kaaba on pirsch

ja, sachsen-anhalt ist halt recht dünn besiedelt, nachts isses hier stockdunkel.

also mir persönlich gefällt die sternenparkidee eher weniger.
seit dem mauerfall haben die großen naturschutzvereine den damals völlig unbekannten drömling geschützt und renaturiert.
und das hat hauptsächlich deshalb so gut funktioniert, WEIL er eben unbekannt war.
wenn ich früher stundenlang durch den drömling gestreift bin, hab ich höchstens mal einen landwirt oder jäger getroffen. aber ganz bestimmt nicht scharen von touristen, wie das jetzt der fall ist, seit er zum biosphärengebiet erklärt wurde. denn seither darf für den drömling werbung gemacht werden, was vorher nicht der fall war.
seit ein paar jahren wird hier alles *touristengerecht* verändert und verschönert. da, wo früher absolutes betretungsverbot galt, verläuft jetzt ein kilometerlanger steg mitten durchs moor und überall liegt müll rum. landwirtschaftswege werden betoniert. betonierte park- und rastplätze werden überall gebaut. stündliche kremserfahrten mit bier, schnaps und entsprechend grölenden menschenmengen durch den ganzen naturpark.
sämtlicher randbewuchs an den wegrändern mußte weichen, damit die touris freie sicht auf die wiesen und tiere haben. tiere, die es dort längst nicht mehr zu sehen gibt, weil es viel zu unruhig und laut geworden ist und weil sie sich nicht mehr sicher fühlen können ohne den dichten randbewuchs als deckung.
und gift wird gesprüht, damit auf den wegen keiner von mücken belästigt wird. zum glück bisher nur auf einigen hauptwegen und noch nicht überall.
von dem ganzen gift wegen dem eichenprozessionsspinner ganz zu schweigen. da wird behauptet, das sei bio ... isses aber gar nicht. wenn`s wenigstens was bringen würde, aber die raupen werden ja trotzdem jedes jahr mehr.
und *huuuuuch* ..... nun gibt es klagen von den lieben touristen, die natürlich vorher NICHT gewarnt wurden.

und jetzt steht halt noch der titel *unesco weltkulturerbe* und nebenbei der sternenpark auf dem programm. wahrscheinlich muß dann für die massen an touristen noch alle 100 meter `ne pommesbude aufgestellt werden :rolleyes:
nee, nee .... vor 10 jahren war der drömling noch ein geheimtipp aber jetzt ..... viel zuviele menschen.
nagut ... die sterne funkeln ja trotzdem.
und im grunde kann`s mir egal sein, kann ja eh nicht mehr auf tour gehen und muß mir das elend daher auch nicht ansehen.
blöderweise tut`s mir trotzdem in der seele weh.


Das ist völlig bekloppt und die Handlungsweise steht ja im völligen Widerspruch zu dem, was ein Naturschutzgebiet im Grunde bedeutet! Menschen sind so blöd, es bestätigt sich für mich immer wieder! Naturschutzgebiet und Gift sprühen?:blue2::mad:

Kann ich mir vorstellen, dass Dir das in der Seele weh tut. Ich war noch nie dort und trotzdem tut es mir schon aufgrund Deiner Erzählung in der Seele weh!
 
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nein, besser wirds nicht mehr werden. jedenfalls nicht das rechte knie. mir ist 2018 bei einem sturz der knorpel, der die kniescheibe an ort und stelle halten soll, sternförmig aufgeplatzt. den kann man nicht reparieren.
durch die inzwischen jahrelange humpelei und dadurch überbelastung ist auch das andere knie geschädigt, abnutzungen halt.


Und neue Kniegelenke einbauen lassen? Wäre normalerweise bei zerstörtem Knorpel eine Option, damit man sich wieder besser bewegen kann.
 
also mir persönlich gefällt die sternenparkidee eher weniger.
Sternenparks sind keine Eventflächen, sondern Schutzräume für Dunkelheit, eben ein seltenes ökologisches Gut. Viele Tiere sind auf Dunkelheit angewiesen. Künstliches Licht stört Orientierung, Fortpflanzung und Nahrungssuche. Sternenparks reduzieren Lichtverschmutzung gezielt und schaffen Rückzugsräume für nachtaktive Arten. Das ist ein Aspekt der noch völlig ignoriert wird. Darüber denkt man nicht nach, das die Natur eben nicht nur Kulisse für schöne Fotos ist. Wenn schon niemand in die geschützten Gebiete kommen darf, dann wirklich niemand. Auch du nicht.

Eigentlich müssten viel mehr Menschen in die "Natur" gehen. Meinetwegen überall hin. Damit man endlich zu einem anderen Verhältnis zu all den Dingen kommt. Weil Schutz ohne Beziehung nicht funktioniert. Was man nicht kennt, schützt man nicht. Was man nicht erlebt, bleibt abstrakt.
Wer einmal die Milchstraße über einem dunklen Wald gesehen hat, versteht vielleicht intuitiv, warum Lichtverschmutzung ein Problem ist, und warum Dunkelheit ein schützenswertes Gut ist.... In Sternenpark wird per Gesetz die Dunkelheit geschützt. Das darf man nicht vergessen.
 
Sternenparks sind keine Eventflächen, sondern Schutzräume für Dunkelheit, eben ein seltenes ökologisches Gut. Viele Tiere sind auf Dunkelheit angewiesen. Künstliches Licht stört Orientierung, Fortpflanzung und Nahrungssuche. Sternenparks reduzieren Lichtverschmutzung gezielt und schaffen Rückzugsräume für nachtaktive Arten. Das ist ein Aspekt der noch völlig ignoriert wird. Darüber denkt man nicht nach, das die Natur eben nicht nur Kulisse für schöne Fotos ist. Wenn schon niemand in die geschützten Gebiete kommen darf, dann wirklich niemand. Auch du nicht.

Eigentlich müssten viel mehr Menschen in die "Natur" gehen. Meinetwegen überall hin. Damit man endlich zu einem anderen Verhältnis zu all den Dingen kommt. Weil Schutz ohne Beziehung nicht funktioniert. Was man nicht kennt, schützt man nicht. Was man nicht erlebt, bleibt abstrakt.
Wer einmal die Milchstraße über einem dunklen Wald gesehen hat, versteht vielleicht intuitiv, warum Lichtverschmutzung ein Problem ist, und warum Dunkelheit ein schützenswertes Gut ist.... In Sternenpark wird per Gesetz die Dunkelheit geschützt. Das darf man nicht vergessen.


Das ist auch alles richtig. Aber wenn der Drömling nun in den letzten Jahren von immer mehr Leuten besucht wird, weil dort so viele seltene Tierarten zu sehen sind und die wilden Pfade für Leute begehbarer gemacht werden und Gift gegen Mücken gesprüht wird, damit die Natur bloß nicht über die Besucher herfällt und diese Besucher auch noch Müll dort hinterlassen, kann das doch nicht im Sinne eines Naturschutzgebietes sein!
 
Das ist auch alles richtig. Aber wenn der Drömling nun in den letzten Jahren von immer mehr Leuten besucht wird, weil dort so viele seltene Tierarten zu sehen sind und die wilden Pfade für Leute begehbarer gemacht werden und Gift gegen Mücken gesprüht wird, damit die Natur bloß nicht über die Besucher herfällt und diese Besucher auch noch Müll dort hinterlassen, kann das doch nicht im Sinne eines Naturschutzgebietes sein!
Ich habe jetzt nichts gefunden was darauf hinweist dass dort Gift wegen Mücken gesprüht wird. Das wäre in einem Naturschutzgebiet wie dem UNESCO-Biosphärenreservat "Drömling " auch verboten

Natürlich gibt es Menschen die sich nicht benehmen können. Aber Schutzgebiete sind nunmal keine Sperrgebiete.

Das "wilde Pfade " begehbar für Besucher gemacht wird, dazu habe ich auch nichts gefunden. Bei uns im National Park ist nämlich genau das Gegenteil passiert, Wege wurden zurück gebaut.

Das dieser Park jetzt auch Sternenpark ist, merkt man eigentlich nur daran, das an manchen Stellen kleine Flächen gestaltet wurden, wo Bänke stehen und Infotafeln. Und man ist eigentlich immer alleine da, weil zum einen am "Arsch der Welt" und schwer zu erreichen, zum anderen scheint es für die Mehrheit dann doch uninteressant zu sein.

ABER Lichtverschmutzung wurde so trotzdem reduziert.
 
Das ist völlig bekloppt und die Handlungsweise steht ja im völligen Widerspruch zu dem, was ein Naturschutzgebiet im Grunde bedeutet! Menschen sind so blöd, es bestätigt sich für mich immer wieder! Naturschutzgebiet und Gift sprühen?:blue2::mad:

Kann ich mir vorstellen, dass Dir das in der Seele weh tut. Ich war noch nie dort und trotzdem tut es mir schon aufgrund Deiner Erzählung in der Seele weh!
es sind nicht nur die giftsprühereien .... es ist halt all das, was hier geschieht, um den tourismus noch immer mehr und mehr anzukurbeln. da wird viel kapputtgemacht.

Und neue Kniegelenke einbauen lassen? Wäre normalerweise bei zerstörtem Knorpel eine Option, damit man sich wieder besser bewegen kann.
da wird irgendwann kein weg mehr drumrum führen.
ist aber noch zukunftsmusik.
 
Sternenparks sind keine Eventflächen, sondern Schutzräume für Dunkelheit, eben ein seltenes ökologisches Gut. Viele Tiere sind auf Dunkelheit angewiesen. Künstliches Licht stört Orientierung, Fortpflanzung und Nahrungssuche. Sternenparks reduzieren Lichtverschmutzung gezielt und schaffen Rückzugsräume für nachtaktive Arten. Das ist ein Aspekt der noch völlig ignoriert wird. Darüber denkt man nicht nach, das die Natur eben nicht nur Kulisse für schöne Fotos ist.
warum schreibst du mir das?

Wenn schon niemand in die geschützten Gebiete kommen darf, dann wirklich niemand. Auch du nicht.
welcher teil meines beitrags hat bei dir den eindruck erweckt, ich würde sonderrechte für mich beanspruchen?

Eigentlich müssten viel mehr Menschen in die "Natur" gehen. Meinetwegen überall hin. Damit man endlich zu einem anderen Verhältnis zu all den Dingen kommt. Weil Schutz ohne Beziehung nicht funktioniert. Was man nicht kennt, schützt man nicht. Was man nicht erlebt, bleibt abstrakt.
Wer einmal die Milchstraße über einem dunklen Wald gesehen hat, versteht vielleicht intuitiv, warum Lichtverschmutzung ein Problem ist, und warum Dunkelheit ein schützenswertes Gut ist.... In Sternenpark wird per Gesetz die Dunkelheit geschützt. Das darf man nicht vergessen.
wenn viel mehr menschen in die natur gingen und dann auch noch überall hin, so, wie du es dir vorstellst .... wo würden die wildtiere dann noch rückzugsgebiete finden? ob wohl z.b. das rotwild seinen brunftplatz noch aufsuchen würde, wenn menschen nach lust und laune da durchlaufen würden?

Ich habe jetzt nichts gefunden was darauf hinweist dass dort Gift wegen Mücken gesprüht wird. Das wäre in einem Naturschutzgebiet wie dem UNESCO-Biosphärenreservat "Drömling " auch verboten
nur weil du dazu nichts findest, heißt das ja nicht, dass es nicht dennoch geschieht.

Natürlich gibt es Menschen die sich nicht benehmen können. Aber Schutzgebiete sind nunmal keine Sperrgebiete.
in deinem schutzgebiet findest du vielleicht keine "sperrgebiete" .... hier im drömling gibt es aber mehrere totalreservate, auch kernzonen 1 genannt, in denen bis letztes jahr noch strengstes und ganzjähriges betretungsverbot galt.
ohne diese totalreservate gäbe es z.b. die großen kranichbrutplätze hier nicht. es gäbe keine rebhühner, wachteln, große brachvögel und vieles mehr.
seit letztem jahr gibt es dieses betretungsverbot nicht mehr und ein steg zerteilt das gebiet jetzt in 2 hälften, die jeweils zu klein sind, um den tieren noch die gewohnte sicherheit zu geben.
hier die änderung der verordnung ...

Das "wilde Pfade " begehbar für Besucher gemacht wird, dazu habe ich auch nichts gefunden. Bei uns im National Park ist nämlich genau das Gegenteil passiert, Wege wurden zurück gebaut.
von "wilden pfaden" habe ich nie gesprochen. ich schrieb von betonierten wirtschaftswegen.

Das dieser Park jetzt auch Sternenpark ist, merkt man eigentlich nur daran, das an manchen Stellen kleine Flächen gestaltet wurden, wo Bänke stehen und Infotafeln. Und man ist eigentlich immer alleine da, weil zum einen am "Arsch der Welt" und schwer zu erreichen, zum anderen scheint es für die Mehrheit dann doch uninteressant zu sein.

ABER Lichtverschmutzung wurde so trotzdem reduziert.
lichtschutz macht definitiv sinn, da geb ich dir recht.
allerdings befürchte ich nunmal, dass durch den titel *sternenpark* nochmal mehr touristen angelockt werden, das verkehrsaufkommen noch größer wird und noch mehr unruhe hier reingebracht wird, denn die geplanten sternenpunkte werden an leicht zugänglichen stellen liegen.
 
warum schreibst du mir das?
Weil ich es kann!


welcher teil meines beitrags hat bei dir den eindruck erweckt, ich würde sonderrechte für mich beanspruchen?
wenn ich früher stundenlang durch den drömling gestreift bin,



Woher weiß ich denn, das du nicht auch die empfindlichen Ökosystem gestört hast? Wer garantiert "mir" das? 🤷 Und man kann dann auch nicht pauschal "Besucher*innen* unterstellen das sie es tun, nur weil es (ortsfremde) Menschen sind.

von "wilden pfaden" habe ich nie gesprochen. ich schrieb von betonierten wirtschaftswegen.

Ich habe @Siriuskind zitiert.



in deinem schutzgebiet findest du vielleicht keine "sperrgebiete" .... hier im drömling gibt es aber mehrere totalreservate, auch kernzonen 1 genannt, in denen bis letztes jahr noch strengstes und ganzjähriges betretungsverbot galt.
ohne diese totalreservate gäbe es z.b. die großen kranichbrutplätze hier nicht. es gäbe keine rebhühner, wachteln, große brachvögel und vieles mehr.
seit letztem jahr gibt es dieses betretungsverbot nicht mehr und ein steg zerteilt das gebiet jetzt in 2 hälften, die jeweils zu klein sind, um den tieren noch die gewohnte sicherheit zu geben.
hier die änderung der verordnung
Ich habe kein "Schutzgebiet" genauso wenig wie du, denn es gehört uns nicht. Aber im Nationalpark gibt es sehr wohl Betretungsverbote und auch Zonen ohne ausgewiesene Pfade.

Wie du aber sicher selbst lesen kannst in deinem Link wurde ja ausdrücklich um Meinung der Bürger*innen gebeten. Hast du dich daran beteiligt, gab es beispielsweise einen runden Tisch oder ähnliches?

Man hätte erfragen können welche Monitoringmaßnahmen vorgesehen sind, um Auswirkungen auf störungsempfindliche Arten zu erfassen. Oder eben Schwellenwerte (Brutabbrüche, Fluchtdistanzen etc), bei deren Überschreitung eventuell temporäre Sperrungen erfolgen.
Und ob überhaupt saisonale Sperrung des Erlebniswegs während der Brut- und Aufzuchtzeiten vorgesehen sind.

Letztlich muss "Naturschutz" auch finanziert werden. Dieser Aspekt darf man nicht vergessen und eben auch das was ich bereits schrieb. Wie soll Bildung (Naturbewusstsein) ansonsten gelingen? Wie will man etwas schützen was man nicht kennt? Oder geht es letztlich doch nur um Naturromantik und Heimatliebe? Also, der einstige Grundgedanke des deutschen Naturschutzes....



wenn viel mehr menschen in die natur gingen und dann auch noch überall hin, so, wie du es dir vorstellst .... wo würden die wildtiere dann noch rückzugsgebiete finden? ob wohl z.b. das rotwild seinen brunftplatz noch aufsuchen würde, wenn menschen nach lust und laune da durchlaufen würden?

Ich stelle mir das ganz und gar nicht so vor. Menschen gehören aber trotzdem zur Natur und umkehrt. Das habe ich bereits ausführlich beschrieben. Ich weiß, dass es denn allermeisten schwerfällt das zu akzeptieren .


ob wohl z.b. das rotwild seinen brunftplatz noch aufsuchen würde, wenn menschen nach lust und laune da durchlaufen würden?

Weiß ich (nicht). Aber ich würde mir zur Hochbrunft zweimal überlegen ob ich da unbedingt durchlaufen muss.🤡


nur weil du dazu nichts findest, heißt das ja nicht, dass es nicht dennoch geschieht.
Dann muss man es beweisen und anzeigen.🤷
 
Weil ich es kann!
ich hatte nach dem grund gefragt, nicht nach deiner fähigkeit.

Woher weiß ich denn, das du nicht auch die empfindlichen Ökosystem gestört hast? Wer garantiert "mir" das? 🤷 Und man kann dann auch nicht pauschal "Besucher*innen* unterstellen das sie es tun, nur weil es (ortsfremde) Menschen sind.
das von dir herausgegriffene teilzitat läßt keinerlei schluß darauf zu, dass ich mich jemals in totalreservate begeben hätte.
ich bin hier geboren und aufgewachsen - ich kenne die regeln und insbesondere das betretungsverbot der totalreservate habe ich immer respektiert und befürwortet.
dass du das nicht wissen konntest, ist klar - aber warum gehst du trotzdem davon aus, ich hätte dagegen verstossen?

mein beitrag war ein persönlicher erfahrungsbericht. persönliche erlebnisse kann man weder garantieren noch widerlegen.

und ich habe niemandem unterstellt, totalreservate betreten zu haben. ich schrieb, dass ich besuchern im
drömling begegne - nicht wo.
die totalreservate waren bis letztes jahr an den möglichen zugängen durch zäune und schranken abgeriegelt und kameraüberwacht. auch ortsfremde wären da nicht *aus versehen* reingelaufen.
warum legst du mir etwas anderes in den mund?

Ich habe @Siriuskind zitiert.
dass du @Siriuskind zitiert hast, ändert nichts daran, dass du dich auf meinen beitrag bezogen hast.
daher ist es sinnvoll, die begriffe zu verwenden, die ich auch tatsächlich benutzt habe.

Ich habe kein "Schutzgebiet" genauso wenig wie du, denn es gehört uns nicht. Aber im Nationalpark gibt es sehr wohl Betretungsverbote und auch Zonen ohne ausgewiesene Pfade.

Wie du aber sicher selbst lesen kannst in deinem Link wurde ja ausdrücklich um Meinung der Bürger*innen gebeten. Hast du dich daran beteiligt, gab es beispielsweise einen runden Tisch oder ähnliches?

Man hätte erfragen können welche Monitoringmaßnahmen vorgesehen sind, um Auswirkungen auf störungsempfindliche Arten zu erfassen. Oder eben Schwellenwerte (Brutabbrüche, Fluchtdistanzen etc), bei deren Überschreitung eventuell temporäre Sperrungen erfolgen.
Und ob überhaupt saisonale Sperrung des Erlebniswegs während der Brut- und Aufzuchtzeiten vorgesehen sind.

Letztlich muss "Naturschutz" auch finanziert werden. Dieser Aspekt darf man nicht vergessen und eben auch das was ich bereits schrieb. Wie soll Bildung (Naturbewusstsein) ansonsten gelingen? Wie will man etwas schützen was man nicht kennt? Oder geht es letztlich doch nur um Naturromantik und Heimatliebe? Also, der einstige Grundgedanke des deutschen Naturschutzes....
die punkte, die du ansprichst - bürgerbeteiligung, monitoring, finanzierung, bildungsarbeit - betreffen ganz andere ebenen.
ich habe mich auf die änderung der verordnung bezogen: ein totalreservat wurde geöffnet und ein steg teilt das gebiet jetzt in zwei teile. und das hat auswirkungen auf störungsempfindliche arten.
darum ging es mir - nicht um grundsatzdiskussionen über naturpädagogik oder die geschichte des naturschutzes.

Ich stelle mir das ganz und gar nicht so vor. Menschen gehören aber trotzdem zur Natur und umkehrt. Das habe ich bereits ausführlich beschrieben. Ich weiß, dass es denn allermeisten schwerfällt das zu akzeptieren .
du hattest geschrieben, dass noch viel mehr menschen deinetwegen überall hingehen sollten. darauf habe ich mich bezogen.
menschen sind ein teil der natur, das sehe ich auch so - das hat aber nichts damit zu tun, dass wildtiere störungsfreie rückzugsräume brauchen. das ist keine frage der akzeptanz sondern eine ökologische tatsache.

Weiß ich (nicht). Aber ich würde mir zur Hochbrunft zweimal überlegen ob ich da unbedingt durchlaufen muss.🤡
ich habe nicht gefragt, was du persönlich tun würdest, sondern wie rotwild auf regelmäßige störungen reagiert.

Dann muss man es beweisen und anzeigen.🤷
es ging nicht darum, etwas anzuzeigen, sondern darum, dass fehlende online-informationen kein beleg
für ein nicht-vorkommen sind.
 
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ich hatte nach dem grund gefragt, nicht nach deiner fähigkeit.
Da ich den Eindruck habe dass du es nicht wusstest oder es dir schlicht egal ist, habe ich dazu etwas geschrieben. Was du damit machst ist deine Sache.

das von dir herausgegriffene teilzitat läßt keinerlei schluß darauf zu, dass ich mich jemals in totalreservate begeben hätte.
ich bin hier geboren und aufgewachsen - ich kenne die regeln und insbesondere das betretungsverbot der totalreservate habe ich immer respektiert und befürwortet.
dass du das nicht wissen konntest, ist klar - aber warum gehst du trotzdem davon aus, ich hätte dagegen verstossen?
Ich habe nie behauptet das du gegen irgendwas verstoßen hast. Außerdem widersprichst du dir hier eh selbst.

Du schreibst
"das von dir herausgegriffene teilzitat läßt keinerlei schluß darauf zu, dass ich mich jemals in totalreservate begeben hätte."

Und dann behauptest du
"aber warum gehst du trotzdem davon aus, ich hätte dagegen verstossen?"

Logischerweise rede ich vom Drömling und nicht von Reservate mit gesonderten Schutzstatus. Muss ich das jetzt nochmal erklären?

die totalreservate waren bis letztes jahr an den möglichen zugängen durch zäune und schranken abgeriegelt und kameraüberwacht.
Das sollte man mal belegen. Du sagst ja selbst, es entspricht deiner persönlichen Erfahrungen. Trotzdem glaube ich das nicht, weil es zum einen dem Datenschutz wiederspricht und zum anderen gar kein Sinn machen würde. In solchen Schutzgebiete werden oft Wildkameras eingesetzt, zur Forschung....



warum legst du mir etwas anderes in den mund?
Wo denn?


dass du @Siriuskind zitiert hast, ändert nichts daran, dass du dich auf meinen beitrag bezogen hast.
daher ist es sinnvoll, die begriffe zu verwenden, die ich auch tatsächlich benutzt habe.
Ich habe ihr Beitrag zitiert und nicht dich. Wie und warum ich etwas zitiere oder nicht entscheide ich selbst.


die punkte, die du ansprichst - bürgerbeteiligung, monitoring, finanzierung, bildungsarbeit - betreffen ganz andere ebenen.
ich habe mich auf die änderung der verordnung bezogen: ein totalreservat wurde geöffnet und ein steg teilt das gebiet jetzt in zwei teile. und das hat auswirkungen auf störungsempfindliche arten.
darum ging es mir - nicht um grundsatzdiskussionen über naturpädagogik oder die geschichte des naturschutzes.
Liest du eigentlich deine eigenen Links durch? Was für Ebenen soll das denn betreffen. Deine persönliche Heimatliebe oder was?

Da wurde genau DAS bekannt gegeben und um Meinung gebeten, insbesondere die vorgesehene Öffnung des Erlebniswegs I ("Runde der Kernzone“) durch das bisher ganzjährig gesperrte Gebiet "Böckwitz–Jahrstedter Drömling". Da kannst du dir auch ein PDF herunterladen. Das BTW immer noch ein Entwurf ist. Entschieden ist dort nämlich noch lange nichts.

Man hätte sich beteiligen können, seine Bedenken, und Fragen mitteilen. Das alles ist aber nicht passiert und wird auch nicht passieren. Weil es im Grunde genommen nur darum geht"wütend " sein zu können. Etwas abzulehnen weil man Angst hat all die Vorteile nicht mehr zu haben, seitdem dort kontrolliert wird. Kenne ich inzwischen zu genüge. Und es sind tatsächlich immer die gleichen Argumente....



du hattest geschrieben, dass noch viel mehr menschen deinetwegen überall hingehen sollten. darauf habe ich mich bezogen.
menschen sind ein teil der natur, das sehe ich auch so - das hat aber nichts damit zu tun, dass wildtiere störungsfreie rückzugsräume brauchen. das ist keine frage der akzeptanz sondern eine ökologische tatsache.
Im Idealfall funktioniert das auch. Das es aber noch nicht funktioniert oder ideal ist, ist realistisch. Deshalb gibt es ja auch UNESCO-Biosphärenreservate oder National Parks. Der Unterschied ist, UNESCO-Biosphärenreservate sind
keine Nationalparks (wo es wirklich großflächig Betretungsverbote gibt), sondern ein Modellgebiet für das Zusammenleben von Mensch und Natur.
Ziel ist nicht nur Naturschutz, sondern auch nachhaltige Regionalentwicklung, Umweltbildung und Forschung. Anders wird es leider auch nicht funktionieren....



es ging nicht darum, etwas anzuzeigen, sondern darum, dass fehlende online-informationen kein beleg
für ein nicht-vorkommen sind.

Und Befürchtungen oder Behauptungen sind halt auch kein Beleg.
 
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