Solleimani sehe ich nur geringfügig,
also marginal.


Du hast dann aber eigentlich nicht viel Ahnung, wenn Du Soleimani mit Hitler vergleichst! :rolleyes:
 
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Du bist ja niedlich. Dem Westen ist imperialistisches Machtstreben völlig fremd, was? Die Nato ist Richtung Russland-entgegen allen Zusagen gegenüber Russland, immer weiter vorgerückt. Über die Jahrhunderte davor will ich gar nicht reden(die Chinesen hatten wohl England erobert?) und wer umzingelt China und Russland mit Militärbasen? Meinst Du die USA wollen beispielsweise Südkorea vor Nordkorea schützen? Jede Annäherung muss zwingend fehlschlagen, denn es geht um ein deutlich größeres Land dahinter. Von den Russen gab es einen Versuch mit Kuba, das war’s dann auch.

Seht ihr ?
Genau DAS was K9 mir hier oben geantwortet hatte, meinte ich mit meinem ersten Beitrag in diesem Therad :
Krieg mit Iran?

Denn schliesslich ist mir das imperialistisches Machtstreben der USA ja bekannt. Und darüber wird sich hier ja auch ausgiebig ausgelassen.
Aber sobald man das imperialistisches Machtstreben nur von Russland erwähnt, wird, wie von K9, refelxartig die Vergangenheit des Westens bemüht.
Warum eigentlich ? Ich kann mir schon denken warum; man befriedigt sich selbst an seiner ( politischen ) Ideologie.
Was das relativieren des russischen imperialistisches Machtstreben hier im Forum anbelangt, sehe ich mehrere Motive:
1. Man ist Russe und lebt in Deutschland weil der Ehepartner ein sogenannter Russlanddeutscher war und das Recht hat in Deutschland somit zu leben.
2. Man ist selbst Russlanddeutscher und ist in der ehemaligen Sowjetunsion sozialisiert worden und kann mit den westlichen Werten nichts anfangen.
3. Man ist politisch extrem links angehaucht und hofft,
dass Russland irgendwann dann doch wieder zu seinen sowjetischen Wurzeln kommt und den " Hammer & Sichel " wieder einführt.
4. Man gehört zu den Rechten, die den sogenannten "Dritten Weg" für Deutschland favorisieren, wo die dt. Werte mit den russ. Werten konform gehen, in Form von Gesunder Familie, nationaler Ehre & Stolz, dem Ablehnen der Gleichberechtigung zwischen Mann & Frau und der damit einhergehenden Ablehnung der sexuellen Selbstbestimmung wie z.B. der Homosexualität, was sich dann natürlich mit meinen Punktem 1 & 2 teilt.
Oder!
5. Man hat selbst überhaupt keine Ahnung und läuft nur dem oppositionellem Mainstrem hinterher, weil man es als chick betrachtet wenn man diesem
oppositionellem Mainstrem hinterher läuft.

So; da kann jeder der wie K9 ählnlich denkt ( im Bezug auf das was K9 mir geantwortet hat) und am liebsten auch so reflexartig reagieren würde sich selbst mal hinterfragen, wenn er selbstehrlich ist, unter welchen meiner angeführten 5 Punkte er sich selbst zuordnen kann.

Wenn jemandem noch ein 6. Punkt einfällt, ich bin wirklich offen für ihn. :)
 

Wat mir gesamtgesellschaftlich in D. auffällt, dass recht viele Menschen
in politischen Fragen sich vielmehr auf (wie sie meinen und in Wirklichkeit dem Medientenor entnehmen) negative, Persönlichkeitsmerkmale und Verhalten ihre Empörung richten,
und weniger sinnvolle / sachliche Argumente bringen (können). Selbst wenn, ist die Reaktion
dann dennoch sehr emotional persönlich eingefärbt. Obwohl sie die Personen gar nicht
näher kennen, dem Hass und Abneigung sich aber voll hingeben.
Zumindest verbal nach Außen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Israel will mit der Sache auch lieber nichts zu tun haben:

Benjamin Netanyahu:
He told a meeting of his security cabinet on Monday: “The assassination of Suleimani isn’t an Israeli event but an American event. We were not involved and should not be dragged into it.”
https://www.theguardian.com/world/2...iOMybup4HIksoDCnC-xTg02GVvurdVW64UFuj5c-kFzSY


Übersetzt: "Die Tötung Suleimanis ist keine israelische Veranstaltung sondern eine amerikanische. Wir waren nicht involviert und sollten nicht hineingezogen werden."
 
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Schau mal, was Hitler getan hat und dann nenne mir Vergleichbares von Soleimani.

Achso, du meinst man könne Soleimani mit Hitler erst dann vergleichend gleichsetzen, wenn Soleimani als ideologischer Handlanger des iranischen Mullahregime die Doktrin dieses Mullahregimes, Israel zu vernichten, umgesetzt hätte ?
Ich warte darauf nicht !
Natürlich hinkt mein Vergleich in gewisser Hinsicht, da Soleimani nicht der Oberbefehlshaber des gesamten iranischen Militärs ist, sondern nur ein oder der Hauptgeneral der revolutionären Garde war, welche das Dogma der iranischen Revolution von 1979 bis zum Tod verteidigt.
Dennoch passt der Vergleich mit Hitler.
Hitler wollte das Judentum ausrotten und die Doktrin des iranischen Mullahregimes ist die vernichtung des Staates Israel.
Den Staat Israel, wie wir ihn heute kennen, hätte es ohne den Holocaust der Nazis und somit Hitler ja garnicht gegeben.
Der Staat Israel hat von Anfang an jedem Juden in der Welt, der Diaspora, die Möglichkeit gegeben, sich neu anzusiedeln wenn sie, die Juden in der Diasora, sich, in ihrer alten Heimat, verfolgt oder diskriminiert wähnen..
Das war der Hauptgrund für die Gründung des Staates Israel !
Natürlich war das für die Palästinenser bitter, da sie nach dem 1. Weltkrieg und nach dem untergang des osmanschischen Reichs auf ihren eigenen Staat hofften, wo die Juden nur eine respektierte religiöse Minderheit hätten sein sollen/können.
Die ganze islamische Welt war verbittert über die Gründung des Staates Isarael, vor allem im Bezug auf die heilige Stadt Jersusalem.

Letztlich aber führt das iranische Mullahregime seit 1979 , in der Soleimani ein Haupthandlanger war, den rassistischen Kontext der Nazis und somit Hitlers nur weiter fort.
Denn der Begriff Rassismus und Faschismus lässt sich, in meinen Augen, in der heutigen Zeit auch auf die extremistisch ausgelebte Religion beziehen !
Der Kontext des iranischen Mullahregimes ist zwar nicht der selbe wie der des Nazitegimes unter Hitler, aber der Kontext gleicht sich, und deshalb ist der Vergleich Hitler - Soleimani in meinen Augen berechtigt.
Denn es geht um die vernichtung des Staates Israel, der Heimat der Juden aus der Diaspora nach dem aus Deutschland begründeten Holocaust.
Somit führt das iranische Mullahregime, auch einst unter der Mithilfe von Soleimani, nur das fort, wenn auch unbewusst, was Hitler und die Nazis als Ziel hatten.
 
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