Die Engel (Wesen) sind da um Gott zu loben.
Engel = Angelos, Mal´ach, Malakhim lässt sich als Sendbote und Mittler zwischen einem Gott und den Menschen übersetzen.
Die Wiege der Engel stand eigentlich im alten Persien. Sie waren dort Sendboten (Malakhim) des Schöpfergottes Ahura Mazda, die für ihn die Botschaft vom des Guten und Reinen zu den Menschen tragen sollten. Damit sollte letztlich die Weltseele vom Leid und Elend befreit werden.
Dazu ein kleiner Ausschnitt aus den persischen Quellen:
0 Ahura Mazda, die Weltseele klagt vor Deinem Thron und fragt: „Für wen hast Du mich gestaltet, und wer hat mich geschaffen? Die Ungerechtigkeit, die Gräuel, der Zorn und die Gewalt bedrücken mich. Ich habe außer dir keinen Schutz. Schenke mir ein fröhliches und ewiges Leben!"
(Awesta: Yasna 29[1]/Übersetzung H. K. Iranschähr).
Erst durch das Babylonische Exil fanden sie dann als Sendboten des göttlichen Willens Eingang in die biblische Tradition. Im Buch Daniel wird beschrieben, wie er in jungen Jahren als Pfand an den babylonischen Hof gegeben wurde. Dort hatte man ihn neben anderen Dingen auch als Traumdeuter ausgebildet. Er blieb dann auch noch in Babylon, als dieses von den Persern unterworfen wurde. Gerade bei Daniels Prophezeiungen spielten dann auch die Engel eine große Rolle.
Die Cherubim und Seraphim sind eigentlich keine Engel, sondern Wesen, die Jahwe unmittelbar zugeordnet wurden.
Die Cherubim sind die Wächter Gottes, so bewachen sie das Paradies, die Bundeslade und begleiten Gott. Deshalb beschreiben sie auch dessen Präsenz. Der Ursprung dieser Wesen dürfte man bei den ägyptischen Sphingen und den assyrischen Lamassu entlehnt haben.
So gehören auch die Seraphim zu der göttlichen Gefolgschaft, deren Aufgabe die Lobpreisung Gottes zufällt. Sie singen deshalb unentwegt
„Halleluja!“ Etwas, das sich als
„preiset Jahwe!“ übersetzen lässt. Sie werden deshalb auch als die für Gott Brennenden (Seraphim) bezeichnet und so auch dargestellt.

Über die Zeit hatten sich im Christentum das Wesen der Engel mehr zu einem Schutzengel zugewandt. Ein segenbringendes Wesen also, das unsere Seele berühren und bewegen kann. Ja, und so bekommt auch der ursprüngliche Sendbote vom Guten und Reinen wieder seinen Sinn!
Merlin
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