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Kann ich etwas tun um zu helfen?

Dieses Thema im Forum "Psyche & Persönlichkeit" wurde erstellt von magnolia, 22. Mai 2018.

Status des Themas:
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  1. magnolia

    magnolia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. August 2016
    Beiträge:
    11.489
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    Ein naher Angehöriger ist offensichtlich krank. Er ist seit ca. 3 Jahren heiser und hat stark an Gewicht verloren. Der Gewichtsverlust war in den letzten Wochen massiv. Er zeigt alle Symtomem von Kehlkopfkrebs.
    Uns allen in der Familie ist klar, dass er dringend ärztliche Hilfe benötigt. Doch er weigert sich zum Arzt zu gehen.
    Mit meiner Therapeutin habe ich darüber gesprochen. Sie sagt, dass es Menschen gibt, die trotz schwerer Krankheit keine Hilfe suchen. Man kann diesen Menschen im Grunde gar nicht helfen weil es ihre eigene Entscheidung ist.
    Es ist so schwer dabei zuzusehen und nichts tun zu können. Habt ihr Ähnliches erlebt? Konntet ihr jemanden in einer ähnlichen Situation umstimmen? Wenn ja, wie?

    Danke für eure Beiträge.
     
    Leopold o7 gefällt das.
  2. *Eva*

    *Eva* Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31. März 2018
    Beiträge:
    27.338
    Ort:
    Niederösterreich
    Leider erlebe ich gerade Ähnliches. Der Mann einer ganz lieben Freundin leidet seit 2 Jahren an Krebs und hat jede Chemo strikt abgelehnt und war auch nicht offen für alternative Heilmethoden. Bis vor einem halben Jahr ging es ihm ganz gut. Inzwischen haben sich in fast allen Organen Metastasen gebildet. Er ist fast nur mehr im Spital und lässt die Chemo zu, jetzt, wo es vermutlich viel zu spät ist. Meine Freundin und ihre Söhne sind nervlich am Ende. Das einzige, was ich für sie tun kann, ist zuhören.
     
  3. sibel

    sibel Guest

    Und damit hat sie Recht. Dein Angehöriger hat sich dazu entschlossen, diesen Weg zu gehen...warum auch immer.
    Sieh es als Lernaufgabe...mehr kannst du nicht tun.
     
    flimm, Südwind, *Eva* und 2 anderen gefällt das.
  4. PsiSnake

    PsiSnake Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. August 2007
    Beiträge:
    20.952
    Ort:
    Saarland
    Denke, dass viele das auch verdrängen, gemischt mit Fatalismus.
    Davon abgesehen klingt das nicht unbedingt so, als ob man in dem Fall noch viel tun kann, und ich denke, dass derjenige das auch mehr oder weniger weiß.

    Geht es dann nicht mehr, setzt bei manchen dann der Überlebensinstinkt ein, und sie gehen dann plötzlich doch ins Krankenhaus.

    Schwer zu sagen, ob das jetzt immer die falsche Entscheidung ist. Chemotherapien sind auch zerstörerisch (ich bin da kein VTler, aber Krebszellen sind entartete Körperzellen, die man schwer spezifisch bekämpfen kann, daher werden normale Zellen dabei auch angegriffen). Gerade ältere Leute ersparen sich die Chemo eventuell und wären anders trotzdem gestorben, und es kommt dann nicht unbedingt auf paar Monate an, wenn man dafür vorher die ganze Zeit Chemotherapie hatte.

    P.S: Wollte da keine Ferndiagnose stellen, aber kann mir gut denken, dass die Person das mit einiger Begründung so sieht, dass es jetzt sowieso egal ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Mai 2018
    SunnyAfternoon und Yogurette gefällt das.
  5. Ja, habe ich vor ca. einem Jahr erlebt.
    Nein, wir konnten die Person nicht umstimmen, er wurde schließlich in sehr schlechtem Zustand von der Rettung ins Spital gebracht (nach dem Anruf seiner Frau) und dort wie ein Wunder tatsächlich gerettet. Allerdings gab es zwei große Operationen und Entfernung von einer Niere, der Prostata...
    Nun lebt er weiter mit den damit verbundenen Einbußen und sagt selbst, dass er dumm war, aber ich bin mir nicht sicher, ob er sich beim nächsten Mal nicht wieder so verhalten würde.
    Ich habe damals gelernt, dass man diese Entscheidungen tatsächlich nur akzeptieren kann.
    Ob jemand weiterleben oder sterben will, diese Entscheidung bleibt die Angelegenheit des Betroffenen, ebenso ob man kämpfen oder lieber aufgeben will. Manche entscheiden sich erst in der allerletzten Sekunde fürs Leben, natürlich kann es dann auch schon zu spät sein. Ich weiß jedenfalls, wie du dich fühlst, aber für mich war es in der Situation irgendwann klar, dass ich auf mich achten muss, eben weil derjenige gar keine Hilfe angenommen hat und es letztlich sein Weg ist, für den ich nicht zuständig bin.
     
    flimm, sikrit68, *Eva* und 2 anderen gefällt das.
  6. sibel

    sibel Guest

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    Mein Mann hat seine gesundheitliche Lage auch ignoriert...er hat alles abgewiegelt und runtergespielt und wir als Familie mußten seinem Verfall ( er magerte auf 50kg ab und das bei einer Größe von 186cm) zusehen...all das hatte enorme Folgen für uns....eines Tages bat ich unseren Arzt, ihn am nächsten Tag ins Krankenhaus zwangseinweisen zu lassen...dazu kam es nicht mehr, weil er am darauffolgenden Morgen zusammenbrach und mit dem Tode rang...im Krankenhaus hörten wir schreckensstarr, wie ein Arzt in der Notaufnahme schrie, daß ihm der Patient gleich wegstirbt...er konnte durch eine Not-OP gerettet werden...später sprachen wir ihn darauf an, wie sehr uns als Familie sein ignoranter Umgang mit der Krankheit stressen würde und das doch hoffentlich nach diesem Erlebnis er sich nun anders verhält, schließlich sei er gerade noch dem Tod von der Schippe gesprungen...Antwort: ihr übertreibt.
    Dieser Satz war ein Schlag ins Gesicht...und wir mußten bitter lernen, daß wir ihn nicht ändern können..
     
    ashes, sikrit68 und *Eva* gefällt das.
  7. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Februar 2015
    Beiträge:
    25.117
    Ort:
    in den weiten des Universums
    Das ist sehr traurig- Erlebt habe ich so was noch nicht. Doch ich muss den Willen des Menschen akzeptieren.

    Warum er auch immer solch eine Entscheidung getroffen hat.

    Vielleicht möchte er ohne Stimme nicht mehr sein.
     
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  8. magnolia

    magnolia Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6. August 2016
    Beiträge:
    11.489
    Danke für eure Beiträge. Mir hilft es diese zu lesen. Dazu schreiben kann ich nicht viel weil dieses Thema für mich eine Schwere hat, die derzeit noch nicht viele Worte zulässt.
     
  9. Hatari

    Hatari Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15. Februar 2015
    Beiträge:
    25.117
    Ort:
    in den weiten des Universums
    Fühl dich mal ganz dolle gedrückt, wenn du magst. smilyjoav7v99xlp.jpg.gif
     
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  10. Loop

    Loop Dauntless Banana Mitarbeiter

    Registriert seit:
    10. Oktober 2008
    Beiträge:
    38.786
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    Das tut mir sehr leid für Dich.

    Leider kann man da nichts tun, wenn derjenige nicht will. Hab das selber auch schwer lernen müssen durch meinen Bruder, wie Du ja weißt. Es tut furchtbar weh, zuschauen zu müssen und nichts tun zu können. Deine Therapeutin hat da vollkommen recht, man kann nichts machen. Es ist gut, daß Du sie hast, damit sie Dir in dieser schweren Zeit beistehen kann. Letztendlich bleibt nur loslassen, es ist das letzte, was man noch tun kann.

    Wenn ich Du wäre, würde ich ihm aber klar sagen, daß er seine Angelegenheiten regeln soll, wenn er sich schon nicht dazu entscheidet, um sein Leben zu kämpfen, und daß Ihr traurig und wütend seid deswegen.
     
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