ist der kranke schuld an seiner krankheit?

Musikuss schrieb:
Warum ist es so schwer, Verantwortung für etwas zu übernehmen?

Weiss ich nicht, warum das für dich schwer ist. Für mich ist es das nicht. ;)

Musikuss schrieb:
Ich könnte Dir zustimmen, wenn ich nur ein einzelnes Leben annehmen würde, da ich aber von vielen Vorleben und weiteren, die noch kommen werden, ausgehe, kann ich Dir nur zu einem Teil zustimmen.

Aber es ist klar, würde man ein einziges Leben annehmen, kann ein Kind auch nichts dafür, wenn es in einer problematischen Umgebung aufwächst, wie auch? Dann wäre das Leben allerdings nicht gerecht!


Jetzt ist nur die entscheidende Frage, leben wir nur ein Leben oder mehrere?
Hat das Leben einen höheren Sinn oder nicht?

Wie erklärst du Menschen, die entweder nichts von mehreren Leben, Karma usw. wissen bzw. das für Unfug halten, dass das Kind die Ursache für die aktuelle Krankheit im Leben sowieso vor ein paar hundert Jahren selbst gesetzt hat?
Längst nicht jeder hat dieses Bewusstsein zu erkennen, dass es für ihn eine Chance ist, nun diese Ursache ausgzugleichen. Bei nicht wenigen Menschen erzeugst du mit solchen Erklärungen Angst, Schuldgefühle, das Gefühl von Strafe usw.

Du kannst nicht immer davon ausgehen, dass alle anderen genauso gestrickt sind wie du. Die überwiegende Zahl der Menschen weiss von solchen Zusammenhängen nichts bzw. will sie auch gar nicht wissen.

LP
 
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Wie erklärst du Menschen, die entweder nichts von mehreren Leben, Karma usw. wissen bzw. das für Unfug halten, dass das Kind die Ursache für die aktuelle Krankheit im Leben sowieso vor ein paar hundert Jahren selbst gesetzt hat?
Längst nicht jeder hat dieses Bewusstsein zu erkennen, dass es für ihn eine Chance ist, nun diese Ursache ausgzugleichen.

Und wie wird da eine Ursache warum auch immer ausgeglichen? Wer hat irgendetwas davon, wenn ein Kind z.B. krank ist? Was wird dadurch ausgeglichen oder wieder ins rechte Licht gerückt?
 
Die haben dann falsch attribuiert. :ironie:

Ach, lustig find ich das eigentlich nicht. :)
Mein Opa ist kurz nachdem meine Oma gestorben ist auch gestorben. Meine Tante ist kurz nachdem gestorben, als mein Onkel gestorben ist.
Bei beiden war es in einem Zeitraum von ca. 1 1/2 Jahren.

Von dem Hajo Banzhaf hatte ich das auch mal gelesen. Seine Frau ist 2007 gestorben, er 2009. Und beide noch recht jung. (naja, zumindest noch keine 70 oder 80)

Kardiologie
Wenn das Herz zerbricht

Es fühlt sich an wie ein Infarkt, ist aber doch ganz anders: Das Syndrom des gebrochenen Herzens stellt Ärzte vor ein Rätsel. Dabei kommt es häufiger vor, als man denkt.

zeit.de/zeit-wissen/2011/02/Broken-Heart

Müssen ja nicht alle am gebrochenen Herzen sterben, oder vllt. im übertragenen Sinne, aber es sieht manchmal so aus, als würde der Partner bald hinterhergehen.


Zum Thema, das Kinder die Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und Schuldgefühle entwickeln, die krank machen können:

Das ein Kind krank an den eigenen Eltern werden kann, ist übrigens kein Märchen und kommt leider häufiger vor, als man gemeinhin annimmt. Aber das zu verstehen - nun ja...

spiegel.de/panorama/gesellschaft/wie-kinder-psychisch-kranker-eltern-leiden-a-841687.html

Lg
Any

Ja, davon gehe ich aus, dass es so ist. :thumbup:
 
Zuletzt bearbeitet:
es gibt die verbindung zu den ersten prägungen...und die sind nicht immer nur liebevoll gewesen...
daraus entwickelt das kind ein urschuldgefühl
wenn die mich nicht liebevoll behandeln...dann muss ich ja ein ganz böser sein..und leben dann nicht ihr leben ...sondern das leben ihrer eltern in die sie bist zuletzt hoffnung hegen doch noch in liebe angenommen zu werden...
doch drum gehts ja nicht
diese negativen prägungen haben ja auch sinn u nd zweck nämlich den...sich auch von den eltern dann lösen zu können...aus dieser symbiose..zur mutter beispielsweise..

Ja, Kinder fühlen sich sehr schnell verantwortlich, schuldig. Ihnen dies zu nehme ist wichtig, normalerweise wäre dies Aufgabe der Eltern selbst, solange sie jedoch am Haken des "ich mus immer ein gutes Elternteil sein" hängen, wird es schwierig.

LG
Any
 
Ja, Kinder fühlen sich sehr schnell verantwortlich, schuldig. Ihnen dies zu nehme ist wichtig, normalerweise wäre dies Aufgabe der Eltern selbst, solange sie jedoch am Haken des "ich mus immer ein gutes Elternteil sein" hängen, wird es schwierig.

LG
Any

jau...mein reden
sie tragen eben auch diese schuld mit sich rum...habens von ihren eltern übernommen ...bis in die zigste generation..wahrscheinlich
insofern stimmt dann karma auch wieder...nur eben anders
wenn sie bezüglich der kinder falsches verhalten wittern...geraten sie auch in diese schuldfalle..und aufarbeitung..endet in sprachlosigkeit..und rechtfertigung...
 
Hi Sternenatemzug,

ich nenne das, was Du beschreibst, Familienfluch. Und den gilt es dann aufzulösen.

LG
Any
 
Joey schrieb:
Und wie wird da eine Ursache warum auch immer ausgeglichen? Wer hat irgendetwas davon, wenn ein Kind z.B. krank ist? Was wird dadurch ausgeglichen oder wieder ins rechte Licht gerückt?

Ursache - Wirkung, oder das kosmische Gesetz des Ausgleichs. ;)

Warum, wieso, wie das gemacht wird, weiss wohl kaum jemand hier auf der Erde bis ins Detail. Da gehts nicht um "etwas davon zu haben oder nicht", dem Kosmos ist das wurscht. Der funktioniert einfach und fragt auch nicht, ob dieses oder jenes genehm ist. :D

LP
 
Und wie wird da eine Ursache warum auch immer ausgeglichen? Wer hat irgendetwas davon, wenn ein Kind z.B. krank ist? Was wird dadurch ausgeglichen oder wieder ins rechte Licht gerückt?

Der Mensch selbst könnte was davon haben. Körper und Seele gleichen sich so gegenseitig selbst aus?
 
Ursache - Wirkung, oder das kosmische Gesetz des Ausgleichs. ;)

Warum, wieso, wie das gemacht wird, weiss wohl kaum jemand hier auf der Erde bis ins Detail. Da gehts nicht um "etwas davon zu haben oder nicht", dem Kosmos ist das wurscht. Der funktioniert einfach und fragt auch nicht, ob dieses oder jenes genehm ist. :D

Eben. Darum ja die Frage, wozu es ein Ausgleich braucht.

Dass einige Wirkungen ursachen haben, bestreitet niemand. Dass es aber immer diejenigen trifft, die dieUrsachen in die Welt gesetzt haben - und sei es auch nur in einem späteren Leben - das ist ziemlich zweifelhaft. Warum sollte da ein Ausgleich stattfinden?

Musikuss schreibt ja selbst, dass auch der Stein, der (scheinbar) zufällig Dir auf den Kopf fällt, eine höhere ursache hätte. Warum?
 
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Wie erklärst du Menschen, die entweder nichts von mehreren Leben, Karma usw. wissen bzw. das für Unfug halten, dass das Kind die Ursache für die aktuelle Krankheit im Leben sowieso vor ein paar hundert Jahren selbst gesetzt hat?
Längst nicht jeder hat dieses Bewusstsein zu erkennen, dass es für ihn eine Chance ist, nun diese Ursache ausgzugleichen. Bei nicht wenigen Menschen erzeugst du mit solchen Erklärungen Angst, Schuldgefühle, das Gefühl von Strafe usw.

Du kannst nicht immer davon ausgehen, dass alle anderen genauso gestrickt sind wie du. Die überwiegende Zahl der Menschen weiss von solchen Zusammenhängen nichts bzw. will sie auch gar nicht wissen.
Dann müssen Hitler und Konsorten ein unglaubliches Karmaausgleichsdingens auf dem Plan gehabt haben, als sie Völkermord begingen.
 
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